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Leselupe.de > Gereimtes
Wenn...
Eingestellt am 17. 03. 2004 01:49


Autor
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La Luna
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Registriert: Apr 2001

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Wenn...

Wenn Glocken fern von Mitternacht
die D├Ąmmerung verk├╝nden
und sich G├Âtter unbedacht
mit dem Hass verb├╝nden,
dann lausche meiner Weise.

Wenn die Himmel voller Geigen,
ein Engel deiner Welt entflieht,
weil Geister sprechen, Herzen schweigen
und deines mit dem Winde zieht,
dann komm zu mir ganz leise.

Wenn M├╝digkeit die H├Ąupter neigt
vom Sturme, den ein Blinder s├Ąte
und kein Ende Hoffnung zeigt,
weil er nie das Licht ersp├Ąhte,
dann halt' ich deine Hand.

Werde sanft im Arm dich wiegen,
wenn der Tag die Welt verneint.
Warm und sicher wirst du liegen,
wenn der letzte Mensch verkaint,
bei mir im Anderland.


_________________
┬ę Julia Nietzsche

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Klopfstock
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo, La Luna,
sicher fange ich mir jetzt Schelte ein - ich betrete hier ja quasi eine "heilige, wenn auch noch leere Halle" -
heilig wegen der Bewertungen. Nein, nein, diese sind voll o.k - was ich sagen will ist, da├č ich immer ├╝ber die Zeile
"und deines mit den Winden zieht" stolpere.
F├╝r mich hat diese Stelle eine unfreiwillige Komik -
"und deines mit dem Winde zieht" f├Ąnde ich besser.
"Die Winde" k├Ânnen eine doppelte und auch nicht gerade
ernsthafte Bedeutung haben....
Verzeih, da├č ich so in dieses an sich sehr sch├Âne
Gedicht hereinplatze - aber immer wenn ich es lese,
mu├č ich an dieser Stelle grinsen.

Liebe Gr├╝├če
von Klopfstock

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La Luna
Fast-Bestseller-Autor
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Ach Klopfst├Âckchen, du hast vielleicht Phantasien...
Ich bin ja fast geneigt zu fragen, was du zu Mittag hattest, aber lassen wir das besser...*ggg*.
Dein Vorschlag ist mir genauso lieb wie das Original, darum habe ich es ge├Ąndert. Allein f├╝r dich, meine Liebe. Musst mir nur noch mal bei Gelegenheit erkl├Ąren, ob das Singular wirklich einen wesentlichen Unterschied darstellt. Ich mein jetzt auf deine Phantasie bezogen.


Herzliche Gr├╝├če
Julia - die sich weggeschmissen hat


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B.Wahr
???
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Pure Arbeit nach dem Lesevergn├╝gen

Hallo Julia,
bei meiner Textarbeit kam ich drauf: Singulare sind fast immer ertr├Ąglicher als Plurale....

Dein "Wenn..." ist ein sch├Ânes und interessantes Gedicht, zu dem es eigentlich kein "Aber" gibt.

Trotzdem empfinde ich die 3. und 4. Zeile irgendwo als Schwachstelle. Ein undurchgearbeiteter Änderungsvorschlag:

Wenn Glocken fern von Mitternacht
die D├Ąmmerung verk├╝nden
und sich die G├Âtter unbedacht
mit allem Hass verb├╝nden,
dann lausche meiner Weise.

Liebes Textarbeiten w├╝nscht
B.Wahr

__________________________
Schaffe, schaffe - Textle mache...
__________________________



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La Luna
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Lieber B.Wahr,

zun├Ąchst einmal lass mich dir f├╝r deine konstruktive Kritik danken.
Mit sicherem Gesp├╝r hast du dir das herausgepickt, was auch ich als Schwachstelle bezeichnen w├╝rde.
Anstelle des Hasses hatte ich in der ersten Fassung "F├╝rsten" stehen, die nat├╝rlich H├Âllenf├╝rsten darstellen sollten. Das allerdings war nicht klar genug erkennbar, und so wurde der "Hass" daraus.
Das Wort an sich ist mir selbst zu hart. Es ist ein Kompromiss, und nicht der beste, dessen bin ich mir gewiss.
Nur... mir fiel beim besten Willen nichts Besseres ein.
Dein Vorschlag hingegen, es in "allem Hass" zu ├Ąndern, ist allerdings auch nicht das Nonplusultra, denn den Hass gibt es nur einmal, genauso wie den Tod. Wei├čt du was ich meine?
Um den Hass mit den G├Âttern zu vereinen, kann ich ihn nicht als Menge (allem) kennzeichnen, sondern muss ihn personifizieren. Naja, und dadurch kann er eben nur als Einzelperson auftreten.
Die Zeile dar├╝ber ist kein Problem; sobald die 4. gekl├Ąrt ist, wird sie angepasst.
Ich ├╝berlege mir derweil einen Ersatzbegriff.
Falls dir was dazu einf├Ąllt, sag es ruhig. Ich bin wirklich f├╝r jeden Vorschlag dankbar.


Herzliche Gr├╝├če
Julia


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Trasla
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Erstaunlich!

Beim Lesen hat sich in mir exakt der gleiche Vorschlag manifestiert, den auch B.Wahr angebracht hat - interessant. Deine Ausf├╝hrung zum Hass kann ich allerdings nachvollziehen, daher vielleicht:

und sich die G├Âtter unbedacht
mit Wut und Hass verb├╝nden


Oder alternativ ein anderer Mitstreiter f├╝r den Hass, zum Beispiel Tod?

Im zweiten Teil stocke ich auch ein wenig, fl├╝ssiger scheint mir (zumindest in meinem Kopf) etwa diese Variante (mit je einer Silbe weniger im Mittelteil):

Wenn die Himmel voller Geigen,
und ein jeder Engel flieht,
Geister sprechen, Herzen schweigen
deines mit dem Winde zieht,
dann komm zu mir ganz leise.



In Teil drei finde ich die zweite Zeile zu unelegant (und die dritte eine Silbe zu kurz). "S├Ąte" ist als Wort irgendwie viel sperriger als das ansonsten geschmeidige Werk. Mein Vorschlag:

Wenn M├╝digkeit die H├Ąupter neigt
vom Sturme eines Blinden
und noch kein Ende Hoffnung zeigt,
solang kein Licht wir finden,
dann halt' ich deine Hand.


Den letzten Absatz finde ich wundersch├Ân, insbesondere "Wenn der tag die Welt verneint." ist hervorragend!

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