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Leselupe.de > Ungereimtes
Wenn
Eingestellt am 12. 03. 2005 16:14


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Christina
AutorenanwÀrter
Registriert: Mar 2005

Werke: 4
Kommentare: 0
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Wenn


Beim Aufwachen lÀchelnd an jemand denken.
Der Kaffee schwimmt cremig und duftend in seiner Tasse.
Kein Teil des Körpers schmerzt.
Das Auto springt einfach an.
Den heißen Stein in der Sommersonne anfassen, oder eiskalten Schnee.
Ein Wort, das so wichtig ist. Von dem, der so wichtig ist.
Schokolade zerschmilzt im Mund.
Angenehmer HĂ€ndedruck und eine Stimme, die im Ohr nachklingt.
Ein Kind lacht, ein Hund lÀsst sich streicheln.
Etwas lesen, das bis zu den TrĂ€nendrĂŒsen berĂŒhrt.
Die Wintersonne schafft es, den Mantel zu durchdringen,
oder die Sommervögel singen lauter als alle GerÀusche es sind.
Eine wertvolle Erinnerung schleicht sich in die Gedanken.
Radio anmachen. Und gerade beginnt das Lieblingslied.
Kopf und Augen heben, ein tiefer Atemzug.
Beim Schuhe Anziehen findet sich der verloren geglaubte Ohrring.
Nicht fragen, wie es morgen sein wird.
Ein Blatt fĂ€llt vor die FĂŒĂŸe – und wird bemerkt.
Eine Kleinigkeit bringt herzlich zum Lachen.
Köstliches Nass gluckert durch die Kehle.
Die Beine laufen wie selbstverstÀndlich durch den Tag.
Und die lÀngst vergessene Hose passt noch.
Die Seele lĂ€sst eine Melodie ĂŒber die Lippen kommen.
Essend wahrnehmen, wie gut es schmeckt.
Einer sagt „danke“. Oder „bitte“.
Die Handcreme riecht so gut.
Nur fĂŒnf Minuten vertrĂ€umte Zeit.
Ein Unwetter ist vorbeigezogen.
Das schöne Bild da, irgendwo an der Wand.
Wind fÀhrt durch die Haare.
Kalte FĂŒĂŸe in warmes Wasser gestellt.
SpÀtabends in die Decke einkuscheln.
Mit noch einem Gedanken, der das hier fortsetzen könnte .....

Wenn
nur eines davon heute geschah,
dann
war es ein glĂŒcklicher Tag.

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Denschie
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo Christina,
dein Gedicht heißt "Wenn". Was mich wĂ€hrend des Lesens
irritiere war, dass dieses Wörtchen "wenn" sich
grammatikalisch nicht sinnvoll vor jede Zeile setzen lÀsst,
denn damit hatte ich anfangs gerechnet.
Inhaltlich schon, aber formal passt es nicht.
Damit geht ein möglicher "Clou" verloren.
Deine AufzĂ€hlungen sind wenig originell oder ĂŒberraschend.
Nun wirst du vielleicht entgegnen, dass es dir gerade
um die kleinen Freuden des Alltags ging, und nicht
um Besonderheiten. Doch von einem Gedicht erwarte ich
schon, dass es Sprache nutzt, um GefĂŒhle zu erzeugen,
und nicht mit bloßen Anspielungen auf ZustĂ€nde
aufmerksam macht, die bestechen sollen, weil sie jedem
bekannt und nachfĂŒhlbar sind.
FĂŒr mich bleibt dein Gedicht auf dieser Aussagenebene
stehen. Ich ahnte nach der HĂ€lfte schon, welche Bilder
du noch verwenden wirst.

quote:
SpÀtabends in die Decke einkuscheln.
Mit noch einem Gedanken, der das hier fortsetzen könnte .....
Hier wirst du schließlich noch witzig. Das könntest
du ausbauen. Vielleicht mehr solcher Andeutungen und
Gedankenspielereien.
Die Idee des "Wenn" finde ich nÀmlich gar nicht so
schlecht.
Viele GrĂŒĂŸe,
Denschie

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Mirko Kussin
Foren-Redakteur
Manchmal gelesener Autor

Registriert: Jun 2002

Werke: 8
Kommentare: 501
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FĂŒr mich wirkt dies wie eine Aneinanderreihung von KalendersprĂŒchen.
Sprachlich kann ich keinen durchgehenden Stil erkennen, mal sind es umgangssprachliche Formulierungen, dann heißt es in dem Text auf einmal "köstliches Nass"...
Ein Rhythmus ist auch nicht auszumachen und ein Spiel mit Sprache findet nicht statt.
Inhaltlich ist es fĂŒr mich BlĂŒmchenlyrik in Reinkultur. Nette Worte, aber wo ist die Tiefe? Wo ist die Ebene die ĂŒber den beschriebenen Sachverhalt hinausreicht?
Gruß Mirko
__________________
"I am only what you made me - I am a reflection of you"
Charles Manson

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Montgelas
???
Registriert: May 2004

Werke: 1
Kommentare: 875
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liebe christina,

um die einzigartigkeit besser zur geltung
zu bringen und das mögliche wohlgefĂŒhl
richtig zu transportieren mĂŒsstest
du dein werk unbedingt straffen, es
auf weniges konzentrieren, auch wenn
es schwer fÀllt liebgewordene bilder
zu streichen.

bertolt brecht hat das z.b. in seinem gedicht
"vergnĂŒgungen" so gemacht,
aus urheberrechtlichen grĂŒnden steht es hier :

Hier klicken


dir eine gute zeit

montgelas

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bonanza
Guest
Registriert: Not Yet

bescheidenheit ist die höchste tugend. das drĂŒckst du in
deinen zeilen gut aus.
zwar etwas realitÀtsfremd aber ein netter gedanke.

bon.

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