Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, m√ľssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5439
Themen:   92266
Momentan online:
245 Gäste und 11 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Kurzprosa
Wenn Federn Falsche tragen
Eingestellt am 12. 07. 2008 18:23


Autor
Ein neues Thema ver√∂ffentlichen.     Antwort ver√∂ffentlichen.
Leise Wege
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Jul 2008

Werke: 42
Kommentare: 464
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Leise Wege eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Noch w√§hrend sein ‚Äěich liebe Dich‚Äú ohne inneren Klang durch ihr Geh√∂r schmerzte, konnte sie das Klebrige seines Blickes auf ihren Lippen sp√ľren. Ein kalter Schauer √ľberfuhr ihre Haut bei dem blo√üen Gedanken an seine Augen, in denen Berechnung und Siegesgewissheit gl√§nzten.

Er sah sie an, w√ľrde diesmal endlich wieder eine Antwort kommen? So wie damals, als sie noch auf ihn zu gest√ľrmt war? Schnell erfasste er den Ausdruck ihres Gesichts und konnte die Wolken auf ihrer Stirn ausmachen. Wo war sie nur in ihrem Denken? Ein schaler Geschmack machte sich in seinem Mund breit, dort wo er noch fast die S√ľ√üe ihres Kusses zu schmecken glaubte.
Sind Jahre vergangen seit dem?

Jetzt stand sie da, ihr Blick glitt durch ihn hindurch, als ihre Seele Sprache zu entwickeln schien. Ganz von Innen vernahm sie die Worte, die an ihn gerichtet wurden, und doch nie von ihm verstanden w√ľrden:

Du hast alles genommen was ich Dir geben konnte, und als ob das nicht alles gewesen w√§re, hast Du mir an den Fl√ľgeln gerupft. Feder um Feder f√ľr Dich nutzen wollen, um Deinen eigenen Flug zu simulieren. Mehr war es nie, nur Simulation. Vielleicht haben sie Dir deshalb ihren Nutzen versagt.

Du h√§ttest mich lassen k√∂nnen, so wie ich war, und werden w√ľrde. Nicht immerzu versuchen sollen, mich zu √§ndern. H√§ttest Du die Zeit doch einfach genutzt, um an Dir zu arbeiten! Du h√§ttest mir nicht weh zu tun brauchen, nur um mich halten zu k√∂nnen, h√§ttest Deine Worte nicht wie Messer gegen mich richten m√ľssen. Ich liebte Dich doch, sogar mit Deinen Fehlern. Jede Wunde, die mir Deine Niedlichkeiten schnitten habe ich lange Zeit mit meinem Gef√ľhl f√ľr Dich bedeckt. Irgendwann jedoch hie√ü das Pflaster Resignation.

Du hast mich in jeder Deiner Fallen gefangen, noch ehe Du sie gestellt hattest.
Du? ‚Äď Wieso glaubst Du mich zu lieben? Kann es Liebe sein, wenn man versucht einen Menschen nur durch sich selbst einen Blick in die Welt werfen zu lassen? √úberall sind Deine Filter, in denen meine Freunde und sogar Familie h√§ngen blieben. Tja, schlie√ülich habe ich vor so vielen Jahren dieses Blatt unterschrieben ‚Äď mit Deinem Namen. F√ľr Dich ist diese Unterschrift ein Handel gewesen, die Materie geh√∂rt nun Dir. F√ľr mich aber war es ein Siegel, ich schrieb Deinen Namen reinen Herzens und in dem Glauben aneinander wachsen zu k√∂nnen. Ich konnte schlicht und einfach nicht wissen, dass Du Deine eigentliche Gr√∂√üe bereits besitzt, dass Du jeden anderen Menschen in den Dreck treten musst damit Du nicht so klein erscheinst.

So handelst Du ohne R√ľcksicht auf Verluste, forderst Deine Rechte ein. Dr√§ngst, bedr√§ngst, und es kommt Dir nicht in den Sinn auch nur einen Blick in mein Inneres werfen zu wollen. Obwohl, - meine Gedanken zu sortieren w√§re Dir wohl h√∂chst angenehm. In Deiner Geltungssucht sahst Du mich gar nicht, einzig nur im Verh√§ltnis mit Dir.

Ja, ich habe zu essen, kann mich kleiden, wohne, nur die Luft zum Atmen hast Du mir nicht gelassen. Deine Kontrolle aber, die war immer und √ľberall. Wei√üt Du, obwohl ich viele Jahre neben Dir war, zu hause k√∂nnte ich √ľberall sein, - √ľberall wo Du nicht bist. Dein Herz hat nur einen Mund, der schreit, seine Augen h√§lt es verschlossen. H√§tte ich Deinen Namen nie geschrieben, dann w√§re das was Du tust ganz einfach in einem Wort zu benennen:
Stalking!

Nein, keine Sorge ‚Äď ich hasse Dich nicht. In all Deinem Verhalten gabst Du mir mein Herz zur√ľck, Gef√ľhl f√ľr Gef√ľhl. Sicher habe ich Fehler und habe auch eine Menge davon gemacht, sogar mitten in meinem Zweifel immer wieder versucht, Dich sehen zu lassen.

Er sah, dass eine Ver√§nderung mit ihr geschah, und er hatte keinen Einfluss darauf. Sie schien ihn gar nicht wahr zu nehmen, als sie zur T√ľr ging, sie weit √∂ffnete, auf die Schwelle trat und -
lächelte!
Dann drehte sie sich nochmal kurz um und redete ihn an.

‚ÄěDu solltest Dir helfen lassen, in all Deinem Eifer nach dem Richtigen suchen: nach Dir selbst. Dann brauchst Du Dich nie wieder mit fremden Federn zu schm√ľcken! Meine wachsen nach, aber ihre Wurzeln sind so tief, dass sie f√ľr Dich unerreichbar bleiben!‚Äú

Im Wissen, dass er kein einziges Wort davon verstehen wollte, ging sie den ersten Schritt zu T√ľr hinaus. Ohne ihn. Sie atmete tief ein, zum ersten Mal seit fast vergessener Zeit war es leicht.
Sie spannte ihre Fl√ľgel...







Version vom 12. 07. 2008 18:23
Version vom 13. 07. 2008 19:37
Version vom 15. 07. 2008 19:19
Version vom 17. 07. 2008 12:09

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


MarenS
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Feb 2005

Werke: 185
Kommentare: 2033
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um MarenS eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Kleine Dinge, die mich beim Lesen störten:

Dein Erinnern schenkt Dir manchmal den Geruch ihrer Haut in Deinen Mund
nicht den Geschmack?
Du hättest sie nicht mal sagen brauchen.
Ich weiß, man muss das "Zu" nicht mehr schreiben aber es liest sich einfach besser.
hättest Deine Worte nicht zum Schneiden (zu) nehmen brauchen.

Manche Worte, die man klein schreiben sollte, schreibst du groß...ist das Absicht?
..und warum doppelt oder sind im zweiten Posting √Ąnderungen? Wenn ja, solltest du es vielleicht anmerken.

Mehr zum Text später.

Gr√ľ√üe von Maren


Bearbeiten/Löschen    


Franka
Foren-Redakteur
Routinierter Autor

Registriert: Feb 2006

Werke: 208
Kommentare: 2387
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Franka eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Hallo Leise Wege,

dein Text braucht noch eine starke Überarbeitung, MarenS hat schon darauf hingewiesen, schau bitte nach der Groß/Kleinschreibung, den teilweise unvollständigen Sätzen und auch bei der Grammatik ist noch etwas Feinschliff nötig, was schon beim Titel beginnt: "Wenn Federn Falsche tragen" ist grammatikalisch nun wirklich nicht in Ordnung.
Wenn ich deinen Text richtig lese, so ist er in Briefform gehalten, vielleicht w√§re hier eine Erz√§hlweise besser, auch eine Ichform ist ja noch m√∂glich, dann m√ľsstest du dich aber in deine Protagonistin versetzen.
Ich glaube, hier wartet noch viel Arbeit auf dich. Bin sehr gespannt auf das Ergebnis.

Lieben Gruß
Franka

Bearbeiten/Löschen    


mitis

Autorenanwärter

Registriert: May 2008

Werke: 30
Kommentare: 815
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um mitis eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

die gute story ist weitere arbeit wert!

ich schließe mich franka an, sie hat schon auf den titel hingewiesen, den ich nicht einmal verstehe...und ich glaube das liegt diesmal ausnahmsweise nicht an mir sondern an der formulierung.

ich w√ľrde auch eine erz√§hlform mit ER und SIE verwenden, das DU ist zwar vielleicht als brief oder vielleicht auch als selbstgespr√§ch gemeint, es hat aber einen viel zu anklagenden ton.

wenn du das stalking thema hineinnehmen willst, dann w√ľrde ich irgendwie einen gehetzteren, lauernderen ton versuchen zu finden - stalking ist auch eine art von sucht, von getrieben-sein, nicht so elegisch wie dein text derzeit erscheint...

zum schluss noch eine formulierung, √ľber die ich gleich am anfang gestolpert bin

quote:
Dein ‚ÄěIch liebe Dich‚Äú hat sie geh√∂rt, doch ihr Gesicht kann kein Verstehen mehr in seine Miene legen. Nur ein leichter Schatten gesellt sich zu den Wolken auf ihrer Stirn.
versuche, das was du sagen willst, knapper auszudr√ľcken. das blau markierte ist einfach mindestens um drei wortschichten zu viel...

trotzdem: bleib dran an der geschichte!

Bearbeiten/Löschen    


noel
???
Registriert: Dec 2002

Werke: 180
Kommentare: 768
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um noel eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

quote:
Du h√§ttest mich mich lassen k√∂nnen, so wie ich war, und werden w√ľrde.
der text fesselte
& doch stieß er ab.
da versucht der ich-erzähler WAHR ZU SEIN, doch lädt er alle schuld auf ein DU;
ist mir final zu einseitig,
zu uneingängig,
denn dieses stalking fußt auf einer beziehung, demnach auf einem vorangegangenem mitEinander
& demnach hatte auch das du seinen anteil.
__________________
© noel
Wir sind alle Meister/innen der Selektion und der konstruktiven Hoffnung, die man allgemein die WAHRHEIT nennt ©noel
NOEL = Eine Dosis knapp unterhalb der Toxizität, ohne erkennbare Nebenwirkung (NOEL - no observable effect level) .

Bearbeiten/Löschen    


Leise Wege
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Jul 2008

Werke: 42
Kommentare: 464
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Leise Wege eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Dein Komment hier lässt mich lächeln... fesselnd und abstoßend, ganz genau so wie die Beziehung?, die hier geschildert wird. Das von dieser, jenes von der anderen Seite.
Die Doppelung hab ich nat√ľrlich sofort weggenommen, danke.
Final einseitig, nunja zuerst war es faktisch ganz einseitig verfasst, und doch nicht. Sobald man die Ichform w√§hlt klingt es nach Schuldzuweisung, dennoch ist es im Grunde keine. Wie man im Text lesen kann, ist die Zeit der Selbszweifel vorbei, eine T√ľr geschlossen.
Eine Situation, in der weder Berechnung, noch Dominanz im Namen von falsch verstandener Liebe zugelassen wird.
In keinster Weise wird hier der Mensch verteufelt, sondern sein Verhalten in den Vordergrund gestellt, ein inneres Erkennen dessen, was nicht in Ordnung sein kann.
Mal sehen, irgendwie juckt es mich, den anderen Part auch noch zu schreiben - mal sehen, vielleicht...
:-)
Dankeschön
Lg Moni




Bearbeiten/Löschen    


Clara
Festzeitungsschreiber
Registriert: Aug 2002

Werke: 3
Kommentare: 311
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Clara eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

diesen Satz empfand ich als sehr prosaisch
w√§re, hast Du mir an den Fl√ľgeln gerupft. Feder um Feder f√ľr Dich nutzen wollen, um Deinen eigenen Flug zu simulieren.

Das ist ein Bild - dieses hätte SIE beibehalten können.

Die Wechsel eignen sich eher f√ľr einen Dialog oder die Briefform - und dann direktes ansprechen

Thematisch : nix neues

ich habe nicht die letzte √úberarbeitung gelesen - √ľbersehe die noch immer - Entschuldigung mitis
__________________
Clara

Bearbeiten/Löschen    


11 ausgeblendete Kommentare sind nur f√ľr Mitglieder und nur mit eingeschaltetem Javascript erreichbar.
Zur√ľck zu:  Kurzprosa Ein neues Thema ver√∂ffentlichen.     Antwort ver√∂ffentlichen.


Leselupe-Bücher



Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!