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Leselupe.de > Essays, Rezensionen, Kolumnen
Wenn Frauen lieben ...
Eingestellt am 12. 02. 2011 10:59


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Haremsdame
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Der Psychologieprofessorin Fiona Shaw ist mit ‚ÄěDer Honiggarten‚Äú (knaur, M√§rz 2011) ‚Äď unter anderem einem Buch √ľber das Erwachsenwerden - ein Liebesroman der besonderen Art gelungen. Obwohl der Leser schon fr√ľh ahnt, was sich im Garten der √Ąrztin, die auch Bienen z√ľchtet, anbahnt, verliert die Geschichte ihre Spannung bis zum Schluss nicht. Das liegt unter anderem am Stil der naturverbundenen Autorin. Mit eindr√ľcklichen Vergleichen beschreibt sie in ihrem zweiten in deutscher Sprache erschienenen Buch (das erste ist eine psychologische Abhandlung √ľber eine Kindbettsdepression mit dem Titel ‚ÄěZeit der Dunkelheit‚Äú) die Landschaft und die Menschen im pr√ľden England kurz nach dem zweiten Weltkrieg.

Da hing ein "grauer Himmel tief √ľber der Stadt, als w√§re er mit W√§scheklammern an den H√ľgeln im Westen befestigt". Die Haus√§rztin Jean "wusste, dass mit jedem Mann und jeder Frau, die sie aufsuchten, ihre Taschen abstellten, den Hut abnahmen, den Mantel auszogen und auf dem braunen, mit Polstern√§geln beschlagenen Stuhl im Behandlungszimmer Platz nahmen, ein ganzes Leben, ein menschliches Schicksal, hereinkam." Eines Tages kam der zehnj√§hrige Charlie mit seinem Vater herein und stellte ihre Welt auf den Kopf. Endlich hatte sie jemanden, mit dem sie ihr Hobby, das Imkern, teilen konnte. W√§hrenddessen "tropfte die Trauer (seiner Mutter) in das Kartoffelwasser und auf die W√ľrste." Etwas sp√§ter erlebt der Leser mit, wie Charlie mit seinem geliebten Segelboot seine unbek√ľmmerte Kindheit davon schwimmen l√§sst und die vom Vater verlassene Mutter wieder Lebensfreude entwickelt.

Auch wenn die Geschichte wenige Seiten vor Ende des Buches eine ziemlich unglaubw√ľrdige Wendung nimmt, lohnt sich das Lesen durchaus. Unter anderem, weil es in l√§ngst vergangene Zeiten eintauchen l√§sst (heute lebt es sich viel leichter, weil die Menschen viel toleranter sind) und Gef√ľhle nachvollziehbar macht, √ľber die ein Durchschnittsb√ľrger wohl kaum nachdenkt.

Mir fiel es schwer, das Buch aus der Hand zu legen.
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Version vom 12. 02. 2011 10:59

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jon
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Gern gelesen (also die Rezi jezt). Aber:

Was ist so erstaunlich, unerhört oder unbedingt wissenswert am letzten Satz, dass er ein Ausrufezeichen bekommen muss?

Die √úberschrift deutet darauf hin, dass die √Ąrztin lesbisch ist und im ersten Satz steht was von Liebesroman. Au√üerdem "geht" im Garten "was vor" - offenbar ein Romanze. Die einzige Beziehung, von der gesprochen wird, ist aber die zu einem 10j√§hrigen Jungen. Sehr irritierend und "un-lockend".
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Es ist nicht wichtig, was man mitbringt, sondern was man dalässt (Klaus Klages)

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Haremsdame
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Hallo Jon,

es ist schon hilfreich, mal eine unparteiische Meinung zu einer Rezension zu bekommen. Sonst weiß ich ja gar nicht, wie sie auf "unbedarfte" Leser wirkt.

Jetzt habe ich mir extra ein paar Tage Zeit gelassen, aber ich komme nicht weiter. Sicher k√∂nnte ich schreiben, dass sich die Mutter des Jungen und die √Ąrztin n√§her kommen,aber der Haupttenor liegt auf der Sichtweise des Jungen. W√§re es besser, die lesbische Liebe ganz au√üen vor zu lassen? Schlie√ülich ist es ja nicht unbedingt ein "lesbischer Roman".

Meine Überlegung: die Überschrift in "Entwicklungen" oder etwas ähnliches zu verändern und aus dem letzten Satz die lesbische Liebe streichen. Was meinst Du?

fragt die Haremsdame

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jon
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Hallo Haremsdame,

ich hab mir das mal mit diesen √Ąnderungen vorgestellt: F√ľr mich f√ľhlt sich das nicht wie die perfekte L√∂sung an.

Ich glaube, ein Satz, der sagt, dass die Frauen sich begegnen, muss noch rein. Irgendwo vor oder nach (oder statt) dem(des) Segelboot-Satz(es) etwas in der Art von "Woher diese Trauer r√ľhrte, erschloss sich mit jeder Begegnung der beiden Frauen ein wenig mehr." (Nicht wirklich gut, dieser Satz. Etwas mit diesem Inhalt eben.)

Was mir an deinen Ideen gef√§llt, ist die Aufhebung der Einschr√§nkung ‚Äď auch wenn damals lesbische Liebe sicher ein besonderer "Fauxpas" war, trifft das Grundproblem (unerlaubt!) sicher auch auf viele andere Konstellationen zu.
Ich kenne das Buch nicht ‚Äď kann es sein, dass die Mutter auch aus Liebe zu ihrem Sohn den "Befreiungsschlag" so lange nicht wagte? Vielleicht gibt es auch eine "liebevolle Zuneigung" zu ihrem Mann? Vielleicht w√§re dann die √úberschrift "Wenn Frauen lieben" passend?

Diese √úberlegungen (das "lesbisch" entfernen?) sind mit noch etwas gekoppelt: F√ľr mich klingt deine Rezi, als sei es ein generell interessantes Buch. Wenn es allerdings vor allem f√ľr Lesben interessant ist (Hetero-Frauen gewisserma√üen nur beschr√§nkt verstehen, was in den Figuren vorgeht) oder du es vo allem lesbischen Frauen oder an dieser Problematik Interessierten ans Herz legen willst, dann sollte die Festmachung bleiben.

Sch√∂nes Wochenende w√ľnsch ich schon mal!
jon


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Danke, Jon, f√ľr Deine Einsch√§tzung.
Ich habe die Rezension noch einmal geringf√ľgig ver√§ndert und m√∂chte Dich bitten, die √úberschrift in "Wenn Frauen lieben..." zu ver√§ndern. Denn die Entwicklung der lesbischen Liebe ist so dezent beschrieben, dass jeder Ahnungslose miterleben kann, wie sie (in diesem speziellen Fall) entstand. Das Ganze ist ein Buch f√ľr Menschen mit einem gro√üen Herzen und in meinen Augen keine spezielle Lesbenliteratur.
Auch Dir ein schönes Wochenende
w√ľnscht die Haremsdame
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