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Leselupe.de > Essays, Rezensionen, Kolumnen
Wenn Lukas haut - ein hilfreiches Buch für alle LehrerInnen
Eingestellt am 15. 11. 2011 11:25


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Winfried Stanzick
Routinierter Autor
Registriert: Aug 2011

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Rezension zu:

Anton Hergenhan, Wenn Lukas haut, Carl Auer 2011, ISBN 978-3-89670-807-6


Wie so viele andere Titel aus dem Carl Auer Verlag in Heidelberg richtet sich das hier vorliegende Buch, das anhand von Praxisbeispielen in das systemische Coaching von Eltern aggressiver Kinder einführt, vornehmlich an Therapeuten und Menschen, die professionell in der Beratung tätig sind, und kann doch auch von Laien, die mit dem jeweiligen Thema befasst sind, gewinnbringend gelesen und rezipiert werden.

Lehrer etwa und andere an Schulen tätige Menschen werden in diesem Buch viele Erklärungen und Anregungen für konkretes Handeln finden zu einem Phänomen, das in den letzten Jahren die Schule oft an den Rand ihrer Leistungsfähigkeit bringt. Immer mehr Schüler und auch Schülerinnen bringen eine Form der Aggressivität mit in die Schule, die andere Schüler bedroht und das Lehrpersonal hilflos macht.

Lehrer, aber auch Eltern, die sich als Unterstützer der Lehrer engagieren wollen, erfahren in diesem Buch, wie man Eltern aggressiver Kinder für die Zusammenarbeit gewinnt, wie man ihr negatives Selbstbild Stück für Stück verändern kann und wie die Eltern irgendwann selbst zu eigenständigen Gestaltern von Lösungen werden.

Wieder einmal zeigt sich, wie der systemische Ansatz, dem sich der Carl Auer Verlag verpflichtet weiß und den er seit langen Jahren durch Publikationen unterstützt, eine nichtideologische, lösungsorientierte und relativ kurzfristig wirkende Intervention bei zunächst für unlösbar gehaltenen Konflikten oder Phänomenen darstellt.

Das hier präsentierte Elterncoaching lebt von sechs grundlegenden Kriterien, die jede Lehrerin und jeder Lehrer zu seinen eigenen machen sollte:

Persönliche Präsenz
Wir spiegeln und suchen Anschluss an die Erlebniswelt der Eltern. Ihre Gedanken, Bilder und Geschichten nehmen wir auf.

Gesprächsführung und Respekt
Wir führen Gespräche nur im ausdrücklichen Respekt vor der Erfahrungsgeschichte der Eltern und ihrer Verantwortlichkeit.

Ausdrückliche Identifikation der Ressourcen, der Fähigkeit
Wir teilen Eltern mit, was wir im Gespräch mit ihnen positiv erleben, und benennen konkret ihre Kompetenzen und Ressourcen.

Positive Beachtung des Symptoms
Im Widerstand der Eltern gegen die Zusammenarbeit und ihrem Streit liegt Sinnvolles. Dieses Sinnvolle interessiert uns.

Lösungsentwurf der Eltern
Wir vertrauen darauf, dass Eltern ihre Kinder sehr gut kennen. Darum halten wir Eltern für lösungskreativ.

Einbau des elterlichen Bezugsystems
Wir ermutigen Eltern zum kooperativen Kontakt mit hilfsbreiten Personen aus ihrem Umfeld


Kriterien sind das, die für jegliche Arbeit mit Eltern gelten sollten, auch wenn das Problem ein anderes ist als die Aggressivität der Kinder.





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