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Leselupe.de > Gereimtes
Wenn die Seele trauert
Eingestellt am 22. 04. 2005 09:33


Autor
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Brouns
Festzeitungsschreiber
Registriert: Mar 2005

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Wenn die Seele trauert

Nach allem was mit mir geschehen, kann ich schlecht nach vorne sehen.
Ich kann nicht leben, kann nicht lieben, wie hat man mich dorthin getrieben?
Ich m├Âchte denken, m├Âchte raten, wie ich bin hierhin geraten.
Ich kann mich gut an alles erinnern, oft war es ein Weinen, oft war es ein Wimmern.

Man(n) hat mich getreten, Man(n) hat mich geschunden, ich habe den Weg nicht raus gefunden.
Es fing schon in meiner Kindheit an, hatte keinen Vater, hing trotzdem dran.
Sp├Ąter wollte ich ihn sehen, ihn kennen lernen,
ich wollte ihn fragen, wollte alles wissen,
doch das Treffen endete beschissen.

Was seine Frau ihm geben sollte, dass war es was er von mir wollte,
ich habÔÇÖ mich gewehrt, ich hab ihn getreten,
ich hatte die Kraft nicht, fing an zu Beten.
Ich w├╝nschte das es nur ein Alptraum war, doch als ich die Augen ├Âffnete, war er noch da.

Ich konnte mit niemand dr├╝ber reden, wollte mir die Schmach nicht geben.
Wollte niemandem sagen dass ich die Tochter bin von einem Schwein,
ich wollte schweigen, nur mein Inneres musste schreien.

Es ist lange her, doch schmerzen tut es heutÔÇÖ noch sehr,
f├╝hle den Schmerz noch am ganzen K├Ârper,
f├╝hle ihn noch auf der Seele mein.
Wie konnte es passieren, wie konnte das sein?

Dann wollte ich Liebe, wollte ich leben, dachte mein Mann w├╝rde mir alles geben.
Das tat er auch in den ersten Jahren, ich glaubte mir k├Ânnte nichts widerfahren.
Ich mir seiner Liebe so sicher war, merkte ich nicht was wirklich geschah.
Er hat mich belogen, er hat mich betrogen, er hat meine Seele ausgezogen.

Er hat mir den Glauben am ICH genommen, bin lange nicht dahinter gekommen.
Ich f├╝hlte mich h├Ąsslich, ich f├╝hlte mich alt, ich f├╝hlte mich leer und ich f├╝hlte mich kalt.
Ich hatte verloren, suchte neuen Halt.
Ich hatte mich v├Âllig aufgegeben musste mich neu auf die Beine heben.

Ich hab ihn verlassen, ich bin gegangen, habe noch einmal neu angefangen.
Habe mich etwas hoch gerafft, doch ganz hab ich es nicht geschafft.
Ich ging einen Schritt nach vorne und zwei zur├╝ck,
ich glaubte fest ich habe kein Gl├╝ck.

Das Gl├╝ck hat mich irgendwann ganz verlassen ich fing an mich selbst zu hassen.
Ich habe mich verschlossen, ich hab mich vergraben, wollte niemanden um mich haben.
Ich konnte einfach nicht aus meiner Haut, hab mich an nichts mehr rangetraut.
Aus meiner fr├╝heren Fr├Âhlichkeit wurde nur noch Bitterkeit.

Ich war entt├Ąuscht von Leben, war verbittert. Manchmal habe ich um mein Leben gezittert.
Fast h├Ątte ich mir etwas angetan, doch etwas hinderte mich daran.
Ich habe meine Kinder geboren, doch haben sie mir mein Leben geschenkt.
War ich kurz vor dem Abgrund, haben sie mich abgelenkt.

Sie geben mir Kraft, sie geben mir Halt, sie geben mir Liebe und doch ist mir kalt.
Ich muss f├╝r uns k├Ąmpfen, ich muss etwas tun, da muss ich durch, meine Seele muss ruhÔÇÖn.
Ich muss den Frieden mit mir finden, erst dann kann ich mein Herz neu binden.
Ich m├Âchte Leben, Liebe, Lachen, m├Âchte wieder Sp├Ą├če machen, Dinge die mich gl├╝cklich machen.

Will fliegen ├╝ber dem Horizont, drum mache ich mich an die Front.
Ich wei├č es wird ein schwieriges Gefecht doch bin ich mir sicher ich habe das Recht.
Das Recht auf Liebe, dass Recht auf dich und du du hast das Recht auf mich.
Denn deine Liebe macht mich stark, wie ich es kaum zu erahnen vermag.

Doch denke ich, dass ich auf diesem Weg viele Steine finde, hoffe dass ich sie ├╝berwinde.
Versuche dich nicht zu verletzen, dir keine Tritte mehr zu versetzen.
Ich werde viel an dich denken, doch kann ich dir nicht DIE Liebe schenken,
die Liebe die man Liebe nennt, die Liebe, wie man Liebe kennt.










__________________
Der Mensch ist soweit frei,als er reif ist. (Lotte Nadler)

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Reh
???
Registriert: Jan 2005

Werke: 5
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Wenn die Seele trauert


Hallo Brouns,

beim Lesen Deiner Geschichte kamen mir die Tr├Ąnen.
Ein f├╝rchterliches Schicksal, das Du da beschreibst.
Leider passieren diese schrecklichen ├ťbergriffe immer wieder. Die Betroffenen schweigen, wie Du sagst, oft aus Scham und leiden ein Leben lang seelische Qualen.

Recht liebe Gr├╝├če und alles Gute f├╝r Dich

Juliane

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Sunny Rose
Autorenanw├Ąrter
Registriert: Mar 2005

Werke: 51
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Liebe Ellen,
ich freue mich ├╝ber deinen Mut das Schweigen zu brechen und dar├╝ber zu schreiben wie du dich f├╝hlst. Ich kenne dieses Gef├╝hl und der erste wichtige Schritt ist dar├╝ber zu sprechen oder zu schreiben.

Viele liebe Gr├╝├če
Sunny Rose

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Brouns
Festzeitungsschreiber
Registriert: Mar 2005

Werke: 4
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Liebe Juliane und Sunny Rose,
es ist sch├Ân das ihr das Werk so hoch honoriert,Danke.
Ich habe es schon vor 4 Jahren geschrieben. Heute geht es mir RICHTIG gut. Deshalb kann ich es jetzt sogar ├Âffentlich machen.
Man darf nie aufh├Âren das Leben zu lieben!
Lieben Gru├č Ellen
__________________
Der Mensch ist soweit frei,als er reif ist. (Lotte Nadler)

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