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Leselupe.de > Gereimtes
Wenn die Sonne untergeht beginnt nicht immer die Nacht.
Eingestellt am 19. 02. 2002 18:07


Autor
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Botschafter
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Apr 2001

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Wenn die Sonne untergeht beginnt nicht immer die Nacht. Manchmal ist es der Winter, der Einzug h├Ąlt. Scheinbar ohne Ende. Grenzenlos die eisige Weite. Nebelst├╝rme toben, Schneegewitter jagen einander durch das Jammertal meines Lebens. Was lebte, ist erfroren, was liebte erstarrt. Dann wieder Tage mit klarer Sicht, doch ich erkenne nichts, als kahle Ein├Âde. Ich gehe ├╝ber eisige Dornenfelder, h├Âre mein Herz schlagen. H├Âre, wie es lebt, irgendwo tief in mir. Wenn der Wind leise weht und die K├Ąlte ertr├Ąglicher wird, f├╝hle ich, wie das Blut durch meinen K├Ârper fliesst. Ich lebe noch. Aber diese Momente w├Ąhren nur kurz. Zu schnell fegen wieder nachtkalte Gewalten ├╝ber mich hinweg, zerren an meiner Haut, meinen Haaren, bis ich deinen Namen schreie. Dann lassen sie ab von mir, sie haben ihr Ziel erreicht. Ich erinnere mich. Es schmerzt. In diesen kurzen Augenblicken f├╝hle ich die K├Ąlte nicht mehr. Dann scheint der Himmel wieder blau, wie er fr├╝her war. Nur ein Wimpernschlag istÔÇÖs, in dem ich freier bin. Genug zum Hoffen, zu wenig zum Glauben. Schwer ist es, nicht nur zu glauben, was man sieht und f├╝hlt. In solchen Zeiten ist es leicht nur Eis zu sehen und K├Ąlte zu f├╝hlen.
Draussen zerrt die Einsamkeit am Fundament meines Lebens. Ich sitze am Ofen, lasse mich w├Ąrmen von den verbrennenden Erinnerungen an dich.
Tief in mir, unerreicht von Winterteufeln lebt ein Funken Hoffnung weiter und tr├Ąumt vom Tag, an dem meine Sonne wieder am Himmel steht.

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Sanne Benz
Guest
Registriert: Not Yet

mmmhh..gef├Ąllt mir gut..genauso w├╝rde ich es auch schreiben:-)
(klitzekleinigkeit doch:ALLES was lebt..naja,manches h├Ąlt winterschlaf,selbst blumenzwiebeln etc..aber egal)
lG
sanne

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Botschafter
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Apr 2001

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Hallo Sanne

Danke f├╝r deinen Zuspruch.

Du hast nat├╝rlich recht, dass vieles in der K├Ąlte weiterlebt. In Phasen, in welchen nicht alles so l├Ąuft, wie man es sich w├╝nscht, darf meiner Meinung nach diese objektive Sichtweise aber durchaus die zweite Geige spielen. Es scheint halt in schwereren Situationen oft so, dass man die Welt ganz anders (subjektiver) wahrnimmt.

Trotzdem ist es nat├╝rlich ein sch├Âner Gedanke, wenn man daran glauben kann, dass die Dinge nur ruhen und auf den Fr├╝hling warten, um zu wachsen.

Botschafter (der den Fr├╝hling herbeisehnt)

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Sanne Benz
Guest
Registriert: Not Yet

ja du,da hast schon recht..
und ich denke:
in des Winters Erde schlummert der Hoffnung Same..
lG
sanne

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