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Leselupe.de > Gereimtes
Wenn ich an Sie denke
Eingestellt am 05. 04. 2006 05:08


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hera dam
Schriftsteller-Lehrling
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Wenn ich an Sie denke ...

Wenn ich an Sie denke ... (2)
(mit einer Reminiszenz an Jandl)

Wenn ich an sie denke, schwebt mein Boot
leise ĂĽber Wasserfluten. Land
in Sicht: ein Strand, der blendet. Mit der Hand
schirm ich mich, steh im Morgenrot.

Sie, die rote, duft’ge Tulpe, steht
in einer Vase, hellgelb das Gefieder,
umrahmend jedes BlĂĽtenblatt; ihre Glieder
Duft und Stängelblätter! - Der Knollen, im Beet,

gestutzt verkĂĽndet, wiederholt, vom Daneben.
Im Frühling spriesst die Liebe, das Leben. Eben –
Wie kommts, weh, ich kappte sie, liebe Frau.

Stiess auch um die Blumenvase, auau!
Sie bluten gewesene Frrrrrau in der Au.
Frrrrrrrrrrrrauauau, tut das weh – das Liebesleben.

__________________
hera dam©

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Regenzauber
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Hebungen gibt es und Senkungen auch, manchmal!

Ob Jandl ein Dichter war, wird von seiner Frau bejaht, und fleiĂźig wird er hochgelobt, weil dies so Mode. Da man mich aber nicht um meine Ansicht fragt, und wenn ich diese gebe, kaum beachtet noch bezahlt, halt ich es so, wie Rosendorfer ĂĽber Malerei gern plaudert, von der er sagt, so es die jetzt Moderne ist, dass man in weniger als drei Centurien die Namen jener heute so Gelobten sicher nicht mehr kennt.

Skurille Verse ĂĽben ihre Reize leicht an mir, da ich mein Ohr und meine Neigung ihnen stets bezeige, wo immer ich sie treffe und gaudire (falls dies als Sprachentgleisung, sprich -verfremdung unserer multi-kulti-sozi Politik genehm). Doch wenn ich dann Sonettenzuschnitt mit gerappter Metrik sehe, verlischt mein heiĂźer Eifer und ich frage nur "Warum?"

Werd ich, der Leser, hier mit Absicht provoziert, so fände ich es weise, wenn man mir sagte, wo ich lachen sollte und wo staunen. Auch mich belehren ließe ich mich gerne, wie man den Holperrhythmus mit der Theorie vermählt.
__________________
Regenzauber

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flammarion
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auau,

ich las dein "Gedicht"
auauauauau - schmerz, lass nach!
__________________
Old Icke

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hera dam
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quote:
Werd ich, der Leser, hier mit Absicht provoziert, so fände ich es weise, wenn man mir sagte, wo ich lachen sollte und wo staunen. Auch mich belehren ließe ich mich gerne, wie man den Holperrhythmus mit der Theorie vermählt.

Hallo Regenzauber, danke fĂĽr Deinen kritischen Kommentar.

Wenn ich die Sonett Form wähle, dann schon auch, weil ich trotz der skurrilen Sprache, etwas dabei denke, Gedanken vermitteln will, Gedanken anregen will. (Hebbel ist mein Vorbild bezüglich der Absicht).

Sonette eignen sich vorzüglich, sich prägnant, kurz und gehalten auszudrücken. Als Kind meiner Zeit dichte ich allerdings provozierend in Sprache, Ton und verkompliziere es (hier) mit einem Nebengedanken, der ursächlich zum Gedicht führte und mit einer evidenten "Tulpe"*, die nur scheinbar Hauptsache ist. Ausserdem liegt mir viel daran, auch klanglich attraktiv zu schreiben (Sprachgestaltung ist mein Beruf).

Ein Gedicht, das auf den ersten Blick schon alles sagt, langweilt mich.

hera dam

* im norddt. Raum (Jugendsprache) auch disqualifizierend gemeint.
__________________
hera dam©

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flammarion
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und

eine leserschaft, die deine werke nicht versteht, ist nicht langweilig?
fragend guckt
__________________
Old Icke

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hera dam
Schriftsteller-Lehrling
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nicht versteht?

deine Frage möchte ich nict leictfertig abtun - so lange ich aber nicht anders mich auszudrücken imstande bin und mir auch über anderer Leute Gedichte Gedanken mache und diese wieder und wieder lese, wenn mich ein Gedicht manchmal unerklärlich anzieht, wage ich es - nicht immer verstanden zu werden.

Wenn es natĂĽrlich nur abschreckt - und gerade deshalb verwende ich eigentlich Humor - in diesem Gedicht habe ich den Klang (Imitation von Jandels Sprechen eines lang betonten R) und das Nachbluten der Schnittblumen, der Knollen eingesetzt.

Gestutzte und Gekappte bluten nun mal wenns passiert, und dem "Daneben" das seinen Grund nicht mehr hat, blutet vor lauter Fremdsein das Herz, oder nicht. Wieviele einsame Herzen bluten im Frühling. Wieviele geben sich den Exzessen der erwachenden Trieblebens gerne hin. Wo ist die Grenze zwischen Fremdsein und Zusammenfinden. Hast Du eine Garantie dafür, dass dich das Fremdfühlen nicht plötzlich überfällt? z.Bsp. auch beim Lesen des Gedichtes, beim Hören des Gedichtes eines anderen, in einem Liebesakt?

Wie soll ich's erklären - so doch nur die Poesie nicht schulmeistert.

hera dam
__________________
hera dam©

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bonanza
Guest
Registriert: Not Yet

frrrrrauauauauau - gefällt mir. das andere etwas rätselhaft.
bestimmt speziell.

bon.

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