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Leselupe.de > Ungereimtes
Wenn ich dich fühle
Eingestellt am 07. 08. 2007 20:12


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Vera-Lena
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Wenn ich dich fühle

Immer ist Licht
in deinen Augen
so hell,
dass ich die Farbe
nicht erkennen kann;
freue dich, sagt dein Blick,
weil ich mich an dir freue,
und mein Blut
durchjagt mich,
drängt zu dir hin,
aber mehr Nähe ist nicht,
als dass mein Puls
versucht,
mit dem deinen
zu schlagen,
und ein Haus ist nicht,
und kein Band,
und kein Zeitsein,
ein Fließen ist,
Weite
und
Entzücken.






__________________
Der Mensch ist sich selbst das größte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

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Perry
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Hallo Vera-Lena,
es ist ein unerfülltes Hingezogensein, das du hier in gut nachvollziehbaren Bildern gemalt hast. Lediglich das Entzücken am Schluss will mir nicht so Recht munden, außer es hat vielleicht einen religiösen Aspekt. Gern gelesen!
LG
Manfred

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Vera-Lena
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Schau, schau, lieber Perry,

na das freut mich aber, dass Du den religiösen Aspekt herausgefunden hast.

Ich denke allerdings, dass man den Text auch ohne diesen Aspekt als schlüssig empfinden kann, denn das, was man so landläufig als platonische Liebe bezeichnet, ist auch immer von Entzücken begleitet. Entzücktsein spielt sich auf geistig-psychischer Ebene ab. So sehe ich das jedenfalls. Selbst eine Mutter ist entzückt von ihrem kleinen Kind.

Danke für Deine Rückmeldung!

Liebe Grüße von Vera-Lena
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Venus
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Liebe Vera-Lena,

eine Hommage an die Liebe, an das, was wir lieben ohne es zu halten. An das was uns berührt ohne gehalten zu sein.
Beinahe will ich meinen, dass mein Blick zur Sonne hin will. Sekunden im Garten wollen sein, wenn nur Frieden und Glück ist. Wenn alles gut (und das Kreuz erst morgen weh tut). Wenn der Duft einer Blume die Stimme stumm und wertlos macht. Wenn ich weiß, dass ich immer noch liebe. Immer noch. Und ewig.
Wenn Zeit ist -

Das ist so gradlinig wie die Spur deiner aneinandergereihten Silben. Ich mag es sehr. Es geht direkt ins dorthin...

Danke!
Gabriele

__________________
den wind im rücken, sterb ich mich ein
in den großpassat -
und lebe erst recht

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Venus
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Gestatte mir kurz,
dir zu widersprechen A.D.

Das ist Lyrik und nicht Prosa.

Lyirk denkt hinter dem Sprechen und spricht innerhalb der Gedanken. Lyrik ist auch neuer Wortschatz, ohne Kommata, ohne Semikolon, wenn man so will.

Soviele unterschiedliche Formen gestatten soviel mehr. Wenn man Lyrik in ihrer Gesamtheit sieht.
Sehen will.

Man muß nicht schreiben wie man spricht. Man darf.
Man darf aber auch schreiben wie man denkt.
Und Gedanken, lieber A.D. sind frei - solange sie innerhalb der Lyrik, deren (rechtmäßige) Form nicht kratzen.

Recht herzlich,
Gabriele
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Andere Dimension
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hallo venus

natürlich gestatte ich dir zu widersprechen...auch davon lebt ein solches forum und wenn alle gleicher meinung sind...dann wird das auf dauer ganz schön langweilig.
selbstverständlich gibt einem die lyrik viele freiheiten und in der poesie noch so viele mehr. was die interpunktion betrifft...da bin ich nicht ganz deiner meinung; wenn interpunktion...dann möglichst richtig...falls keine interpunktion...dann bitte auch konsequent ohne.

Immer ist Licht
in deinen Augen
so hell,
dass ich die Farbe
nicht erkennen kann;


...ist definitiv kein satz(keine aussage) den (die) man so durchgehen lassen kann.

viele grüße
a.d.

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Vera-Lena
Routinierter Autor
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Liebe Andere Dimension,

Jetzt mal den ersten Satz in Prosa:

Immer ist das Licht in deinen Augen so hell, dass ich die Farbe nicht erkennen kann.

Was habe ich nun gemacht? Ich habe nur den Artikel vor "Licht" herausgenommen und den Satz ein ganz klein wenig umgestellt. Das sind legitime Mittel der Lyrik.

Nun will ich aber erklären, was dieser Satz bedeutet:

Aus den Augen des Menschen strahlt bekanntlich seine Seele heraus. Um dieses Phänomen geht es mir. Ich wollte keine physische Wahrheit beschreiben, sondern eine psychische.

Das Lyri ist jedesmal hin und weg, wenn es von diesem Menschen angeschaut wird, weil das Licht seiner Liebe so strahlend ist, dass sich das Lyri komplett überwältigt fühlt. Im Nachhinein sagt es sich, welche Farbe haben die Augen dieses Menschen eigentlich? Und es weiß die Antwort nicht. Nun nimmt es sich vor, beim nächsten Mal auf die Augenfarbe zu achten, aber es klappt wieder nicht, denn wieder fühlt es sich vollständig im Innersten erschüttert.

Siehst Du, so viele Worte habe ich gebraucht, um das zu erklären, aber Lyrik kommt mit ganz wenigen Wörtern aus und hat zudem noch den Effekt, dass jeder Leser etwas Anderes in den Wörtern finden kann.

Ich danke Dir für Deine Hinweise und ich freue mich auch sehr, dass Dich der Text insgesamt anspricht.

Liebe Grüße
Vera-Lena


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