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Leselupe.de > Erz├Ąhlungen
Wenn ich schon mal Fenster putze
Eingestellt am 18. 04. 2001 09:18


Autor
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G├Ąnsebl├╝mchen
Hobbydichter
Registriert: Apr 2001

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Wenn ich schon die mal Fenster putze
oder Chaos pur

Meine Familie geht nach dem Fr├╝hst├╝ck ihrer Wege und ich such mir schnell vor dem Duschen das Fensterputzzeug zusammen, um schon mal mit dem Wohnzimmer zu beginnen.
Ach ja, eben vorher noch die Kaninchen f├╝ttern, durchknuddeln, sie ins Freigehege setzen und ein bischen beobachten......
Was wollte ich noch gerade? Ach ja, die Fenster!
Also, wieder ins Haus und die Fensterb├Ąnke abr├Ąumen.
Oh je, sehen die Orchideen traurig aus. Die kommen erst mal ins Bad und werden z├Ąrtlich aber gr├╝ndlich abgeduscht; w├Ąhrend ich mich mit jeder von ihnen unterhalte. Denn schlie├člich kenne ich sie alle ganz genau und alle haben so ihre speziellen Vorlieben und Macken.
Als ich sie in ihre ├ťbert├Âpfe zur├╝ckstellen will, f├Ąllt mir auf ,da├č diese auch mal eine Grundreinigung n├Âtig haben und ich beginne damit, sie abzuwaschen, die Orchideen wieder in die entsprechenden T├Âpfe zu verfrachten und erst mal irgendwo im Haus zwischenzulagern, bis sie wieder auf ihre alten Pl├Ątze zur├╝ck k├Ânnen.
So, das war┬┤s dann!
Nun erst mal ┬┤ne Zigarette, ach ja und mal eben Ingi anrufen, um mich zu erkundigen, wie es ihr inzwischen geht und noch ┬┤ne Zigarette und dann die Fenster.
Da liegen aber noch die Rosenquarze und Bergkristalle verstaubt auf den Fensterb├Ąnken und machen wirklich einen traurigen Eindruck und mir ein schlechtes Gewissen. Wann habe ich die noch zum letzten mal entladen und in die Sonne gelegt, damit sie wieder neue Energie tanken k├Ânnen? Also, das ist mal dringend wieder notwendig und los geht┬┤s.....
Dann wieder eine Zigarette auf der Terrasse und dabei ein bischen Kaninchen beobachten.
Aber nun endg├╝ltig zu den Fenstern!
Wie die Gardinen schon wieder aussehen, iiiiiiiiiiiiihhhhhhhhhhh gittttttttt !!!!!!
Abnehmen, in den Keller bringen und mit Waschen beginnen ......
Doch nun die Fenster....................................................endlich, die sind jetzt ok. *seufz*
...und wieder eine Zigarette. Ja und die Mineralien hatten jetzt genug Sonne, das m├╝├čte reichen.
Gut, Orchideen einsammeln, Mineralien dazwischen auf den Fensterb├Ąnken platzieren und die ersten Gardinen aufh├Ąngen. Oh je, der Helmut, eine riesige Aloe, die mir mal ein Kollege meines Mannes namens Helmut vor seinem Umzug nach Berlin vermacht hat, mu├č dringend umgetopft werden. Wieder in den Garten, gro├če Umtopfaktion, da mir inzwischen noch einige Pflanzen zus├Ątzlich eingefallen sind, die das n├Âtig haben und da klingelt es. Klar, der ├älteste hat Schule aus.
"Hi Gro├čer wie war dein Tag? Kannst du Dir heute ausnahmsweise (zum dritten mal in den letzten zwei Wochen) mal eine Pizza holen? Geld liegt in der Handtasche auf dem K├╝chenstuhl. Danke Schatz!"
So, das jedenfalls w├Ąre schon mal gekl├Ąrt; erst mal eine rauchen.....
Inzwischen dr├Âhnt das fordernde Tuten von Emma, der Waschmaschine, durch┬┤s Haus, die n├Ąchste Gardine ist fertig. Na gut, wenn┬┤s denn sein mu├č.....
Wenn die dritte Gardine sauber ist, w├Ąre das Wohnzimmer ja so weit fertig aber so lange k├Ânnte ich ja noch die M├Âbel dort abstauben. Oder poliere ich sie gleich? N├Âtig h├Ątten sie es.
Na dann......
Oh, da klingelt es schon wieder, wird wohl Bienchen sein. Ich seufze erleichtert, denn das ist eine gute Gelegenheit f├╝r eine frische Tasse Tee.
N├Â, nix die nette Biene, es ist eine Nachbarin:
"Du SU, ich wollte nur Bescheid sagen, Robby ist bei uns im Garten und fri├čt die Blumen."
Immer das selbe, dieser schlitzohrige Ausrei├čer! Und wieso mu├č er immer die Blumen der Nachbarn fressen? Wir haben doch wirklich genug eigene.
Es beginnt eine Kaninchenwiedereinfangaktion, bei der die ganze Stra├če auf ihre Kosten kommt .Alle sind sie pl├Âtzlich auf wundersame Weise versammelt und am├╝sieren sich k├Âstlich, denn mein allerliebster Lieblingsrobby l├Ą├čt mich immer nur genau 1 1/2 m an sich dran kommen.
Gott, ist mir das alles peinlich und als ich schon schwei├čgebadet das Handtuch werfen will, hoppelt er in Seelenruhe in unseren Garten zur├╝ck und legt sich gen├╝├člich in seine Sandkuhle. Von dort aus l├Ą├čt er sich gl├╝cklich wieder in die Arme schlie├čen, kuschelt sich zuckers├╝├č an und schl├Ąft m├╝de aber gl├╝cklich ein. Ich geb┬┤s auf, f├╝ge mich in mein Schicksal und setzte mich so lange mit ihm auf die Terrasse, bis er ausgeschlafen hat.
Wieder klingelt es, Sohn Zwei kommt aus der Schule, schmei├čt den Ranzen in die Ecke und schreit:
"Frauen sind alle doof!" Aha, Josefine hat also mal wieder mit ihm Schlu├č gemacht, alles klar.
"Ne S├Âhnchen, nicht alle, das kannst du so nicht sagen," versuche ich das weibliche Geschlecht zu verteidigen.
Antwort: "Nein, du nicht, du bist ja aber auch keine Frau, du bist eine Mama."
-entz├╝ckend diese Logik.
Wie gut, da├č er mich daran erinnert hat, denn Mamas sorgen f├╝r ein ordentliches Wohnzimmer, damit es die Kinder wieder zum Fernsehen in Beschlag nehmen k├Ânnen.
Gardine Nummer Drei heischt schon ungeduldig nach Aufmerksamkeit und wird sofort an Ort und Stelle geh├Ąngt.
Irgendwie sieht das Zimmer immer noch erschreckend chaotisch aus, weil die ganzen Putzutensilien ├╝berall verstreut rumliegen. Ach was, da will ich mir jetzt keinen Kopf drum machen, die werfe ich erst mal in die Badewanne (wo sie dann auch f├╝r mehrere Tage bleiben).
Irgendwie bin ich aber noch nicht zufrieden, bevor das Parkett gebohnert und die Polsterm├Âbel abgesaugt sind. W├Ąhrend dieser Aktion kommt mein Mann von der Arbeit und sieht aus, als ob er am liebsten gleich wieder gehen m├Âchte. Komisch, das verstehe ich nun wieder gar nicht, was macht er denn f├╝r ein Gesicht? Soll sich doch gef├Ąlligst freuen, da├č ich so viel geschafft haben.
ÔÇ×Immer das selbe, M├Ąnner! Denen kann man es nie recht machen", denke ich so bei mir.
W├Ąhrend ich genervt den letzten Flurschaden beseitige, macht er das Abendbrot.
Ein leichter Abendregen setzt ein und ich renne panisch in den Garten.
Die Muckels sind ja noch drau├čen. Schnell wird jedes abgetrocknet, in seinen Stall transportiert und bekommt einen Gute-Nacht-Streichler.
"Dann macht┬┤s mal gut, Jungs und M├Ądels! Bis morgen in alter Frische."
Ich sehe inzwischen aus wie ein Wildschwein. An den Kaninchenpfoten klebte nasse Erde, die sich nun hartn├Ąckig an mein T-Shirt klammert und meine blo├čen Arme ziert.
Na, wie gut, da├č ich sowieso noch nicht zum Duschen gekommen bin.............


zwinkerndes G├Ąnsebl├╝mchen

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Fee
Wird mal Schriftsteller
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Hallo G├Ąnsebl├╝mchen,

tja, Du und Deine Art diszipliniert an einer Sache zu arbeiten
Einfach sympatisch

*Knuddel*
Fee

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G├Ąnsebl├╝mchen
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Registriert: Apr 2001

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So, so, liebes Feelein,

ich wei├č es ja wohl, Du Arme kannst da auf diverse Erfahrungen mit mir zur├╝ckgreifen.

*Dir teeeingie├čend Spinnweben weg wisch*

Umarme Dich lieb

peinlich ber├╝hrt
G├Ąnsebl├╝mchen

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Frank Zimmermann
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Registriert: Jan 1999

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Nett

Netter Text, fr├Âhlich dahergeplaudert. Hat mich an die Anekdoten erinnert, die Reinhard Mey aus seinem Familienleben erz├Ąhlt...
Nat├╝rlich wei├č ich einige Passagen mehr zu sch├Ątzen als andere, denn auch ich bin passionierter Karnickel-Knuddler.
__________________
fz

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G├Ąnsebl├╝mchen
Hobbydichter
Registriert: Apr 2001

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Vielen Dank f├╝r Deine Antwort

Hallo Frank,

ups, jetzt hast Du mich aber voll erwischt.
Na, dann oute ich mich mal gleich als Reinheit Mey Fan.
*schmunzel und tapfer dazu steh*

Wenn Du schreibst, da├č Du einige Passagen mehr als andere sch├Ątzt, frage ich mich nat├╝rlich, ob das nur auf Deine Kaninchen-Knuddel-Vorliebe beziehst oder ob Du damit meinst, da├č einige andere Passagen n├Âtig zu verbessern w├Ąren. Wenn letzteres der Fall ist, w├╝rde ich mich sehr ├╝ber Tips oder ├änderungsvorschl├Ąge freuen.

Mit lieben Gr├╝├čen
und einem dicken Schmuser f├╝r Deine Kaninchen

fr├Âhlich
G├Ąnsebl├╝mchen

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