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Leselupe.de > Kindergeschichten
Wenn kleine Spatzen fliegen lernen
Eingestellt am 18. 07. 2006 10:39


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MĂ€rchentante
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Wenn kleine Spatzen fliegen lernen
von Dagmar Buschhauer

Unter dem Dach eines Hauses wohnte eine Spatzenfamilie. Die Eltern bauten das Nest geschickt unter eine der Dachpfannen, weil ihre Jungen dort vor Wind und Wetter geschĂŒtzt waren. Auch vor ihren Feinden konnte sich die Familie sicher fĂŒhlen.
Nachdem die Jungen geschlĂŒpft waren, flogen die Eltern unermĂŒdlich durch den Garten auf der Suche nach Nahrung fĂŒr ihre vier Nimmersatte. An einem warmen FrĂŒhsommertag war es dann soweit, die Spatzenkinder sollten das Fliegen erlernen.

Nach der Morgenmahlzeit wurden sie von den Eltern zum Üben ermuntert. „Na, kommt schon“, lockte die Mutter ihre vier mit einem Leckerbissen im Schnabel, „wer es schafft zu mir auf den Strauch zu kommen, erhĂ€lt zur Belohnung diese schöne fette MĂŒcke.“
Aufgeregt rutschten die Kleinen aus ihrem Nest in die Dachrinne und hĂŒpften hin und her. „Huch, ist das aber hoch“, riefen sie erschrocken. Ihr Vater beobachtete seine Sprösslinge ganz aus der NĂ€he von einem Baum aus. „WofĂŒr habt ihr denn eure FlĂŒgel“, rief er ihnen zu, „nur Mut, Kinder.“
Tagelang lockten Vater und Mutter ihre Jungen vergeblich, sie trauten sich einfach nicht.

Doch eines Morgens rief der Kleinste von ihnen: „Ich mach`s jetzt. Ich will auch endlich fliegen können wie die Kinder von den Schwalben nebenan. Außerdem wird es zu Hause langsam zu eng. Hannes hĂŒpfte auf den Rand der Regenrinne, brĂŒllte: „Auf geht`s“, und stĂŒrzte sich in die Tiefe. Erst im letzten Moment fiel ihm ein, dass er ja seine FlĂŒgel öffnen musste und so landete er ziemlich unsanft in einem GebĂŒsch. Seinen Eltern stockte im ersten Moment der Atem als sie die rasante Talfahrt sahen, sie schlugen die FlĂŒgel ĂŒber den Kopf zusammen.
„Nein, nein“, meinte die Mutter, so viel Aufregung am frĂŒhen Morgen." Die drei Geschwister schauten sprachlos in die Tiefe, wo Hannes sich gerade verdattert aufrappelte.
„Habt ihr das gesehen?“, schrie er begeistert zu ihnen hoch, schĂ€tze mal, ich muss meine Schwingen frĂŒher öffnen. Kommt runter, fliegen ist eine tolle Sache.“ Er schilpte, was das Zeug hielt.
„Und jetzt wir“, zwitscherte Evi, das einzige MĂ€dchen unter ihnen und schwupps, war sie unterwegs nach unten. Ihre BrĂŒder Rudi und Karlchen folgten ihr. Sie trudelten noch ein wenig unbeholfen hin und her, bis sie bei Bruder und Schwester ankamen.
„Auch das Landen muss noch geĂŒbt werden“, riefen die Eltern lachend, denn Rudi purzelte seinem Bruder Hannes fast auf den Kopf. Atemlos saß die kleine Gruppe jetzt mit zerzaustem Federkleid in dem Strauch und betrachtete die ganz andere Welt die sich ihnen da auf tat.

Kurze Zeit spĂ€ter landeten die Spatzeneltern bei den Jungen. „Das habt ihr schon mal gut hinbekommen, doch nun mĂŒsst ihr auch lernen, wie man seine Nahrung jagt“, meinten sie.
Die SpÀtzchen hÀtten nie gedacht, dass die Essenssuche so anstrengend ist. Aber nach ein paar Tagen hatten sie begriffen, wie es geht.

„Hallo ihr“, riefen die Schwalbenkinder, „schön, dass ihr auch flĂŒgge geworden seid. Nun können wir zusammen spielen.“


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flammarion
Foren-Redakteur
Routinierter Autor

Registriert: Jan 2001

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sehr

hĂŒbsch. könnte noch ewig so weitergehen.
sind aber noch n paar interpunktionsfehler drin.
lg
__________________
Old Icke

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MĂ€rchentante
One-Hit-Wonder-Autor
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Hallöchen Flammmarion,
schaue mir den Text nachher noch mal an, ansonsten freue ich mich, dass Dir diese Mini-Geschichte gefÀllt.

Viele SommergrĂŒĂŸe
MĂ€rchentante

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MichaelKuss
Guest
Registriert: Not Yet

Einfache Sprache

Was mir bei dir immer wieder gefĂ€llt, ist die einfache, schnörkellose Sprache. Wie beim SandmĂ€nnchen schön fĂŒr Kinder und Erwachsene. Bei deiner Emanzipationsgeschichte gefĂ€llt mir besonders die unaufdringliche Symbolik.

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MĂ€rchentante
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Jun 2002

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Hallo Michael,

schön, dass Dir auch diese kleine Geschichte gefĂ€llt. Ich bin der Meinung, wenn man klar und schnörkellos schreibt, versteht es tatsĂ€chlich jeder besser, ist wie im richtigen Leben, lach. Außerdem macht das Schreiben auch viel mehr Spaß, als wenn man sich durch den Text dreht und windet.

Einen schönen Tag noch und liebe SommergrĂŒĂŸe
MĂ€rchentante

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