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Leselupe.de > Horror und Psycho
Wer? Wolf?
Eingestellt am 13. 08. 2003 19:51


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Dorahn Mavelius
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Jul 2003

Werke: 15
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Ich f├╝rchte, der Text m├╝├čte noch ├╝berarbeitet werden. Doch lies selbst...

Wer? Wolf?

Es war einer dieser Abende, an denen man mit Freunden zusammen sitzt und nicht weiss, was man unternehmen soll. Irgendwer hat zu den Vorschl├Ągen keine Lust und ausgrenzen will man ja keinen. Zu fortgeschrittener Stunde kam dann vorn irgendwem die Idee, einen Nachtspaziergang zu machen. Es war Herbst und meine Euphorie hielt sich ob des Wetters in engen Grenzen, aber ich wollte die Stimmung, die aufkam, nicht kaputtmachen. Wir zogen also los, Ziel war der nahe Fluss, etwa drei Kilometer von meinem Haus aus, von wo wir losgingen, entfernt. Hinter dicken Wolken lugte ab und an der Vollmond hervor.

Scherzhaft bemerkte jemand, dass er sich in einen Werwolf verwandeln w├╝rde, woraufhin ein anderer meinte, dass es sich bei ihm h├Âchstens um einen Wer-Terrier handeln k├Ânne, was f├╝r allgemeines Gel├Ąchter sorgte. Ich schwieg, mir war irgendwie unheimlich zumute. Am Fluss angekommen, war es f├╝r meine Freunde ein Spass, Holzst├╝cke und Steine in die Str├Âmung zu werfen. Sie konnten nicht einmal sehen, wie weit sie warfen, aber das schien ihnen egal zu sein. Kinder. Der Vollmond stand von Wolken unbedeckt am Firmament und zeigte sich in seiner ganzen Pracht. Ich bemerkte es erst, als wir Wolfsgeheul vernahmen, zudem schienen sie ganz in unserer N├Ąhe zu sein. "Seid vorsichtig! Es k├Ânnten Werw├Âlfe sein!" mahnte ich. Die Menge um mich herum wurde ruhig, fragende Gesichter verwandelten sich wenige Augenblicke sp├Ąter in lachende! "Komm her, ich fresse dich!" lachte einer und kam mit erhobenen Armen auf mich zu. Die anderen prusteten vergn├╝gt.

Allerdings nicht lange, denn etwas grosses dunkles schoss aus dem Geb├╝sch und riss meinen Kumpel um. "Zur├╝ck!" schrie ich, griff ein herumliegendes, etwa armlanges St├╝ck Treibholz und schlug auf den Angreifer ein. W├╝tend br├╝llend liess er von meinem Gef├Ąhrten ab und suchte das Weite. Gl├╝cklicherweise war mein Freund unverletzt und rappelte sich wieder auf. Niemand konnte begreifen, was gerade geschehen war. Unsicher traten sie von einem Bein aufs andere. "Lauft! Wir treffen uns vor meinem Haus!" Niemand r├╝hrte sich, alle blickten mich ├Ąngstlich und fragend an. "Jetzt macht schon! Es sind Werw├Âlfe unterwegs! Den Rest erkl├Ąre ich sp├Ąter! Lauft!" Da sie nicht an ├ťbernat├╝rliches glaubten, sassen Schock und Angst tief. Z├Âgernd liefen sie los, w├Ąhrend ich ihnen folgte. An meinem Haus stellte ich beruhigt fest, das die Gruppe noch vollz├Ąhlig war und wir gingen hinein; niemand sagte ein Wort.

Da jeder wusste, wo sich meine Hausbar befindet, wurde auf den Schreck reichlicher Gebrauch von Cognac und Whisky gemacht. Alle diskutierten, was vor wenigen Minuten tats├Ąchlich geschehen war, bis sie die Erkenntnis einzuholen schien, sie blickten mich an. Es war jetzt so ruhig, das man eine Nadel h├Ątte fallen h├Âren. "Was war das vorhin?" wurde ich gefragt. Das war der Augenblick, den ich meinen Freunden gerne erspart h├Ątte. "Ein Werwolf." Ich erkl├Ąrte ihnen alles, was ich ├╝ber das Thema wusste. Nach einigen Stunden schien ihr Wissensdurst ersch├Âpft. "├äh...kann ich hier im Haus ├╝bernachten? Es ist nicht etwa so, dass ich Angst habe..." fragte jemand. Ich musste mir ein grinsen verkneifen. Nat├╝rlich wollte niemand zugeben, Angst zu haben. "Sicher, ich mache die G├Ąstezimmer fertig." antwortete ich schmunzelnd. Nachdem alle untergebracht waren, g├Ânnte ich mir einen Schlummertrunk auf dem Sofa und ging ins Bett.

Am n├Ąchsten Morgen, ich hatte alle meine G├Ąste pers├Ânlich nach Hause gebracht, hob ich von meinem Girokonto 250 Euro ab und fuhr in die Stadt. Den Wagen stellte vor einer kleinen irischen Kneipe ab und ging hinein. Der Barkeeper begr├╝sste mich freundlich, w├Ąhrend ich einen Tisch in der hinteren Ecke ansteuerte, an dem ein Mann sass. Grinsend setzte ich mich. "Wie ich sehe, hat es geklappt! Das freut mich." meinte er. "Das war klasse! Bislang hielten mich meine Freunde f├╝r einen Spinner, an paranormales zu glauben, aber jetzt wissen sie endlich, um was es sich handelt." "Haben Sie das Geld dabei?" Ich z├Ąhlte ihm die 250 Euro auf den Tisch, dann stand ich auf, gab ihm die Hand und ging. An der T├╝r drehte ich mich noch einmal um. "Wie geht es dem Stuntman? Ich hoffe, ich habe ihn nicht zu sehr verpr├╝gelt?!" "Ich habe ihn heute noch nicht gesehen, tut mir leid." antwortete der Mann schulterzuckend.

Draussen am Wagen sprach mich ein Mann an, der aussah, als h├Ątte er im Park geschlafen. Mir lag bereits ein ┬┤Tut mir leid, ich habe kein Kleingeld.┬┤ auf der Zunge, als er mich ansprach. "Hi! Sind Sie der Werwolf-Auftrag? Ich bin der Stuntman, ich war gestern abend voll wie ein Bus und bin bei ┬┤nem Kumpel versackt, k├Ânnen wir die Sache auf morgen verschieben?" "Entschuldigung, ich muss los!" murmelte ich. Mir war mit einem Mal spei├╝bel. Zu Hause verbarrikadierte ich Fenster und T├╝ren und hoffte inst├Ąndig, bald aus diesem Alptraum aufzuwachen.

Etwa 50 Meter die Strasse runter parkte eine schwarze Limousine. Darin sass ein Mann, der in sich hineinl├Ąchelte und dem Fahrer eine Anweisung gab. "Fahren wir. Es wurde ein Werwolf in der Gegend gesichtet, ich m├Âchte den Fall n├Ąher untersuchen..."

┬ę by Dorahn Mavelius
__________________
Dorahn Mavelius
Storyteller and -writer

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Michael Schmidt
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Registriert: Jan 2002

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Hallo Dorahn Mavelius,

soweit ich wei├č wird das Grinsen gro├č und sa├č immer noch nicht mit Doppel-s geschrieben.

Aber sonst gef├Ąllt mir deine Idee klasse, liest sich gut un dunterhaltsam.

Den Abschnitt, nachdem sie in "sein" Haus gehen, k├Ânntest du umgestalten, indem du ihn ein paar Schauergeschichten erz├Ąhlen l├Ą├čt, dann wird auch nachvollziehbarer, warum sie bei ihm schlafen ( das Warum ist schon klar, aber es w├Ąre besser, wenn es sich zwingend in der Geschichte ergeben w├╝rde).

Auch den Absatz mit dem Stuntman kannst du ein wenig detaillierter ausf├╝hren, erwecke den Mann zum Leben und lasse ihn ein wenig mehr erz├Ąhlen, auch die ├ťberraschung deines Heldes kannst du ein wenig mehr auskosten.

Trotzdem, klasse Geschichte, sch├Ân erz├Ąhlt.

Bis bald,
Michael

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think twice
???
Registriert: Jul 2003

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Hallo Dorahn Mavelius,

Das Thema (inszenierte Situation war gar nicht inszeniert, weil etwas schief gelaufen ist) ist alt, aber mir pers├Ânlich gef├Ąllt es sehr gut.

Um nun auf deine Geschichte einzugehen:
Der Anfang ist f├╝r meinen Geschmack etwas zu langatmig, etwas zu wenig Handlung, daher w├╝rd ich den ersten Abschnitt k├╝rzen oder etwas mehr Handlung einbauen.

Aber wie du gleich zu Beginn selbst erw├Ąhnt hast, ein wenig zu feilen w├Ąre an dem Werk schon, im Gro├čen und Ganzen hat es mir jedoch recht gut gefallen.

Liebe Gr├╝├če
think twice

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