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Leselupe.de > Horror und Psycho
Wer bin ich?
Eingestellt am 16. 02. 2005 16:31


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frasdorf
Festzeitungsschreiber
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Er erwachte inmitten eines Chaos aus umgeworfenen M├Âbeln und Scherben aus Geschirr. Er lag in der K├╝che und konnte sich an nichts erinnern. V├Âllig benebelt richtete er sich auf und sah sich um. Verschiedene Splitter hatten sich in seinen K├Ârper gebohrt, also ist er wohl hart aufgeschlagen. Es hat auch einen Kampf gegeben, denn er sp├╝rte ├╝berall Beulen und Verstauchungen. Tiefblau verf├Ąrbte K├Ârperstellen zeugten von ├╝blen Schl├Ągen. Aber viel schlimmer war momentan das Fehlen jeglicher Erinnerung.
ÔÇ×Gegen wen habe ich gek├Ąmpft? Warum wurde ich nicht get├Âtet? Wer bin ich?ÔÇť Er sch├╝ttelte den Kopf und versuchte seine Gedanken zu ordnen. Vergeblich versuchte er, sich an seinen Namen zu erinnern. ÔÇ×Was soll das? Ich habe keinerlei Erinnerung mehr? Was ist geschehen?ÔÇť
Noch mal lie├č er den Blick durch die K├╝che schweifen. ├ťberall ein absolutes Durcheinander, und inmitten der Tr├╝mmer sah er pl├Âtzlich eine Blutspur, die vom Wohnzimmer zu ihm f├╝hrte. Es waren seine roten Spuren, aber nicht sein Blut. Sofort kam ein ├╝berw├Ąltigendes ├ťbelkeitsgef├╝hl hoch und er erbrach sich.
ÔÇ×Das ist nicht mein Blut. Wessen Blut habe ich durch die Wohnung verteilt. Was habe ich getan? Verdammt noch mal, wo sind meine Erinnerungen?ÔÇť
Er taumelte, immer noch v├Âllig benommen, in das ebenfalls v├Âllig verw├╝stete Wohnzimmer und folgte der Blutspur. Sie endete nach dem Flur vor der halb offenen Badezimmert├╝r. Die Blutspur wurde hier zu einer Fl├Ąche, die den ganzen Fu├čboden ausf├╝llte. Es war schon leicht angetrocknet, was ihm sagte, das er wohl mehrere Stunden in der K├╝che gelegen hatte. Was wird ihn hinter der T├╝r erwarten?
ÔÇ×Wer bin ich?ÔÇť Dieser Satz lie├č ihn nicht mehr los. ÔÇ×Und was mache ich hier? Habe ich jemanden get├Âtet? Warum kann ich mich an nichts mehr erinnern? Wo ist mein Leben?ÔÇť Es kam ihm vor, als sei er eben erst aus einem endlosen Traum erwacht.
Da h├Ąmmerte es pl├Âtzlich an die Haust├╝r. ÔÇ×Misses Devon? Hallo? Ich bin es noch mal, hallo?ÔÇť Wieder ein H├Ąmmern. Er starrte wie gel├Ąhmt auf die T├╝rklinke, die ein paar mal heftig ger├╝ttelt wurde. Und wieder Klopfen. ÔÇ×Misses Devon! Hallo!ÔÇť Er h├Ârte, wie drau├čen ein paar Stimmen fl├╝sterten. Dann ein Schlag und ein Riss in der T├╝r. Jemand hatte angefangen, die T├╝r einzurei├čen. Mit einer Axt! Was sollte er tun? Er schaute zur Badezimmert├╝r. Er musste wissen, wer darin war. Aber wenn diese Leute ihn so sahen, wie ├╝berall an seinem K├Ârper fremdes Blut klebte, dann war es vorbei. Wieder ein Schlag. Ein St├╝ck Holz flog von der T├╝r vor seine F├╝├če. Panik kam hoch. Er musste in das Badezimmer. Er sp├╝rte seinen Schwei├č ├╝berall aus den Poren treten.
Er ├Âffnete die Badezimmert├╝r, als der Lauf eines Gewehres durch die Haust├╝r gesteckt wurde. Er sah Samantha im Bad liegen, v├Âllig zerfetzt, den Kopf vom Rumpf gebissen, kurz bevor ihn ein Schuss am linken Vorderlauf traf. ÔÇ×Ich habe meine Liebste get├Âtet. Ich habe mein Leben ihr hingegeben und ich habe sie get├Âtet. Aber wer bin ich?ÔÇť Er drehte sich zur Haust├╝r, die soeben aufflog und sah sich zwei M├Ąnnern in Uniform gegen├╝ber. Beide hielten ihre Waffen auf ihn gerichtet und warnten ihn kein einziges Mal, bevor sie ihm den Sch├Ądel mit f├╝nf Sch├╝ssen durchsiebten.
Officer Black hielt immer noch mit entsetztem Blick die Waffe auf das tote Tier, einen Sch├Ąferhund, blut├╝berstr├Âmt. Sein Kollege, Dan Rendings, lie├č seine 38er langsam sinken und fl├╝sterte Black etwas ins Ohr, auf das er keine Antwort erhielt und ├╝ber das nie wieder gesprochen wurde:
ÔÇ×Hast du ihn auch reden geh├Ârt? Hast du auch geh├Ârt, wie er sagte: Wer bin ich?ÔÇť

__________________
Ch. Ertl

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MDSpinoza
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5 Schu├č aus einem .38er Revolver durch einen Hundekopf? Der ist nicht "durchsiebt" der ist "weg"...
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Lieber ein verf├╝hrter Verbraucher als ein verbrauchter Verf├╝hrer...

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mye
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hallo

von der idee her nicht ├╝bel, irgendwie haste es mit tieren wa ? nette ├╝berraschung am ende, aber irgendwie wieder nur ein auszug, so erschien es mir ja auch bei der ersten geschichte. merkw├╝rdigerweise hast du, meiner ansicht nach, in sprachlicher hinsicht wieder einen schritt zur├╝ck gemacht... da hat mir "s├╝├čer tod" besser gefallen.

einige beispiele:

Verschiedene Splitter hatten sich in seinen K├Ârper gebohrt, also ist er wohl hart aufgeschlagen.

hier st├Ârt der nebensatz: also ist er wohl hart aufgeschlagen... wieder dasselbe problem, dass es sich einfach nicht sch├Ân liest. ich denke wirklich, dass du deine texte nochmal gr├╝ndlicher durchgehen solltest bevor du sie einstellst.

Es hat auch einen Kampf gegeben, denn er sp├╝rte ├╝berall Beulen und Verstauchungen.

manchmal sind es kleinigekeiten, die den lesefluss dann st├Âren, hier ist es das auch, vielleicht bin ich in der hinsicht auch sehr penibel, aber mir ist es aufgefallen und der lesefluss war unterbrochen, was eben schade ist.

und so geht es hier eben noch weiter mit solchen kleinigkeiten usw., schade, weil der letzte text sprachlich ja schon v├Âllig in ordnung war, nach meinem empfinden.

gru├č,

mye
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man findet keine freunde mit sala-at, man findet keine freunde mit sala-at... (die simpsons)

www.moviereporter.net

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frasdorf
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mmmmhhhh...

zu MDSpinoza: Tja, da h├Ątte ich wohl mal recherchieren sollen. Ertappt.....
zu Mye: Wie gesagt, ich bin am ├ťben. Und eines Tages wird es mir bestimmt auch gelingen, mit der Wortwahl zu ├╝berzeugen. Das einer es von heute auf morgen (S├╝sser Tod) schafft, ist nicht sehr wahrscheinlich, und auch wenn ich die Leiter wieder eine Sprosse runtergestiegen bin, bedeutet das nicht, das ich nicht ambitioniert bin, es weiter und weiter zu versuchen. Und noch was: Ich bin wirklich froh, wenn Menschen wie Du hinter mir stehen und die Leiter festhalten. Danke Dir.

MfG
Christian Ertl
__________________
Ch. Ertl

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MarleneGeselle
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Verliebter Werwolf

Hallo Frasdorf,

deine neue Geschichte ist gut aufgebaut, durchg├Ąngig ├╝berzeugend geschrieben.

Mir f├Ąllt auf, dass du etliche S├Ątze mir "Er" angefangen hast. Das kannst du am besten vermeiden, wenn du die S├Ątze umstellst oder mit dem vorhergehenden/folgenden Satz zusammenfasst.
Du schreibst, dass dem Werwolf vom Blutgeruch ├╝bel wird und er sich ├╝bergeben muss. Als Raubtier d├╝rfte ihm Blutgeruch doch eigentlich nichts ausmachen. Zudem fragt er sich, wem das Blut geh├Ârt. M├╝sste er nicht riechen, dass das Blut zumindest Menschenblut ist?
Wer hat eigentlich die Polizei gerufen? Die Cops sind ziemlich schnell mit der Axt zur Hand. Wurden sie von einem Nachbarn vorgewarnt?
Ich w├╝rde jeden der Polizisten einen gezielten Todesschuss abgeben lassen. Das gen├╝gt.
Mir wird nicht klar, was es mit Samantha auf sich hat. Ist sie Misses Devon oder ein anderer Hund?

Gr├╝├če
Marlene

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MDSpinoza
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"als der Lauf eines Gewehres"
das hatte ich noch ├╝bersehen, regul├Ąre Polizei (also nicht MEK, SEK oder SWAT) tr├Ągt Pistolen oder Revolver. Gewehre sind im Streifendienst zu unhandlich.

__________________
Lieber ein verf├╝hrter Verbraucher als ein verbrauchter Verf├╝hrer...

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