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Leselupe.de > Kurzprosa
Wer hat Angst vorm weißen Mann?
Eingestellt am 22. 06. 2003 23:10


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Burnie
Hobbydichter
Registriert: Jun 2003

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Ich denke ich bin in guter Gesellschaft, wenn ich hier und jetzt zugebe, dass ich panische Angst vor dem Zahnarzt habe. Also, nicht vor ihm als Menschen, aber vor seinem Bohrer, Schleifer, Sauger und was er sonst noch alles für Spielereien in seiner Praxis hat. Allein beim Gedanken an einen möglichen nächsten Zahnarztbesuch stellen sich mir schon die Nackenhaare auf und ich möchte schreiend davon laufen. Wenn ich dann letztendlich zum Telefonhörer greife, um mir einen Termin geben zu lassen, habe ich eiskalte und schweissnasse Hände, mein Puls rast, mein Herz hämmert wie verrückt und so laut, dass ich denke, jeder kann es hören, und mir wird schlagartig schlecht. In der Nacht vor dem Termin kann ich dann auch grundsätzlich nicht einschlafen. Furchtbar!!!

Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich mir zwar immer wieder vornehme, regelmäßig zahnärztliche Kontrollen durchführen zu lassen, aber wenn mir nichts wehtut, dann vergesse ich das gerne mal…auch schon mal 4 Jahre lang. Ja, es ist wahr! Mein letzter Zahnarzttermin liegt bereits ganze 4 Jahre zurück!! Selbstverständlich haben sich in der Zeit dann so viele Problemchen angehäuft, dass ich aus dem Terminstreß gar nicht mehr hinauskomme. Und jedes Mal, wenn ich denke, jetzt müsste er mit allem fertig sein, dann fällt meinem lieben Doc ein, dass vielleicht der E7 (keine Ahnung, wo der nun wieder ist) doch noch eine neue Füllung benötigt.

Meine derzeitige Behandlung fing damit an, dass ich Schmerzen hatte. Ich habe natürlich erst einige Tage gewartet, in der Hoffnung, dass der Schmerz von allein wieder verschwindet. Schließlich ist er ja auch von allein gekommen. Als dies nicht eintraf, bin ich ganz mutig gewesen und habe einen Termin ausgemacht. Tja, und was mein Zahnarzt dann alles entdeckt hat, z.B. 3 neue Füllungen, aus denen dann im Laufe der Behandlung 4 Füllungen wurden, eine Krone und am liebsten gleich auch noch eine Brücke, um eine kleinere Lücke zu schließen. Bis auf die Brücke habe ich mich dann kleinlaut auf alles eingelassen, nachdem ich mich von dem Schreck erholt hatte, was mich das am Ende alles kosten würde. Und da soll noch mal einer sagen, Zahnärzte sind arm!!

Heute nun hatte ich, meinen vorerst letzten Termin in dieser Behandlungsphase. Dachte ich! Aber der zu überkronende Zahn bereitet sowohl mir, als auch meinem Zahnarzt noch etwas Sorge. In 2 Wochen habe ich dann hoffentlich tatsächlich meinen allerletzten Termin in und kann dann erst einmal wieder tief durchatmen. Ja, und ich habe mir natürlich, wie jedes Mal, wieder ganz fest vorgenommen, mindestens 1 Mal im Jahr zur Kontrolle zu gehen. Schauen wir mal, ob es mir gelingt, meinen inneren Schweinehund zu überwinden und dieses Vorhaben in die Tat umzusetzen. Na und wenn nicht, dann spätestens in ein paar Jahren, wenn ich es vor Zahnschmerzen wieder mal nicht aushalten kann. Dann beginnt die Odyssee von vorn. Oh je, schon allein bei dem Gedanken daran, bekomme ich eine Gänsehaut!!

Vor einiger Zeit habe ich gehört, dass es Zahnärzte gibt, die sich auf Angstpatienten spezialisiert haben. Diese Zahnärzte arbeiten scheinbar mit Hypnose. Da ich das alles aber irgendwie für Humbug halte und mir auch nicht vorstellen kann, dass Hypnose wirklich hilft, bzw. ich mich hypnotisieren lassen würde, kommt so etwas für mich absolut nicht in Frage. Außerdem will ich alle Sinne beieinander haben und mich nicht hilflos einem Fremden, wenn er denn nun auch mein Zahnarzt ist, ausliefern. Nein, da sitze ich dann doch lieber vor Angst zitternd und total verkrampft auf dem gefürchteten Stuhl, Auge in Auge mit meinem Doc und warte darauf, dass er mir „auf den Nerv geht“.

__________________
Zu jeder bedeutenden Tat gehört eine gewisse Naivität, um nicht vor der Grösse des Vorhabens zurückzuschrecken.
(Elsa Rentrop, 1907 -1994, dt. Lyrikerin u. Aphoristikerin)

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HerZPiraT
Guest
Registriert: Not Yet

hi burnie,
ein interessanter einstieg,
für ein erstlingswerk.
vielleicht solltest du es noch etwas straffen.
nutze deine angst, um mit ihr (und dem leser) zu spielen.
hast du mal den marathon-man mit dustin hoffmann gesehen?
gruss
der
PiraT
[ebenfalls anfänger ;-)]

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Burnie
Hobbydichter
Registriert: Jun 2003

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Kommentare: 2
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Hallo HerZPiraT,

vielen Dank für Deinen Tipp. Den Marathon-Mann habe ich gesehen und ich denke, ich weiß was Du meinst. ;-) Werde mir mal überlegen, wie ich das im Text umsetze.
Liebe Grüße,
Burnie
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Zu jeder bedeutenden Tat gehört eine gewisse Naivität, um nicht vor der Grösse des Vorhabens zurückzuschrecken.
(Elsa Rentrop, 1907 -1994, dt. Lyrikerin u. Aphoristikerin)

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