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Leselupe.de > Essays, Rezensionen, Kolumnen
Wer ist der Vater?
Eingestellt am 01. 09. 2009 12:00


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Hedwig Storch
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Albert von Webeling in Arthur Schnitzlers kurzer ErzÀhlung "Die Fremde" (erschienen 1902 in Wien) zeigt letztendlich Charakter.
Es gelingt Albert, Katharina zu ehelichen. Vor der Ehe hatte er sie zwei Jahre verehrt. Katharina ist ihm jedoch im Grunde fremd geblieben. Das tut der Vergötterung keinen Abbruch. Albert schenkt Katharina am Tage vor der Hochzeit ein Gartenhaus in einer Wiener Vorstadt. Die Ehe wird mehr sachlich vollzogen. Allerdings dauert das GlĂŒck nur zwei Wochen. Dann sagt Katharina dem Gatten brieflich Adieu und macht sich davon. Allerdings bleibt sie noch in Innsbruck, dem Ort, in dem die ErzĂ€hlung spielt.

Dummerweise hat sich Albert vor der Hochzeit festgelegt. Er ist entschlossen, diese Welt zu verlassen, wenn ihm die Schöne einmal entschwĂ€nde. Das macht er tatsĂ€chlich. Zuvor beobachtet Albert aus einem Versteck, wie Katharina in der Innsbrucker Hofkirche den erzenen Fuß der Statue des Gotenkönigs Theoderich kĂŒĂŸt. Albert besorgt eine Kopie der Statue und lĂ€ĂŸt sie, nach Wien heimgekehrt, fĂŒr Katharina extra in ihrem neuen Garten aufstellen. Er gibt sich darauf - exakt zu Mittag - die Kugel.
Die Geschichte geht noch ein kleines StĂŒck weiter. Nach dem Kuß des Fußes in der Kirche war Katharina beim Verlassen des Gotteshauses ein gewisser Andrea Geraldini gefolgt. Von dem Herrn wurde Katharina geschwĂ€ngert.
Nun schreibt die werdende Mutter postlagernd einen Brief an Andrea nach Verona, erhÀlt jedoch keine Antwort.
BestĂŒrzt sucht der Leser nach dem Sinn. Im drittletzten Satz dieses Prosawerkes wird jener Andrea Geraldini eingefĂŒhrt und in einem Atemzug gemutmaßt, ob das sein richtiger Name sein könnte.
Wer ist Andrea Geraldini? Leider können wir uns beim Autor nicht mehr erkundigen.

Arthur Schnitzler wurde am 15. Mai 1862 in Wien geboren und starb am 21. Oktober 1931 ebenda.

Arthur Schnitzler: Die Fremde. S. 396 - 405 in Heinz Ludwig Arnold (Hrsg.): Arthur Schnitzler: Leutnant Gustl. ErzÀhlungen 1892 - 1907. Mit einem Nachwort von Michael Scheffel. S. Fischer, Frankfurt am Main 1961 (Ausgabe 2004). 525 Seiten, ISBN 3-10-073552-8

Der Text im Projekt Gutenberg-de

Hedwig 09/2009



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Hedwig

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Hallo Hedwig Storch,

ich vermute mal, der Text stellt eine Rezension dar?
Gab es eine Wortbegrenzung, oder warum ist der Text so gepresst, ohne Einleitung oder Darstellung des Kontextes.
Wer zum Teufel ist Albert?

Sorry, aber was eine Inhaltsangabe sein soll, liest sich reichlich konfus und abschreckend. Man muss den Inhalt nicht nacherzÀhlen, es reicht schon spoilerfrei in einigen SÀtzen zu erklÀren, worum es geht und in welche Richtung die Handlung zielt.

Die eigentliche Besprechung besteht aus zwei SÀtzen und benennt Leserverwirrung und ein RÀtsel, das vielleicht sogar ein böser Spoiler ist. Wenn Du das Ende des Buches verrÀtst, motivierst Du potentielle Leser nicht wirklich.

Spannender, gerade bei einem Klassiker wie Schnitzler, sind doch BezĂŒge zum Gesamtwerk, stilistische EinschĂ€tzungen, Worte zur Ausgabe, zur Werksgeschichte und zur Einbindung in die "ErzĂ€hlungen".

FĂŒr mich ist es eine schlechte Rezi, wenn es denn eine sein soll.

cu
lap


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Hedwig Storch
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Der Deus ex Machina

Hallo lapismont,
danke fĂŒr Deinen Kommentar. Den Schnitzler schĂ€tze ich sehr.
Umso ĂŒberraschter bin ich, wenn er danebenhaut, in dem Falle nichts entwickelt und den Leser zum Schluß Ă€rgert.

Wenn meines Erachtens alles vom Autor verdorben wurde, dann spreche ich meine VerÀrgerung aus.

Die Quelle im Internet habe ich als Link angegeben. Schnitzlers Text ist sehr kurz. Hast Du die paar Minuten und belehrst mich nach Deiner LektĂŒre eines Besseren? Vielleicht ist die ErzĂ€hlung doch große Literatur. Ich will es hoffen. Gern diskutierte ich.
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Hedwig

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Hallo Hedwig,

ich will mich gar nicht inhaltlich Ă€ußern. Meine Kritik galt Deiner Rezi.

cu
lap
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