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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Wer liebt, der gibt
Eingestellt am 15. 08. 2002 19:05


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flammarion
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Wer liebt, der gibt

Ich hocke in unserem Versteck in der Hecke und warte auf meinen Herzallerliebsten. Wir haben dieses Versteck entdeckt, als sie noch nicht blĂŒhte, jetzt benebelt der Jasminduft meine Sinne. Da höre ich hinter mir auch schon, wie jemand leise zu unserem geheimen Ort schleicht. Wer wird es sein? Er wird es sein. Und wenn nicht? Dann tu ich so, als wĂŒrde ich was suchen. Auf gar keinen Fall darf jemand unser Geheimnis lĂŒften!
Er berĂŒhrt zĂ€rtlich meinen Nacken. Ja, er ist es, ich erkenne den Duft seines Rasierwassers. Wir sinken einander in die Arme und verlieren uns in einem nicht enden wollenden Kuss. Er beginnt, mich aus meinen KleidungsstĂŒcken heraus zu streicheln. StĂŒck fĂŒr StĂŒck gleitet zu Boden und ich gebe mich voll und ganz seinen HĂ€nden hin. Er weiß, was mich erregt und gibt es mir. Er genießt es, mit mir zu spielen und ich genieße die unendlichen Wonnen, die er mir bereitet. Seine einfĂŒhlsamen HĂ€nde, seine zĂ€rtlichen Lippen – ewig sollen sie bei mir sein!
Nie hĂ€tte ich gedacht, dass mir ein Mann so viel bedeuten könnte. Es ist nicht nur, dass wir guten Sex miteinander haben, nein, wir können auch ĂŒber buchstĂ€blich alles reden. Er ist viel intelligenter als meine Schulkameraden waren oder heute meine Arbeitskollegen sind. Jedenfalls haben wir die gleichen Interessen und er langweilt mich nicht mit Fußball. Mit ihm hatte ich mein „erstes Mal“ und mit ihm möchte ich alt werden.
Endlich habe ich meinen Höhepunkt, ich zucke und ich stöhne so laut, dass er mir den Mund zuhalten muß. Niemals darf jemand etwas von unserer Liebe wissen! Unsere kleine Heimatstadt ist in jeglicher Beziehung sehr eng. Es ist noch keinem AuslĂ€nder gelungen, hier Fuß zu fassen und im vorigen Jahr wurde ein schwules Paar, das in unserem Hotel Urlaub machen wollte, krankenhausreif geschlagen.

Nun dringt er in mich ein, das machen wir immer so. Erst befriedigt er mich, dann sich. Es ist nicht leicht, sein starkes Glied in mich aufzunehmen, da auch ich als „mĂ€nnl.“ auf die Welt kam. Aber was soll ich machen? Ich liebe ihn. Und wer liebt, der gibt.
Ach, wenn er doch nur nicht so erpicht darauf wĂ€re, die Druckerei seines Vaters hier am Ort zu ĂŒbernehmen, dann könnten wir nach Berlin ziehen, wo man freier leben kann . . .

__________________
Old Icke

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Arno1808
Guest
Registriert: Not Yet

Wer liebt, der gibt

Hallo flammarion,

eine sehr schön erzĂ€hlte Geschichte mit dem ĂŒberraschenden "Upsala" am Ende.

Es macht Spaß, sie zu lesen.

Arno

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loona
Wird mal Schriftsteller
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Hossa oldicke!!

Feinsinnig erzĂ€hlt, gelungen auf die falsche FĂ€hrte gelockt - etwas irritierend war fĂŒr mich diese AbkĂŒrzung "mĂ€nnl." in Verbindung mit dem auf die Welt kam - sofort kam mir der Gedanke, daß das lyrische Ich nun nicht mehr "mĂ€nnl." sei, also operiert. Interpretiere ich da zuviel hinein?

Ansonsten finde ich den ĂŒberromantischen Charakter des Ichs sehr gelungen. Wirklich. Paßt sehr gut in die Situation des extrem Geheimen.

Liebe GrĂŒĂŸe

loona

PS: hier ist ein Verb zuviel, oder?
und im vorigen Jahr wurde ein schwules Paar, das in unserem Hotel Urlaub machen wollte, krankenhausreif geschlagen worden.

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Klopfstock
Guest
Registriert: Not Yet

geben....

Liebe flammarion,

auch ich möchte Dir ein Lob geben,
denn diese Geschichte gefÀllt mir ausnehmend
gut und die Überraschung am Ende gibt dem
Ganzen noch den Pfiff!!!

Liebe GrĂŒĂŸe

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annabelle g.
Guest
Registriert: Not Yet

guten morgen, flammarion!

wie sagt man in berlin guten morgen?

ich wollte schon moinmoin schreiben ...

wer liebt, der gibt - wie recht du hast!

ich habe mal ein bisschen rumgeschrieben in deinem text.



Wer liebt, der gibt (!)

Ich hocke in unserem Versteck in der Hecke und warte auf meinen Herzallerliebsten. Wir haben dieses Versteck entdeckt, als sie (wer? die jasminpflanze?) noch nicht blĂŒhte, jetzt benebelt der Jasminduft meine Sinne. Da höre ich hinter mir auch schon, wie jemand leise zu unserem geheimen Ort schleicht. Wer wird es sein? Er wird es sein. Und wenn nicht? Dann tu e ich so, als wĂŒrde ich was suchen. Auf gar keinen Fall darf jemand unser Geheimnis lĂŒften!
Er berĂŒhrt zĂ€rtlich meinen Nacken. Ja, er ist es, ich erkenne den Duft seines Rasierwassers. Wir sinken einander in die Arme und verlieren uns in einem nicht enden wollenden Kuß. Er beginnt, mich aus meinen KleidungsstĂŒcken heraus zu streicheln. StĂŒck fĂŒr StĂŒck gleitet zu Boden und ich gebe mich voll und ganz seinen HĂ€nden hin. Er weiß, was mich erregt und gibt es mir. Er genießt es, mit mir zu spielen und ich genieße die unendlichen Wonnen, die er mir bereitet. Seine einfĂŒhlsamen HĂ€nde, seine zĂ€rtlichen Lippen – ewig sollen sie bei mir sein!
Nie hĂ€tte ich gedacht, dass mir ein Mann so viel bedeuten könnte. Es ist nicht nur, dass wir guten Sex miteinander haben, nein, wir können auch ĂŒber buchstĂ€blich alles reden. Er ist viel intelligenter als meine Schulkameraden waren oder heute meine Arbeitskollegen sind. Jedenfalls haben wir die gleichen Interessen und er langweilt mich nicht mit Fußball. Mit ihm hatte ich mein „erstes Mal“ und mit ihm möchte ich alt werden.
Endlich habe ich meinen Höhepunkt, ich zucke und ich stöhne so laut, dass er mir den Mund zuhalten muß (na!). Niemals darf jemand etwas von unserer Liebe wissen! Unsere kleine Heimatstadt ist in jeglicher Beziehung sehr eng. Es ist noch keinem AuslĂ€nder gelungen, hier Fuß zu fassen und im vorigen Jahr wurde ein schwules Paar, das in unserem Hotel Urlaub machen wollte, krankenhausreif geschlagen worden.

Nun dringt er in mich ein, das ist so unser Ritual. (flammarion! ritual?) Erst befriedigt er mich, dann sich. Es ist nicht leicht, sein starkes Glied in mich aufzunehmen, da auch ich als „mĂ€nnl.“ warum abkĂŒrzung?auf die Welt kam. Aber was soll ich machen? Ich liebe ihn. Und wer liebt, der gibt.
Ach, wenn er doch nur nicht so erpicht darauf wĂ€re, die Druckerei seines Vaters hier am Ort zu ĂŒbernehmen, dann könnten wir nach Berlin ziehen, wo man freier leben kann . . . (kann man?!?)


beste grĂŒĂŸe, annabelle

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loona
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Oct 2000

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UrsprĂŒnglich veröffentlicht von annabelle g.
dann könnten wir nach Berlin ziehen, wo man freier leben kann . . . (kann man?!?)


Klar! Das ist fast mit allen GroßstĂ€dten so. Selbst MĂŒnchen ist da ein etwas erholsameres Pflaster, als das umgebende Bayern-LĂ€ndle (das war jetzt eine böswillige Vermischung mit der schwĂ€bischen Mundart! Aber Absicht)

Einfach eine Frage der AnonymitĂ€t, die zwar auch GewalttĂ€ter "schĂŒtzt", aber wo es nicht die "öffentliche Meinung" des gesamten Ortes ist, die die Gewalt (aktiv) unterstĂŒtzt, sondern wenn, dann ist es in den GroßstĂ€dten aufgrund der Teilnahmslosigkeit "gefĂ€hrlicher" - aber eben auch "freier".

Freier ist beispielsweise auf jeden Fall der Wohnungsmarkt, es gibt "einschlÀgige" Kneipen, Diskotheken, Cafés, Sportvereine, Kulturveranstaltungen etc. pp.

Ind diesem Sinne, informative GrĂŒĂŸe

loona

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