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Leselupe.de > Experimentelle Lyrik
Wer sind wir?
Eingestellt am 02. 05. 2007 19:06


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Enola Aileen
Hobbydichter
Registriert: Feb 2007

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Wer sind wir?

Wir Menschen meine ich. Wozu ist es gut, unser Dasein als solches?
Homosapiens - Eine Rasse unter Vielen und doch so grenzenlos anders. Einzigartig.
Intelligent, unserer Selbst bewusst, als Einzige aufrecht stehend, wandeln wir ├╝ber den Boden einer Welt, die wir gern als unser Eigentum bezeichnen.
Unverhohlen bilden wir uns ein Urteil ├╝ber unser Gegen├╝ber, obwohl wir ihn vielleicht nicht einmal pers├Ânlich kennen. Vertrauen leichtsinnig Ger├╝chten und Erz├Ąhlungen, ohne deren Wahrheitsgehalt zu ├╝berpr├╝fen. Es ist uns sogar v├Âllig Einerlei. Wir stecken sie einfach in eine Schublade unseres Geistes, aus der sie nichts und niemand mehr befreien kann.
- F├╝r immer gefangen, bis die Flamme des Lebens in uns erloschen ist.
Im Namen der Justiz erschaffen wir Gesetze, die unser gemeinsames zusammenleben regeln; ja sogar vereinfachen sollen. Dabei bemerken wir gar nicht, wie uns die Zwangsjacke der Zivilisation angelegt wird, die von Jahr zu Jahr enger geschn├╝rt wird, bis wir nur noch so agieren, wie es die Selbsternannte Obrigkeit von uns erwartet.
Spricht nicht die Naivit├Ąt aus unseren Taten, wenn wir die nat├╝rlichen Ressourcen der Erde nutzen, ohne uns ├╝ber die Alternativen Gedanken zu machen; sie g├Ąnzlich ohne Reue verbrauchen, bis nichts mehr ├╝brig ist, au├čer einer leeren, wertlosen H├╝lle?
Halten wir uns den Tieren ├╝berlegen, weil sie naturgem├Ą├č nach ihrem Instikt handeln? Wir stellen ihnen aus Vergn├╝gungszwecken nach, jagen sie um an ihre Pelze zu kommen, qu├Ąlen sie bei er Forschung nach neuen medizinischen Errungenschaften zu Tode, und z├╝chten sie in Massen, unter qualvollen Bedingungen nur um die Nahrungsversorgung der Seuchenartigen Vermehrung unserer Spezies zu sichern.
Ist es wirklich mit unserer angeblichen Wei├čheit zu rechtfertigen, dass wir unsere eigene Rasse verachten, missbrauchen, foltern, in Kriegen dr├Ąngen, um ihr Andersdenken zu bestrafen.
Mit unbarmherziger Zerst├Ârungswut legen wir ganze Landstriche in Schutt und Asche, ganz gleich wie immens die Auswirkungen unserer Taten f├╝r unser Fortbestehen sein m├Âgen.
Wo sich unsere Art breit macht, da w├Ąchst der Hass, der Neid, dort hinterlassen wir Fu├čabdr├╝cke in denen das Leid gedeiht.
Ein schlechtes Gewissen kennen wir nicht; erg├Âtzen uns t├Ąglich an unserem Egoismus, baden f├Ârmlich in Intoleranz, laben uns an unserer Respektlosigkeit. Es ist niemals genug, egal wie viel jeder Einzelne von schon besitzt. Wir beschweren uns ├╝ber alles und in jeder sich bietenden Gelegenheit, und lassen dabei unseren Unmut an all denen aus, die schw├Ącher sind als wir.
Wir f├╝hren uns auf wie allm├Ąchtige G├Âtter, doch wir sind letztendlich nichts anderes als Schmarotzer in einer Welt, die uns nicht verdient hat.
Unter dem Vorwand der allgemeinen Technisierung klammern wir uns an unsere evolution├Ąre Weiterentwicklung; wir glauben zu lernen - doch tun wir das wirklich?
Aber was hei├čt lernen eigentlich? Hei├čt lernen nicht Verstehen, Situationen begreifen, Fehler erfassen, um sie nicht ein zweites Mal zu begehen?
In diesem Falle, sollte dann nicht von uns zu erwarten sein, dass wir gelernt haben mit unserer Umwelt, mit den Tieren und vor allem unserem Mitmenschen im Einklang zu leben?
Stattdessen wandern wir blind durch unser Leben, in dem wir unsere eigene Spezies ├╝berrennen. Wir f├╝hren einen Kampf gegen uns selbst, in dem wir unseren Ursprung und unsere Liebe zueinander vergessen.
Hoch erhobenen Hauptes greifen wir zu unseren Schwertern, um in diese ausssichtslose Schlacht zu ziehen; unerbittlich k├Ąmpfend, obwohl wir bereits wissen, dass sie schon verloren ist, bevor wir ├╝berhaupt zu atmen beginnen.
Das Geld hat die F├╝hrung ├╝ber unser Handeln ├╝bernommen, die Habgier treibt uns weiter und weiter, doch sind wir bereits zum scheitern verurteilt. Durch die Waffe unserer eigenen Torheit werden wir fallen; alle, bis niemand mehr ├╝brig sein wird, der f├╝r unsere armen Seelen beten k├Ânnte. Noch bevor der letzte Blutstropfen in der Erde versiegt ist, wird der Wind des Vergessens ├╝ber den Staub wehen, zu dem unsere Gebeine zerfallen sind, die einst so voller Leben waren.
Die Erde kann aufatmen!
Unsere Herrschaft ist vor├╝ber.
Was bleibt, ist friedliche Stille!


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vrai ment
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Apr 2007

Werke: 7
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wer sind wir?

Ob es wirklich auch nur einen Menschen gibt der so ist?
Niemand handelt prim├Ąr mit der Motivation des Zerst├Ârerischen. Selbst im Abwerfen tausender Bomben eines Piloten im Krieg, wirst ddu ethische Motive finden k├Ânnen. Kein Mensch ist Altruist. Kein Mensch ist Egoist.

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