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Leselupe.de > Kurzprosa
Wetterumschwung
Eingestellt am 19. 01. 2010 16:05


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Ralf Langer
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Wetterumschwung

Der Musiklehrer zitierte mich zu sich.
Atemlos und durchnässt vom Frühjahrsregen, stand ich zitternd vor ihm und wartete auf das Donnerwetter, das auf mich herein brechen mußte.
„Hatte ich dir nicht verboten, den Schulhof zu verlassen?“
Ich schaute ihn, so schuldbewuĂźt ich konnte, an.
„Aber das Kätzchen …“, stammelte ich, „das Kätzchen war vor mir weggerannt. Und es regnet doch so sehr. Ganz kalt da draußen.“
Die MitschĂĽler johlten.
„Hatte ich nicht klipp und klar verboten, den Schulhof zu verlassen?“
Ich fing an zu weinen.
„Ihr seid doch Viertklässler. Kommt in einem halben Jahr aufs Gymnasium.“
Er schnaufte.
„Pack deine Sachen und geh nach Hause. Für heute ist die Schule für dich beendet.“

Ich grĂĽbelte auf dem Heimweg.
Dieser Weg, so kurz, keine dreihundert Meter. Beinahe schwitzte ich in meiner Winterjacke. Was sollte ich Mutter nur sagen, warum ich zwei Stunden frĂĽher nach Hause kam?
Dieser Heimweg. Viel zu kurz zum Ausdenken einer glaubhaften Geschichte.
Sie sah mich prĂĽfend an. Ihre Augen fragten nach dem Warum, als sie nur stumm auf die Uhr an der KĂĽchenwand zeigte.
„Hitzefrei“, stammelte ich. „Wir haben Hitzefrei!“
Sie lächelte, ging zum Schrank, in dem meine Sommersachen eingemottet lagen, holte eine kurze Hose, Sandalen und ein T-Shirt heraus, zog mir die Sachen an und schickte mich raus zum Spielen.
Fünf Minuten spielte ich vor der Tür. Dann kam sie zu mir nahm mich in den Arm, drückte mir einen Kuss auf die Stirn, sprach vom plötzlichen Wetterumschwung und holte mich rein.



__________________
RL

Version vom 19. 01. 2010 16:05
Version vom 19. 01. 2010 17:09
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Version vom 19. 01. 2010 23:58

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Ralf Langer
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Hallo Gernot,
ich danke dir fĂĽr die Durchsicht meines Textes.

Ich gelobe Besserung.
Gerade weil ich so unachtsam schreibe.
Kommata bleiben für mich " Böhmische Dörfer".
Da wäre ich lieber in England aufgewachsen. Die arbeiten mit
weniger Satzzeichen.
Hab Dank!
Lg
Ralf
Apropos: Das ist so eine Art Vergangenheitsbewältigung für mich,
Habe damals tatsächlich " Hitzefrei" gestammelt.
Nur das mit meiner Mutter stimmt nicht. Die gab mir lediglich was hinter die Löffel.

__________________
RL

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Ralf Langer
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Hall nisavi,
danke fĂĽr deine Auseinandersetzung mit meinem Text.

Es ist ein kleines Schlaglicht, ein kurzer Blick auf ein
vergangenes Ereignis.

Ich werde den Text nochmal hinsichtlich seiner Stringenz
ĂĽberprĂĽfen.

Mit Kätzchen meinte ich eine kleine Katze, nicht unbedingt
eine Junge.

Ja, von der Schule wurde man in den Siebzigern noch verwiesen.

Das mit den Ohren werde ich ĂĽberdenken.
Wahrscheinlich ist das wirklich unglaubwĂĽrdig.

lg
Ralf
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RL

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flammarion
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Korrekturvorschläge:

Wetterumschwung
Veröffentlicht von Ralf Langer am 19. 01. 2010 16:05
Wetterumschwung

Der Musiklehrer zog mich an den Ohren (am Ohr) zu sich heran.
„Hatte ich dir nicht verboten (Komma) den Schulhof zu verlassen! (besser Fragezeichen)“
Ich schaute ihn entgeistert an.
„Aber, (kein Komma) das Kätzchen….“, stammelte ich, „das Kätzchen war vor mir weggerannt. Und es regnet doch so sehr. Ganz kalt da draußen.“
Die MitschĂĽler johlten.
„Hatte ich nicht klipp und klar verboten (Komma) den Schulhof zu verlassen!“
Ich fing an zu weinen.
„Ihr seit (seid) doch Viertklässler. Kommt in einem halben Jahr aufs Gymnasium.“
Er schnaufte.
„Pack deine Sachen und geh nach Hause. Für heute ist die Schule für dich aus.“

Ich zitterte auf dem Weg Heim (Heimweg).
Dieser Weg, so kurz, keine dreihundert Meter. Beinahe schwitzte ich in meiner Daunenjacke.
Was sollte ich Mutter nur sagen, warum ich zwei Stunden frĂĽher nach Hause kam. (besser Fragezeichen)
Dieser kurze Heimweg. Viel zu kurz, (kein Komma) fĂĽr eine glaubhafte Geschichte.
Sie sah mich prĂĽfend an. Ihre Augen fragten nach dem warum (Warum), als sie nur stumm auf die Uhr an der KĂĽchenwand zeigte.
„Hitzefrei“, stammelte ich. „Wir haben Hitzefrei!“
Sie lächelte, ging zum Schrank, in dem meine Sommersachen eingemottet lagen, holte eine kurze Hose, Sandalen und ein T-Shirt heraus, zog mir die Sachen an und schickte mich raus zum spielen (Spielen).
Fünf Minuten spielte ich vor der Tür. Dann kam sie zu mir (kein Leerfeld), nahm mich in den Arm, drückte mir einen Kuss auf die Stirn, sprach vom plötzlichen Wetterumschwung und holte mich rein.



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RL
Eine anrĂĽhrende Geschichte. Gern gelesen.
Manche Korrekturvorschläge hast du jetzt doppelt, das macht dir hoffentlich nichts aus.
lg

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Old Icke

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Ralf Langer
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Hallo flammarion,
auch dir ein herzliches Danke fĂĽr die Auseinandersetzung mit meinem Text.
Ich hoffe, daß nun alle orthographischen Unregelmäßigkeiten beseitigt wurden.
Und es freut mich, dass dir diese Geschichte ein wenig gefallen hat.
lg
Ralf
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RL

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