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Leselupe.de > Kurzprosa
Wichita
Eingestellt am 18. 01. 2008 10:19


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nofrank
???
Registriert: Oct 2004

Werke: 44
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Wichita

Jemals ĂŒber Wichita nachgedacht? Ich ehrlich gesagt auch nicht. Aber in den Momenten auf der BrĂŒcke, als ich mich ĂŒber das GelĂ€nder lehnte und meiner Spucke hinterherschaute, wie sie durch die Luftturbulenzen doch den Weg in den Rhein findet, fiel mir dieser eine Song wieder ein. Wichita. Ist das nicht ein US-Bundesstaat, irgendwo im BibelgĂŒrtel des schnöden Mittelwestens? Auch egal. Es geht nicht um den Ort, es geht um TrĂ€ume. Jedenfalls in dem Song, dessen vereinzelte Zeilen sich in meinem Kopf wieder zusammenfĂŒgen. ZusammenfĂŒgen zu einem Groove, den ich seit Jahren nicht mehr wahrgenommen habe. Ich hatte ihn nicht vergessen, ich hatte ihn ausgesperrt.

Und jetzt, hier auf der BrĂŒcke, mitten in der Medienmetropole Köln, hat er mich wieder erwischt. Von hinten durchs Auge. Wie ich so in Gedanken vor mich hinstarre, fĂ€llt mir die Zeile wieder ein:
„And you can stand on the Waynesburg bridge, crying: hey man, this is Babylon“
Ja, alte Hure Babylon, du hast viele Gesichter. Eins davon umgibt mich gerade. Nach und nach taucht der Song immer vollstĂ€ndiger in meine Gedanken, und Textfragmente beschreiben meine Scheißsituation so treffend, dass es mich schmerzt.
„you had it, but you sold it...“, “now I’m half sick on the drinks you mixed...”
Einfach “True Dreams of Wichita”. Der Song ist ĂŒbrigens von Soul Coughing - was fĂŒr ein Bandname. Die hustende Seele oder Seelenhusten, so wie Raucherhusten. Der Song gehört nicht in mein Leben, er ist Teil meiner Vergangenheit, die ich vor sieben Jahren hinter mir ließ. Und jetzt ist er wieder da, und der Rest wird auch nicht mehr lange auf sich warten lassen. Tja, da hat mich meine Vergangenheit wohl eingeholt, um mal ein Klischee zu gebrauchen.

Was das alles mit Wichita zu tun hat? Nix. Aber mit TrÀumen. Es geht um TrÀume...


nofrank
__________________
„Die Preisgabe der Diskretion im öffentlichen Raum ist eine Vorstufe zum faschistischen Ordnungsdenken, sage ich." (Wilhelm Genazio "Die Liebesblödigkeit")



Version vom 18. 01. 2008 10:19
Version vom 18. 01. 2008 21:26

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Haki
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo nofrank,

das tolle ist: ich kenne das Lied, ich kenne die Band. Das hat mir natĂŒrlich sofort einen Zugang zu deinem Text ermöglicht.

Zum Text:
Mir gefĂ€llt die Geschichte eigentlich ganz gut, du hast fĂŒr diese Situation denke ich auch den richtigen ErzĂ€hlton erwischt.
Anbei trotzdem ein paar kleine, bescheidene VorschlÀge:

"Aber in den Momenten auf der BrĂŒcke, auf das GelĂ€nder gelehnt und meiner Spucke hinterherschauend, wie sie durch die stadtauswĂ€rts strömenden Luftturbulenzen doch den Weg in den Rhein findet, fiel mir wieder dieser Song ein. "

Ist mir persönlich zu umstÀndlich. Wie fÀndest du es so:
"Aber in dem Moment auf der BrĂŒcke, als ich mich an das GelĂ€nder lehnte und meiner Spucke hinterherschaute, wie sie trotz der Luftturbulenzen doch den Weg in den Rhein findet, fiel mir wieder dieser Song ein."

Du siehst ich hab diese hĂ€sslichen "auend"s und "gelehnt"s entfernt und ein wenig von dem Spucketeil gekĂŒrzt. Zudem lehnt man sich an ein GelĂ€nder und nicht auf ein GelĂ€nder...Vielleicht magst du ja von diesen Änderungen ein oder zwei ĂŒbernehmen...

"Auch egal."

Zuvor hast du gar nicht etwas als "egal" bezeichnet, weshalb das "auch" wohl unangebracht ist.

"ZusammenfĂŒgen zu einem Groove, den ich seit Jahren nicht mehr wahrgenommen habe."

"Groove" finde ich nicht schön. Melodie klingt dir vielleicht zu melodiös, keine Ahnung. Den Anglizismus mag ich irgendwie nciht, aber Geschmackssache...

"und Textfragmente beschreiben meine Scheißsituation so treffen, dass es mich schmerzt."

Ich finde die Situation braucht das "scheiße" nicht, darĂŒberhinaus ist es m.E. nicht passend zum Text, wirkt irgendwie aufgesetzt...keine ahnung-
und natĂŒrlich fehlt dem "treffen" das "d".

Das wars an VorschlÀgen auch schon.
Wie gesagt, der Text spricht mich an, ich höre selber diese Band, lebe zudem auch noch in Köln.
Irgendwie mag ich dein kleines Werk...

Liebe GrĂŒĂŸe,
Haki

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