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Leselupe.de > Gereimtes
Wider das störrische Bein
Eingestellt am 19. 11. 2004 21:34


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Inge Anna
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Wider das störrische Bein

Sie hieß Ethelberta von Schwingen,
beim Gruß neigte Kopf sich und Bein;
mir wollte kein Knickschen gelingen,
drum ließ ich die Turnübung sein.

Die Tante, bei der ich logierte,
ergoss sich in Zetergeschrei;
so kam's, dass ich täglich trainierte,
den Auftakt zur Bauchpinselei.

Wenn sich die Gelenke verbogen,
der Schweiß nicht mehr wusste, wohin,
hat täntlicher Mund sich verzogen -
doch Rastpausen waren nicht drin.

Ich wippte vier Stunden am Tage,
nicht selten noch drei in der Nacht -
erreichte das Ziel harter Plage;
mein Hofknicks war lockere Pracht.

Die Tante schien freundlicher Stimmung;
sie wählte den zuckrigen Ton.
Ich eilte auf Füßen der Trimmung
dem Honiggesäusel davon.

Und plötzlich stand vor mir von Schwingen;
ich legte beim Kniefall mich quer.
Da hört' ich: "Ihr hängt in den Schlingen -
ich bin euer Bankhaus nicht mehr."

__________________
Die über Nacht sich umgestellt, zu jedem Staate sich bekennen, das sind die Praktiker der Welt; man kann sie auch Halunken nennen.
(Heinrich Heine)

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