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Leselupe.de > Kindergeschichten
Wie Fremde zu Freunden werden
Eingestellt am 21. 09. 2008 10:01


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Zweisprachig
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Wie Fremde zu Freunden werden

In der Eifel, mitten in einem dichten Tannenwald, lebte ein hĂŒbscher und tĂŒchtiger Hase namens Laura. Sie hatte dort ein schönes HĂ€uschen und einen kleinen Garten. Daheim war es immer gemĂŒtlich, besonders die Abende vor dem Kamin.

Laura war sehr glĂŒcklich, nun ja, fast sehr glĂŒcklich, denn sie hatte ein kleines Problem, mit dem sie nicht ganz zufrieden war. Sie hatte schon immer viel Angst vor fremden Tieren. Laura war so Ă€ngstlich, dass sie am liebsten zu Hause bei ihrem Garten blieb. Ihre Freunde zu besuchen traute sie sich nur selten. In ihrem Leben gab es viel mehr Fremde als Freunde.

Sie redete sich immer ein: „Ja, ja. Irgendwann werde ich das schon Ă€ndern. Klar. Ich werde einmal mutig und tapfer sein, so wie die Löwen aus den BĂŒchern. NatĂŒrlich werde ich eines Tages alleine durch den Wald spazieren gehen, BlĂŒmchen fĂŒr Tante Petra pflĂŒcken und neue Freunde kennenlernen.“ Ihre einzige Freundin, das Eichhörnchen Frida, hatte sie schon seit Wochen nicht mehr gesehen, da Frida am anderen Ende der Wiese wohnte. Sie freute sich schon darauf, Frida einmal Kuchen vorbeizubringen, wenn sie endlich mutiger geworden war. „Es ist nur eine Frage der Zeit und ich muss mich nicht beeilen. Das kommt bestimmt Schritt fĂŒr Schritt.“ redete sie sich ein.

Und so war Laura beschĂ€ftigt mit ihren Gedanken an jenem sonnigen FrĂŒhlingsmorgen. Sie pflĂŒckte gerade die Brombeeren im Garten, die vom Morgentau noch ganz feucht waren, als ihr ein schrecklich lautes PUMM! durch den Pelz fuhr. Es war das Gewehr des JĂ€gers. Aber so nah, wie sie es noch nie zuvor gehört hatte. Direkt hinter dem Haus musste er sein. Laura fĂŒrchtete sich schrecklich. Zum Haus zurĂŒck konnte sie nicht und so flĂŒchtete sie in den Wald. „Ich muss schnell einen Unterschlupf finden, wo ich mich gut verstecken kann.“ sagte Laura. Und so rannte sie so schnell sie konnte mit RiesensprĂŒngen davon.

Auf dem Weg lief sie an einem kleinen Teich vorbei, in dem viele Frösche schwammen. Vielleicht kannten die Frösche ja ein gutes Versteck. Aber als sie an den Teichrand hoppelte, tauchten fast alle Frösche erschrocken unter Wasser. Die Frösche hatten, genau wie Laura, Angst vor fremden Tieren.
Nur zwei mutige junge Frösche steckten neugierig ihre Köpfe aus dem Teich und fragten: „Hallo! Wer bist du? Und was machst du hier an unserem Teich?“.

Laura erzĂ€hlte den Fröschen von ihrer Flucht vor dem JĂ€ger und das sie ein neues Versteck suche. Dort wolle sie bleiben, bis der JĂ€ger wieder fort ist und sie zu ihrem Haus zurĂŒckhoppeln kann. Als die jungen Frösche merkten, das auch das Herz von Laura vor Angst laut pochte, riefen sie die anderen Frösche wieder nach oben. Ein Frosch nach dem anderen tauchte auf, steckte seinen Kopf aus dem Teich und blickte Laura an.
Die Ă€lteren Frösche, die bei ihren Wanderungen schon viel herumgekommen waren berieten sich, welches Versteck fĂŒr Laura groß genug und sicher genug sei. Und schon bald waren sie sich einig, das es Laura in einem verlassenen Dachsbauch ganz in der NĂ€he neben einer großen Eiche gefallen wĂŒrde.

Ein alter Frosch erklÀrte Laura den Weg und Laura verabschiedete sich von allen Fröschen. Kurz darauf war sie in ihrem neuen Unterschlupf angekommen. Es war schon eine eigenartige Erfahrung, dass die Frösche vor ihr, einem kleinen Hasen, soviel Angst hatten. Und das nur, weil sie eine Fremde war. Aber hatte sie nicht auch Angst vor Fremden gehabt? Viel schöner war es doch, aus Fremden Freunde zu machen. Und sie hatte eben 100 neue Froschfreunde gefunden, die ihr alle helfen wollten. Sie schlief in dieser Nacht sehr fest wie schon lange nicht mehr.

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