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Leselupe.de > Ungereimtes
Wie Kinder.....
Eingestellt am 12. 02. 2010 09:17


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Vera-Lena
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Wie Kinder.....

Wenn Himmelswelten sich auftun
hinter deinen geschlossenen Lidern,
bin ich immer noch bei dir
als das blaue Licht in deinem Land,
w├Ąhrend du den W├Ârterbund abtastest,
das Tor hinter dem Tor zu ├Âffnen.

Aoum fl├╝sterst du
und ich nehme diesen Schl├╝ssel.
In g├╝ldene Reiche treten wir ein,
einander den Honig zu reichen.
S├╝├če zerschmilzt in S├╝├če.
Unser beider Lippen beben,
wenn wir einander erschauen.



(Aoum ist ein Wort des Geistes.
Es erhebt die Seele bis zur g├Âttlichen Ebene.)



__________________
Der Mensch ist sich selbst das gr├Â├čte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

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Heidrun D.
Guest
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(Wenn wir nicht werden) wie Kinder ...

Hier ist es dir vortrefflich gelungen, liebe Vera-Lena, den tr├Âstlichen Gedanken an ein paradiesisches Jenseits mit der ewigen Kindheit zu verkn├╝pfen, die dir ein Angelpunkt dieser Vorstellung zu sein scheint.

Ich mag das Gedicht, welches auf m├Ąrchenhafte Weise das Sterben zu einer Reise in goldene Welten stilisiert, dem Abschied jedweden Schrecken nimmt und Hoffnung knospen l├Ąsst.

Ach, wenn es doch so w├Ąre ...

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Vera-Lena
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Liebe Heidrun,

danke f├╝r Deine Interpretation! Dieser Text bietet einen breiten Spielraum f├╝r eigene Gedanken, finde ich, und so, wie Du ihn f├╝r Dich liest, dachte ich mir auch schon, dass er so aufgenommen werden wird. Da ist f├╝r mich auch v├Âllig ok, denn der Grundtenor, dass es sich hier um etwas Erfreuliches handelt, bleibt ja erhalten.

Ich bin gespannt, ob sich noch andere Gedankenverbindungen einfinden werden.

Aber zuallererst freue ich mich, dass dieser, nicht so leicht zu lesende Text, bei Dir ein positives Echo gefunden hat.

Danke f├╝r Deinen einf├╝hlsamen Kommentar!

Liebe Gr├╝├če
Vera-Lena



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Heidrun D.
Guest
Registriert: Not Yet

Dein Gedicht lie├č mir keine Ruhe, weil ich R├Ątsel so mag ...

Jetzt glaube ich aber, deine Intention gefunden zu haben:

Auch w├Ąhrend eines Denkprozesses (hier wohl Dichtens) verh├Ąlt sich die Seele nicht stumm, sondern abwartend. - Hat der Poet (in einer anderen Lesart, der Gl├Ąubige) das Schl├╝sselwort (Aoum) gefunden, verschmelzen K├Ârper, Geist und Seele. Das Himmelreich des Frommen ist nahe.

Ist es das?

Wenn dies nix hilft, k├Ânnte es sich immerhin um ein Liebesgedicht handeln, dessen Protagonisten anhand eines (gemeinsamen) Schl├╝sselwortes eine h├Âhere Ebene betreten.

Fragende Gr├╝├če
Heidrun

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Vera-Lena
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All Ihr Lieben,

ich bin sehr ger├╝hrt dar├╝ber, wie Ihr Euch mit diesem Text besch├Ąftigt habt.

Es ist ein Liebesgedicht. (und ich habe 20 Jahre lang fest geglaubt, dass ich dergleichen nie in Worte bringen kann)

Es ist ein Text der von der Liebe spricht, die sich ├╝ber die physische Ebene hinaus zu erheben wei├č. So wie mirami es schon bezeichnet hat "ohne das Leiden, das Leiden schafft".

Als er fertig war, habe ich schon gesehen, dass er nicht so leicht zu entschl├╝sseln ist und vor allem, wie ich es ja auch oben schon erw├Ąhnte, dass er einen breiten Deutungsspielraum bietet.

Hier wird nun, der Einfachheit halber, von zwei Liebenden gesprochen. Beide sind auf einem Wege, der sich ├╝ber die Erf├╝llung im Physischen noch erhebt. Beide f├╝hlen sich durch ihre gemeinsame Suche bereits tief miteinander verbunden, so dass sich der Eine nicht ausgeschlossen f├╝hlt, wenn der Andere sich in seine tiefen inneren Welten hineinbegibt. "Als ein blaues Licht" vermag er sich auch in diese, eigentlich verschlossenen Zonen mit hineinzubegeben, weil das Blau Harmonie und Frieden ausstrahlt. Aber auch Deine Deutung, liebe mirami, dass es sich hier um die Zuverl├Ąssigkeit handelt, auf die Kinder in der Elternliebe zur├╝ckgreifen k├Ânnen, ist f├╝r mich einleuchtend.

Aber Beide wollen doch zu einem Punkt kommen, an dem sie auch im Psychischen auf einer h├Âheren Ebene, als der irdischen, miteinander verschmelzen k├Ânnen. Und so sucht das Lyrdu nach dem gemeinsamen Schl├╝ssel, der in diesem Falle ein hilfreiches, sehr machtvolles Wort ist, und deshalb, liebe Marie-Luise, will ich den "W├Ârterbund" auch gerne stehen lassen.

Dieser Augenblick, wenn es dann geschieht, wenn die Beiden ich sage mal hier ganz hilflos, mit ihren Seelen verschmelzen, wie soll man das beschreiben????

Normalerweise sagt man bei solchen Erlebnissen: Es ist unbeschreiblich und das dachte ich ja auch immer.

Dann kam aber dieser Text zu mir und ich sah, dass er f├╝r mich g├╝ltig ist, dass er das beschreibt, was ich dazu aussagen m├Âchte.

Liebe Rhea, nat├╝rlich wei├č ich, dass Dir andere Formulierungen lieber gewesen w├Ąren, das ist auch v├Âllig in Ordnung. Mir stehen aber nur diese Worte zu Gebote, sie sind einfach g├╝ltig f├╝r mich.

Mit dem Titel wollte ich von vorn herein deutlich machen, dass es sich hier um ein vertrauensvolles Miteinander handelt, dass sich in solchen Augenblicken zwei Menschen einander gegen├╝berstehen ohne Arg und dass sie f├Ąhig sind, sich g├Ąnzlich auf den Augenblick zu konzentrieren, wie Kinder das ja immer k├Ânnen, weil alles noch ganz neu f├╝r sie ist.

Ich danke Euch Allen sehr, dass Ihr mich bei diesem Ausflug in das "Unsagbare" begleitet. Ich kann nicht formulieren, wieviel mir das bedeutet.......

Nehmt es mir bitte nicht ├╝bel, wenn ich nicht jede Antwort von Euch einzeln erwidert habe. Ich bin einfach sehr bewegt.

Es ist begl├╝ckend, mit einem Text ein Echo zu finden.
Danke, danke, danke....

Euch allen einen sch├Ânen Sonntag!

Liebe Gr├╝├če
Vera-Lena


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