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Leselupe.de > Ungereimtes
Wie das Meer
Eingestellt am 08. 09. 2007 21:33


Autor
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Appelschnut
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Sep 2007

Werke: 2
Kommentare: 1
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Wie das Meer

Worte steigen empor
vom Sediment am Meeresgrund
und
wie Sandablagerungen
in der Maschinerie
verbleiben sie in mir.

Ber├╝hrungen schwimmen heran
aus den Weiten des Meers
aber
wie an Steilk├╝sten
im Winter die Wellen
brechen sie an mir.

Salz bleibt zur├╝ck
mit letzter Kraft
wie ein Blatt
im Herbststurm
verharrt.

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Prosaiker
Guest
Registriert: Not Yet

Erstmal: Willkommen in der Leselupe.

Zum Text: Dein Nickname ist lyrischer als diese Verse, da ehrlicher. Ich vermute (!), du bist relativ jung und schreibst noch nicht allzu lang. Winter, Meer, Steilk├╝ste, Herbststurm, das scheint alles sehr verlockend - wirkt jedoch aufgrund der lediglich beschreibenden H├Ąufung dieser lyrischen Wort-Urahnen, aufgrund des nicht vorhandenen Wiedererkennungswertes, nicht wirklich nach. Es fehlt das wie auch immer Nahegehende. Sowas wie "Appelschnut". Es fehlt die Komprimierung, die das Allgemeine aus dem Pers├Ânlichen entstehen l├Ąsst, und die einen Gro├čteil der Lyrik erst interessant gestaltet.


Gr├╝├če,
Prosa.

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Appelschnut
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Sep 2007

Werke: 2
Kommentare: 1
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Profil

Hallo Prosa,
danke f├╝r deinen Willkommensgru├č und deine ehrliche Kritik...
Dass dir mein Nickname gef├Ąllt, freut mich nat├╝rlich erst einmal sehr.
Aber nun zum Text: Ich bin 19 (ist das jetzt jung oder alt f├╝r dich?!?)und schreibe seit etwa einem Jahr. Nach (vor allem) positiven Kritiken hierzu in einem anderen Forum, war ich nat├╝rlich ├╝berrascht ├╝ber deine nun eher negative - was aber selbstverst├Ąndlich nicht dramatisch ist.
Ich pers├Ânlich fand dieses Werk immer recht gelungen, aber das h├Ąngt mit Sicherheit vom Standpunkt ab!
Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich dich richtig verstanden habe, aber du beanstandest doch, dass das Gedicht nicht ber├╝hrt, oder? Dazu folgende Erkl├Ąrung: Damit triffst du eigentlich meine Intention: Es geht um eine un├╝berbr├╝ckbare Barriere... eine Beziehung zu einem Menschen, die einem eigentlich sehr nahe geht, was aber nicht nach au├čen hin transportiert werden kann. Verstehst du was ich meine?!?
Ich danke dir trotzdem ganz herzlich f├╝r deine Worte.
Liebe Gr├╝├če, Appelschnut
__________________
"Das Leben ist nichts Anderes, als die endlose Probe einer Vorstellung, die niemals stattfindet."

aus: "Die fabelhafte Welt der Am├ęlie"

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Prosaiker
Guest
Registriert: Not Yet

Nun ja, mit meinen Vermutungen lag ich richtig.


quote:
aber du beanstandest doch, dass das Gedicht nicht ber├╝hrt, oder? Dazu folgende Erkl├Ąrung: Damit triffst du eigentlich meine Intention: Es geht um eine un├╝berbr├╝ckbare Barriere... eine Beziehung zu einem Menschen, die einem eigentlich sehr nahe geht, was aber nicht nach au├čen hin transportiert werden kann. Verstehst du was ich meine?!?

Appelschnut, der Sophismus ist eine Kunst, die beherrscht sein will. Ein Gedicht, welches "un├╝berbr├╝ckbare Barrieren" verbildlichen, welches eigentlich "nicht nach au├čen transportierbare" Gef├╝hle dem Leser vermitteln will, muss gerade aus der in diesem Sinne zwangsl├Ąufig folgenden Distanz in der Sprache ein literarisches Erregnis sein. Will hei├čen: Gekonnte Distanziertheit, Unterk├╝hlung, Ferne, nenn es wie du willst - denn ja, ich verstehe, was du meinst - muss ansprechend in Form gebracht werden. Ein paar in den Raum geworfene Gemeinpl├Ątze taugen da nichts. Wortschablonen erzeugen keine Entfernung im literarisch-zwischenmenschlichen Sinne, sondern eine langweilende Zweidimensionalit├Ąt, die selten Leser zu unterhalten wei├č. Letzte Konsequenz: Literatur ber├╝hrt immer. Gerade dann, wenn sie ein Schicksal wie etwa das Nicht-ber├╝hren-k├Ânnen darstellt. Whatever.

Gru├č,
Prosa.

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