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Leselupe.de > Kindergeschichten
Wie der Mond zu den Sternen kam..
Eingestellt am 23. 05. 2003 21:02


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Lucrezia
AutorenanwÀrter
Registriert: May 2003

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Wie der Mond zu den Sternen kam

Jeden Morgen, wenn der Tag erwachte, ging die Sonne auf. Und jeden Abend, wenn der Tag sich zur Ruhe legte, ging sie wieder unter und die Nacht brach an. Das waren die Momente, in denen sich Sonne und Mond fĂŒr einige Minuten begegneten und eine SchwĂ€tzchen hielten.
Der Mond liebte diese Begegnungen mit der Sonne, denn er hörte ihren Geschichten sehr gerne zu. Sie hatte immer sehr viel zu erzĂ€hlen von all den Dingen, die sie tagsĂŒber erlebte.
Der Mond lauschte sehnsĂŒchtig all den Geschichten von den Tieren, die sich tagsĂŒber in bunter Vielfalt auf der Erde tummelten, und all den Menschen die die tollsten Dinge unternahmen. Am liebsten hörte der Mond aber die Geschichten all der fröhlichen Kinder, die sich ausgelassen in GĂ€rten und auf SpielplĂ€tzen tummeln.
Der Mond wurde immer ein wenig traurig, wenn er der Sonne lauschte, denn es gab wenig, woran er sich des Nachts erfreuen konnte. Es gab niemanden, mit dem er sich nachts unterhalten konnte, denn er stand ganz alleine am nÀchtlichen Himmel.
Es gab kaum etwas zu beobachten, denn die meisten Tiere begaben sich in ihren Höhlen, Nestern und anderen Nachtlagern zur Ruhe. Und auch die meisten Menschen kuschelten sich des Nachts in ihre Betten
Aber nicht nur, dass es kaum etwas zu beobachten gab, es kam ja auch noch hinzu, dass. es nachts einfach zu dunkel war und sein Licht nicht ausreichte die Erde zu erhellen, um ĂŒberhaupt etwas sehen zu können
Der Mond langweilte sich fĂŒrchterlich, aber was noch schlimmer war, er fĂŒhlte sich von Tag zu Tag einsamer, so alleine am nĂ€chtlichen Himmel. Ab und zu kam ja mal eine Wolke vorbei, aber die hatten es immer sehr eilig, und es blieb wenig Zeit fĂŒr ein GesprĂ€ch.
Er wĂŒnschte sich nichts sehnlicher als nachts ein wenig Gesellschaft zu haben.
Von Nacht zu Nacht wurde der Mond trauriger. Eines nachts war er dann so traurig, dass er anfing zu weinen. TrÀnen kullerten seine Wangen hinunter und tropften in den nÀchtlichen Himmel. Immer mehr und mehr.
Aber was war das? Was geschah mit den Hunderten von TrÀnen, die der Mond vor lauter Einsamkeit weinte? Plötzlich fingen sie an zu glitzern und zu strahlen, und jede TrÀne suchte sich einen Platz am nÀchtlichen Himmelszelt und verwandelte sich in einen Stern.
Ja so kam der Mond zu den Sternen, er brauchte nun nie mehr einsam zu sein. Und vor lauter GlĂŒck weinte er noch ein paar TrĂ€nen mehr...

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Petra
AutorenanwÀrter
Registriert: Dec 2000

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Liebe Lucrezia,

gerade habe ich Dein "Wie der Mond zu den Sternen kam" gelesen.
Eine sehr hĂŒbsche Geschichte - besonders das Ende hat mir gut gefallen! Eine tolle Idee, die (negativen) TrĂ€nen des einsamen Mondes in etwas Positives umzumĂŒnzen - und den Mond so richtig glĂŒcklich werden zu lassen! Und das auch noch aus eigener Kraft. Er schafft sich seine Gesellschaft ja selbst! Prima.

Trotzdem sind mir - leider - einige Kleinigkeiten aufgefallen:

1. "Der Mond lauschte sehnsĂŒchtig all den Geschichten von den Tieren, die sich tagsĂŒber in bunter Vielfalt auf der Erde tummelten, und all den Menschen , die die tollsten Dinge unternahmen. Am liebsten hörte der Mond aber die Geschichten all der fröhlichen Kinder, die sich ausgelassen in GĂ€rten und auf SpielplĂ€tzen tummelten."

Entweder durchgehend Gegenwart - oder durchgehend Vergangenheit. Beides geht, aber nur eins!

2. Du benutzt sehr oft die AusdrĂŒcke Nacht, des Nachts, nachts, am nĂ€chtlichen Himmel, oftmals gleich mehrmals fortlaufend hintereinander. Ein Beispiel:

"Der Mond wurde immer ein wenig traurig, wenn er der Sonne lauschte, denn es gab wenig, woran er sich des Nachts erfreuen konnte. Es gab niemanden, mit dem er sich nachts unterhalten konnte, denn er stand ganz alleine am nÀchtlichen Himmel.
Es gab kaum etwas zu beobachten, denn die meisten Tiere begaben sich in ihren Höhlen, Nestern und anderen Nachtlagern zur Ruhe. Und auch die meisten Menschen kuschelten sich des Nachts in ihre Betten."

Das erscheint mir ein wenig viel. Möglicherweise kann man das ein oder andere ersetzen durch einen anderen Begriff oder es umschreiben?

3. Das Konzept der Geschichte halte ich im Großen und Ganzen fĂŒr gelungen; ich wĂŒrde es also nicht großartig Ă€ndern. Allerdings hĂ€tte ich zwei Mitteilungen an den Mond persönlich:

a) Er ist aber auch zu einsam! Hat er denn die vielen nachtaktiven Tierchen nicht gesehen? Es gibt doch so viel zu entdecken! Gerade er befindet sich doch in der vorteilhafteren Stellung - bei Tag sehen kann doch jeder!
b) All die Wölkchen, die eilig weiterhasten, sind aber auch wirklich zu frech! Dass sich gar keines unterhalten will! Aber - das stimmt ja auch gar nicht! Gestern abend erst habe ich eines gesehen, das dem Wind, der es vor sich her trieb, vorwitzig einfach entschlĂŒpfte und sich auf einen Plausch mit Herrn Mond einließ. Ein ganzes ViertelstĂŒndchen lang. Und letztes Jahr auch erst!


Viele GrĂŒĂŸe.
Petra

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Stoffel
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Registriert: Jun 2002

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guten Morgen,

eine wirklich hĂŒbsche Idee, die mir sehr gefĂ€llt.

Nur mal die Überlegung, etwas an der Satzstellung Anfangs zu Ă€ndern...?

"Jeden Morgen, wenn die Sonne aufging, erwachte der Tag und jeden Abend, wenn sie unterging, legte der sich zur Ruhe, da die Nacht anbrach. Das war stets der einzige Moment, in dem sich Sonne und Mond "guten Abend" wĂŒnschten...."

lG
schönen Tag
Stoffel


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Lucrezia
AutorenanwÀrter
Registriert: May 2003

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Hallo Petra!
Sorry, dass ich jetzt erst antworte, aber ich war etwas im Stress. Vielen Dank fĂŒr deine guten Tips!!! ( Ich stell dich spĂ€ter mal als Lektor an ;-) ) Du hast natĂŒrlich völlig recht. Ich habe alle Tips berĂŒcksichtigt und die Geschichte noch einmal ĂŒberarbeitet.

Liebe GrĂŒĂŸe!

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