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Leselupe.de > Krimis und Thriller
Wie ich dem Tod begegnete
Eingestellt am 28. 06. 2001 13:16


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Onitor
Hobbydichter
Registriert: Jun 2001

Werke: 6
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Wie ich dem Tod begegnete

Nebenan lachten sie und sangen ausgelassen. Ich hatte mich in die Bibliothek geflĂŒchtet, mir war ein wenig ĂŒbel und ich glaubte kurz vor einer Ohnmacht zu stehen. Ich setzte mich in die dunkelste Ecke, niemand sollte mich sehen, niemand Fragen stellen. WĂ€hrend ich versuchte meine AtemzĂŒge zu kontrollieren und den Kopf in meine HĂ€nde vergrub, betrat ein junges MĂ€dchen die Bibliothek. Ich bemerkte sie erst nicht, nur ihr Weinen verriet ihre Anwesenheit. Ich erschrak und lehnte mich lautlos in die Dunkelheit meiner Ecke. Ich wollte zu ihr gehn, sie tröstend umarmen, aber das ging nicht. Ich könnte doch nicht einfach, in meinem Zustand, schließlich sah ich sie zum ersten Mal und was sollte ich sagen, ich der in dunkle Ecken flĂŒchtet. Sie ging zu einem Fenster und öffnete es. Die frische nach Regen duftende Luft streichelte sie und tanzte in ihrem Haar. Sie schloß die Augen und atmete tief ein. Was war nur geschehen fragte ich mich, als ich wiedermals erschrak, ein kleines Kind auf einem Dreirad fuhr an mir vorĂŒber. Es hatte eine kleine Klingel in der Hand, mit der es schellte. Ich blickte ihm verwundert hinterher, wie es stumm, ohne mich anzusehen, durch die Wand ins nĂ€chste Zimmer fuhr. Verstört von diesem Anblick rieb ich mir die Augen, als ich mich wieder umwandte, war sie verschwunden. Ich rannte nervös zum Fenster. Das MĂ€dchen lag regungslos auf der Straße. Eine Zeitlang blickte ich starr auf ihren Körper, bis ich mich mit aller Kraft von ihrem Anblick losreißen konnte. Erst jetzt fiel mir die Stille auf. Das GelĂ€chter der feiernden Gesellschaft war verstummt und der Wind hatte sich gĂ€nzlich gelegt. Die Stille war so vollkommen, dass ich nicht einmal meinem Atem hörte. Nein, ich atmete nicht mehr! Ich schaute an mir herab, meine HĂ€nde hatten sich schĂŒtzend auf meinen Brustkorb gelegt. Ich geriet nicht in Panik. Ich schnappte nicht nach Luft. Ganz im Gegenteil, ich war völlig ruhig und eine unbĂ€ndige Sehnsucht ĂŒberkam mich. Als hĂ€tte ich es geahnt, hörte ich das Schellen des Kindes in weiter Entfernung. Im nĂ€chsten Moment hatte sich das Schellen schon bedrohlich genĂ€hert. Mein Blick verschwamm und ich erkannte die Umrisse des Kindes, vielleicht ein zwei Meter vor mir. Dann wurde mir schwarz vor Augen. Als ich erwachte, sah ich in die Gesichter einiger PartygĂ€ste die sich um mich versammelten. Der Tod hatte sich einen Scherz mit mir erlaubt, doch die bleichen Gesichter verrieten die Ernsthaftigkeit mit der er das MĂ€dchen behandelte.


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Renee Hawk
???
Registriert: Jan 2001

Werke: 17
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Hallo Onitor,

brilliant erzÀhlte Geschichte. In dir schlummert ein Talent der PSI - ErzÀhlung.
Wie ich schon sagte, die Kommasetzung und die Betonung (Ausdruck) einzelner Passagen kannst du noch verbessern, doch der Stil gefÀllt mir sehr.

Liebe GrĂŒĂŸe
ReneĂš

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Onitor
Hobbydichter
Registriert: Jun 2001

Werke: 6
Kommentare: 9
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Vielen Dank fĂŒr Deine unterstĂŒtzende Antwort! Angespornt durch Deinen Beitrag werde ich versuchen den Ausdruck an manchen (?) Stellen ĂŒberarbeiten.

Liebe GrĂŒĂŸe
Onitor

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stephy
Guest
Registriert: Not Yet

hmm......

Hi Onitor!

Also ich hoffe, ich hab das jetzt mit dem Punktesystem richtig verstanden... Das ist meine erste Punktevergebung... *gg*

Ich fand die Geschichte richtig schön zu lesen. Allerdings etwas hastig erzÀhlt... Ich hÀtte das Thema etwas mehr "ausgedappt".
Der Schluß aber war genial und die Idee an sich hat mir sehr gefallen!

Weiter so!

Griasle
stephy

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Onitor
Hobbydichter
Registriert: Jun 2001

Werke: 6
Kommentare: 9
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Hi Stephy!

Vielen Dank fĂŒr Deine Antwort! Es freut mich, dass Dir meine Geschichte gefĂ€llt und habe selbst noch das GefĂŒhl mehr aus der Idee rauszuholen. Andererseits will ich aber nicht zu sehr ins Detail gehen und dann vielleicht langweilen. Mal sehen ob mir ein neues Element einfĂ€llt, irgendwann.

Herzliche GrĂŒĂŸe
Onitor

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stephy
Guest
Registriert: Not Yet

wird!

Hallo Onitor!

Das wird schon!
Was das Langweilen betrifft; mach Dir mal da gar keine Sorgen; bei Stephen King herrscht zuerst auch immer Langeweile - aber danach kommt der große Kracher!
Es kommt immer druff an, WIE man das alles schreibt. Du hast das doch schon echt gut gemacht! Selbst Langweile kann manchmal spannend sein...

Griasle
stephy

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