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Leselupe.de > Experimentelle Lyrik
Wie ich starb
Eingestellt am 04. 09. 2002 22:46


Autor
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schumpo kaladze
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Jun 2002

Werke: 9
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Er packte mich mit seinen dreckigen H├Ąnden und schrie mir ins Gesicht.

Er war niemals jung. Das was er jetzt versuchte, werde ich mein ganzes Leben lang nicht erleben. Er war niemals jung. Er lebte seine w├╝tenden Tage.

Denke ich mit meinem eigenen Kopf? Nein. Ich bin ein gro├čer Haufen hypnotisierter Schei├če. Christus war ein elender Bastard.

Wem geh├Ârt der Anfang? Wem das Ende? Wohin f├╝hrt mich der Weg? Er war gleich, er war besonders, er war gefangen, er war frei.

In diesem Augenblick verliebte ich mich in ihn, in dieses spuckende Monster aus Wahnsinn und Wut.

Oh, Mutter Gottes! Sieh was wir mit deinen Kindern machen! Sieh! Gleich sein, besonders sein, frei sein, sich selbst geh├Âren.

Er w├╝rgte mich immer fester, und ich liebte ihn. Ich starb gl├╝cklich.

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Bernd
Foren-Redakteur
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Wenn ich es sehe, geht es hier um den verlorengegangenen Respekt, um das Gef├╝hl, nicht respektiert zu werden, gipfelnd im gef├╝hl, sich selbst nicht mehr zu respektieren. Stellvertretend dient hierzu das Symbol der N├Ąchstenliebe, Symbol der Ewigkeit, Symbol der westlichen Zivilisation, Christus, der aber hier nicht helfen kann.

Viele Gr├╝├če von Bernd
__________________
Copy-Left, samisdada, Dada Dresden

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schumpo kaladze
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hmmm

ich muss dir ehrlich sagen, ich weiss nijhct was ich schreiben soll.

deine interpretation ist schl├╝ssig, deckt sich aber nur marginal mit meinen grundgedanken.

mir ging es um eine intensive situation, eine verzweifelte situation, wo der wahnsinn ├╝ber das leben siegt.

selbstverst├Ąndlich kann eine solche situation nur in einer seelenverkr├╝ppelnden gesellschaft entstehen.

das mit der verlorengegangen kraft der religion ist aber 100% auch meine beabsichtigte botschaft gewesen.

liebe gr├╝sse und danke vielmals f├╝rs lesen und nachdenken.

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Bernd
Foren-Redakteur
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Hallo, Schumpo,

meine war auch nur eine der m├Âglichen Interpretationen, und ich habe das Werk in einigen Tagen Abstand mehrfach gelesen, ehe ich dazu geschrieben habe. Am Anfang fnad ich nur Zugang ├╝ber Bilder und Emotionen, aber das reichte mir nicht, denn ich wollte weiter dahinter gehen.
Die Verzweiflung habe ich gesehen. Sie richtete sich gegen innen und gegen Au├čen, und das gegen Au├čen sah ich zun├Ąchst als Angriff. Erst als ich es n├Ąher betrachtete, sah ich weiter.

Viele Gr├╝├če von Bernd
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