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Leselupe.de > Erotische Geschichten
Wie immer
Eingestellt am 17. 01. 2003 01:54


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Wiske
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Wie immer

Er rauchte "die Zigarette danach". Tief inhalierend, kleine Ringe ausstossend, ein Ritual welches er genoss. Keine ├╝berfl├╝ssigen Worte; keine schwierigen Fragen; nur er und seine Gedanken, alleine, wie so oft in letzter Zeit.
Er roch seinen Schwei├č, ein bei├čender Geruch; das Ergebnis einer langen Nacht zu zweit.
Sie hatte ihn angerufen. "Hi, bist Du einsam? Soll ich r├╝berkommen? ". Ihre tiefe wohlklingende und etwas verruchte Stimme lie├č ihn leicht erschauern. Nat├╝rlich, er hatte nichts dagegen, wusste er doch, auf was das hinauslaufen w├╝rde.
Eine Viertelstunde sp├Ąter klingelte es bereits an seiner T├╝r. Er ├Âffnete ihr, lediglich mit einer alten grauen Stoffhose bekleidet, die obligatorische Zigarette in der Hand. "Du rauchst zuviel". Sie dr├Ąngte sich an ihm vorbei und ging schnurstracks ins Wohnzimmer. Sie kannte sich mittlerweile aus. "Hast Du Wein? Ich hatte einen anstrengenden Tag. Ein Weisswein w├Ąre gut." "Sicher, schau nach, Du wei├čt ja wo Du alles findest". Er zog sich ein T-Shirt ├╝ber und setzte sich in seinen Sessel.
Er wartete. Wie lange w├╝rde es wohl diesmal dauern? Sie war ein offenes Buch f├╝r ihn und er wusste nicht, ob er sich dar├╝ber freuen konnte. Sie verlor ihren Reiz, machte es ihm zu einfach. Er seufzte. "Du auch?" drang ihre Stimme aus der K├╝che. "Sicher, wie immer". Er dr├╝ckte seine Kippe aus und wartete auf ihren Auftritt. Sie kam aus der K├╝che, zwei Weingl├Ąser in der Hand nackt wie Gott sie schuf. Meine G├╝te, schoss es ihm durch den Kopf, dieses Mal kommt sie verdammt schnell zur Sache. "Und, wie war Dein Tag?" Sie setzte sich auf die Couch, nippte an ihrem Wein und sah ihn abwartend an. "Du bist zu schnell, ich kann das so nicht" Er st├Âhnte innerlich. Wie oft hatte er es bereits mit ihr besprochen, ihr seine W├╝nsche bis ins kleinste Detail geschildert? Sie hatten einen Deal und sie verletzte die Regeln - wieder einmal. Als ob sie seine Gedanken erahnte, stellte sie schnell ihr Glas auf das Beistelltischchen und kam zu ihm herr├╝ber. "Na komm, sei nicht b├Âse mit mir, ich brauche Abwechslung!" Sie beugte sich ├╝ber ihn und k├╝sste z├Ąrtlich sein Kinn. Ihre H├Ąnde wanderten ├╝ber seine Oberschenkel, immer h├Âher, fordernd und abwartend zugleich. Er stiess ihre H├Ąnde sanft zur Seite. "Ich will, da├č Du Dich an die Abmachnung h├Ąlst, sonst beenden wir das Ganze, verstehst Du?!" Seine sonst eher ruhige Stimme nahm einen anderen Tonfall an und ein Fremder h├Ątte diese Nuance vielleicht nicht bemerkt. Sie aber wusste das sie jetzt schnell reagieren musste, sonst w├Ąre der Abend wohl gelaufen. Sie liess von ihm ab und schlenderte betont langsam zur Couch zur├╝ck, der Gang wiegend, vielversprechend. "O.K., wenn Du nicht willst" Sie verzog ihre h├╝bschen Lippen zu einem ge├╝bten Schmollmund, angelte nach seinem P├Ąckchen Zigaretten, "Ich darf doch?" und z├╝ndete sich eine an. Er erhob sich aus seinem Sessel und ging Richtung Schlafzimmer. "Komm mit".





Oh ja, Der Sex war wie immer berauschend. Nasse K├╝sse, sich aufb├Ąumende K├Ârper, immer wieder eng umschlungen um sich dann sanft zu l├Âsen, zu verschnaufen und wieder von vorne anzufangen. Ge├Âffnete Lippen, gespreizte Schenkel, seine nicht enden wollende Erektion. Immer wieder schrie sie seinen Namen, feuerte ihn an, verlangte nach mehr. Sie war nicht zu s├Ąttigen und er hatte viel zu geben. So sollte es sein dachte er zufrieden und ersch├Âpft, als sie sich gegen drei Uhr morgens voneinader l├Âsten und in einen leichten Schlaf fielen.

Als er eine knappe Stunde sp├Ąter wieder erwachte, stand sie vor ihm, angezogen, frisch geschminkt, sichtlich im Aufbruch. "Du gehst schon?" "Ich kann nicht bleiben, ich bin morgen komplett ausgebucht. Ich werde nach Hause gehen und mich ein wenig ausruhen, Du wei├čt schon, ich brauch dies Zeit f├╝r mich". "Klar, verstehe."

"Ich suche nur rasch noch meinen Schal, Du wei├čt schon, den den ich das letzte Mal hier irgendwo liegengelassen habe". Sie ging ins Nebenzimmer. Er stand auf und fuhr leicht zusammen als er den ├╝blichen Schmerz im R├╝cken versp├╝rte. "Verflucht!" "Was hast Du gesagt?" "Nichts, schon gut" rief er und murmelte leise Fl├╝che als er seine Unterhose nicht auf Anhieb fand. Er wollte ihr ins Nebenzimmer folgen, blieb aber an seinem Schalfzimmerspiegel stehen. Was er dort sah, gefiel ihm immer weniger: Ein Mann, Ende f├╝nfzig, graue Haare, scharfe Gesichtsz├╝ge, schlaffe Figur - ohne jeglichen Pep, wie er fand. W├╝tend schaute er sich an. Mein Gott, habe ich das wirklich n├Âtig?
Er schaute auf seinen Bauch herab und stellte wieder einmal fest, das er seine F├╝├če nicht sehen konnte. Seine Haut war fahl, nahezu grau, seine Altersflecken auf den H├Ąnden schienen jeden Tag mehr zu werden und auch seine Kahle Stelle auf dem Hinterkopf schien sich rasant zu vergr├Â├čern. "Ja, Du hast es n├Âtig" sein Spiegelbild nahm diese Worte gelassen auf.

Traurig und sich selbst bedauernd wandte er sich ab und ging wieder ins Bett. Sie wusste ja wie sie hinausfand.

"Hey", rief er ihr nach, "der Umschlag liegt auf dem K├╝chentisch ! Dreihundert, wie immer".
Sie sagte nichts mehr als die T├╝r leise ins Schloss schnappte.

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Renee Hawk
???
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Hallo Wiske,

sch├Ân geschildert wie auch dies zu einem Ritual werden kann.
Der rote Faden "wie immer" fand ich, sehr schon gef├╝hrt und die eingeflochtenen Dialoge vertraut.
Ziemlich zu Anfang ist eine Szene, die ich nicht verstehe vom technischen Ablauf her:

"... setzte sich ihr gegen├╝ber in den Sessel... " und einige Sekunden sp├Ąter, als er sich das Shirt ├╝berstreifte "... 'Du auch?', drang ihre Stimme aus der K├╝che" zumal sie von der Erz├Ąhlung her, zwar zuerst ins Wohnzimmer ging, sich aber nicht setzte.

Das konnte ich mir so jetzt nicht genau vorstellen.

liebe Gr├╝├če
Rene├Ę


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Wiske
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Recht hast Du

Liebe Rene├Ę,

Besten Dank f├╝r Deinen Hinweis, ich habe es entsprechend ge├Ąndert. Auch wenn sie jetzt nicht ausdr├╝cklich in die K├╝che geht, so sitzt sie zumindest nicht mehr ihm gegen├╝ber UND hantiert gleichzeitig in der K├╝che

*Danke*

Einen sch├Ânen Tag w├╝nsche ich Dir

Wiske


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kaffeehausintellektuelle
Guest
Registriert: Not Yet

ja, gef├Ąllt mir gut, war sch├Ân zu lesen. und ein bisschen traurig gleichzeitig. die beziehung zwischen den beiden hast du sehr gut und einf├╝hlsam geschildert und auch die szene vor dem spiegel fand ich ber├╝hrend.
ein fehler ist mir auch aufgefallen

Als er eine knappe Stunde (sp├Ąter?) wieder erwachte .....

noch eine frage: nimmt der typ viagra? aufb├Ąumende k├Ârper ganze nacht, eine nie enden wollende erektion (ich glaub, auch nur mit einem r) .... na serwas! und das in dem alter!

die kaffeehausintellektuelle alias Lady Bergamot

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Wiske
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seine Potenz

Hallo Frau K.,

"Als er eine knappe Stunde (sp├Ąter?) wieder erwachte ....."

Habe ein sp├Ąter eingef├╝gt - *Danke* f├╝r das!

"..noch eine frage: nimmt der typ viagra? aufb├Ąumende k├Ârper ganze nacht, eine nie enden wollende erektion.."

Das ist das traurige an der Sache: kein Selbstbewu├čtsein; der eigene K├Ârper der viel zu geben hat, leider aber von seinen Gedanken ├╝ber eben diesen daran gehindert wird und diese Frau als "einzige noch verbleibende L├Âsung" sieht..

Lieben Gru├č
Wiske


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Abendsternchen
???
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Hallo Wiske,

ein altes, mit schlechten Klischees behaftetes Ritual hast Du sch├Ân und einf├╝hlsam dargestellt. Im Grunde kommt nicht der Freier zur Dame, sondern umgekehrt, auch eine kleine humorvolle Einlage. *l├Ąchel*
Einzig anzumerken h├Ątte ich Folgendes:
Zu Beginn raucht ER die Zigarette danach.
Doch... Du schreibst am Ende, er geht ins Bett. Vielleicht sollte er sich vom Spiegel umdrehen und ans Fenster gehen, w├Ąhrend er h├Ârt, wie sie die T├╝r ins Schloss fallen l├Ąsst.
und dann eben die obligatorische Zigarette hervorholt.

einen lieben Gru├č
und noch einen sch├Ânen Sonntag

Abendsternchen

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