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Leselupe.de > Essays, Rezensionen, Kolumnen
Wie peinlich sind unsere Politiker
Eingestellt am 12. 12. 2010 11:40


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charlykappel
Hobbydichter
Registriert: Sep 2010

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Alois Mock in Polo-Shirt und kurzer Hose, darunter die vom niederösterreichischen Wetter gebleichten Beine, weiße Socken und Sportschuhe. Die WĂ€hler daheim waren sprachlos, die Zeitungen quollen ĂŒber vor Spott. Alois Mock hat in seinem weiteren politischen Leben noch viel geleistet. Aber ganz vergessen wurde ihm der peinliche Auftritt in Hot Pants nie.
Als sich etwa der damalige Wirtschaftsminister Martin Bartenstein 2007 nach Kasachstan aufmachte, die Gastgeber nötigten ihn, ihre Landestracht anzuprobieren. Der schlaksige Bartenstein sah in dem langen, prÀchtigen Gewand aus wie ein Multi-Kulti-Nikolo.
Finanzminister Josef Pröll und Bartensteins Nachfolger Reinhold Mitterlehner, ließen sich beim heurigen Staatsbesuch in Indien ließen sich die beiden widerspruchslos in mehrere Quadratmeter buntes Tuch wickeln.
Das Anlegen der Landestracht und freiwilliges Herumhopsen bei Volkstanzgruppen können wenigstens noch als Versuche der VerbrĂŒderung durchgehen. Ein bisschen lĂ€cherlich, aber ganz sympathisch.
Berlakovich wollte zum Klimagipfel in CancĂșn, verpasste aber seinen Anschlussflug und wurde versehentlich behandelt wie ein ganz normaler Mensch. Das heißt, er bekam einen 25-Euro-Essensgutschein undwurde in ein billiges Hotel verfrachtet.
Berlakovich dagegen beschloss, seinem pannonischen Temperament nachzugeben. Augenzeugen erlebten einen regelrechten Tobsuchtsanfall des Ministers. Sein Zorn richtete sich gegen die österreichische Botschaft, die keine schnellere Abwicklung ermöglicht hatte („ein Saustall!“) sowie gegen die Fluglinie („Nie wieder Air France!“). Immerhin zeigte der Vorfall, wie schnell die heimische Politik agieren kann, wenn wirklich Not am Mann ist: Die an der österreichischen Botschaft in Paris beschĂ€ftigte LandwirtschaftsattachĂ©e Birgit Hell wurde umgehend ihres Postens enthoben.
Der ehemalige SP-Bundeskanzler Alfred Gusenbauer auf Anfrage sicher gerne bestĂ€tigen. Im Mai 2008 war er auf Besuch in Argentinien und hielt vor dem dortigen Kongress eine Rede. Angesichts der Tageszeit und der vollen RĂ€nge sah sich Gusenbauer zu einem kleinen Witz auf Kosten der eigenen Landsleute veranlasst: „Bei uns sind Senatoren nach 16 Uhr kaum noch bei der Arbeit anzutreffen“. Ein paar Monate vorher hatte es schon Aufregung gegeben, weil Gusenbauer bei einem Privatflug mit der Familie nach Bangkok ein kostenloses Upgrade in die Business-Class genossen hatte.
Nur wenige Dienstreisen zeitigen so heftige Nachwirkungen wie Jörg Haiders Besuche beim irakischen Diktator Saddam Hussein. Bis heute ist nicht geklĂ€rt, wer die AusflĂŒge bezahlt hat, und auch nicht, wie viel irakisches Geld in der Folge nach KĂ€rnten floss. Ein RĂ€tsel muss wohl auch bleiben, was Haider im WĂŒstensand ĂŒberhaupt zu suchen hatte.

Abgehoben und nicht wirklich auf der Erde wandelnd, sind sie, unsere Volksvertreter.

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