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Leselupe.de > Kurzprosa
Wiedergeburt
Eingestellt am 12. 08. 2008 16:11


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Franka
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Wiedergeburt

Nur mit den Fu├čspitzen den Boden ber├╝hrend, gehe ich zu T├╝r. Als ich sie, ohne die Schlafstille zu st├Âren, hinter mir zugezogen habe, zittern mir die Knie, und ich setze mich f├╝r ein paar Sekunden auf die Treppe.
Wie viel Zeit l├Ąsst mir der Tag noch?

Ein lautes Hupen holt mich aus angstvollem Nachdenken. Ich eile, die Schuhe noch immer in der Hand, die Treppen hinunter, lasse mit gro├čer Erleichterung die schwere Haust├╝r ins Schloss fallen, schl├╝pfe dann in die wei├čen Sandalen und nehme bei zwei, drei hastigen Atemz├╝gen wahr, dass die Nachtluft sehr kalt ist. Egal, denke ich, lieber erfrieren...

Mit gro├čen, gleichm├Ą├čigen Schritten gehe ich die Stra├če hinunter. Als leichter Schneefall einsetzt, beschleunige ich, mehr und mehr und mehr, solange, bis jeder Atemzug schmerzt, ich durch Mund und Nase atmen muss, um genug Luft in die Lunge zu pumpen.
Ob er wohl noch schl├Ąft?

Das schnelle Laufen hat auch sein Gutes, mir wird warm und das, obwohl ich nur ein leichtes Kleid, sein Lieblingskleid, das wei├če, das mit dem gro├čz├╝gigen Ausschnitt, das, das mich wie eine Braut aussehen l├Ąsst, das, das ich seit gestern trage, anhabe.
Er h├Ąlt alles unter Verschluss.

Ich brauche eine Pause. Es ist so kalt! Ich mache jetzt Pause. Mein Gott, die Schmerzen lassen nach, aber daf├╝r kriecht die K├Ąlte an mir hoch, mir ist, als w├╝rde das Blut schon klumpen.
Ist die K├Ąlte seine Verb├╝ndete?

Hinter mir geht Licht an, ein junger Mann, den Schal locker ├╝ber Mund und Nase gebunden, schaut verwundert an mir herunter und schwingt sich dann kopfsch├╝ttelnd auf ein Motorrad. Er ist bestimmt noch warm, vom Schlafen, von einer gut beheizten Wohnung, doch er schaut nicht zur├╝ck. Ich muss laufen, wieder warm werden.
H├Ątte er mein Verb├╝ndeter sein k├Ânnen?

Bei jedem Schritt singt etwas in mir und selbst, wenn ich aus Atemnot nur noch schnaufen kann, ist dieses Lied laut genug, um mich anzutreiben, mich von innen zu w├Ąrmen, und als ich die Kirche vor mir sehe, wei├č ich, dass ich es schaffen werde.

Noch einen Herzschlag lang bleibe ich vor der T├╝r stehen, und male mir Vaters Reaktionen aus, wenn er sieht, dass mein Bett kalt und leer ist, wenn ihm bewusst wird, dass alle seine Vorkehrungen nicht genutzt haben, wenn er begreift, dass ich nun daf├╝r sorgen kann, dass er f├╝r immer in der H├Âlle schmoren wird.

Mit letzter Kraft dr├╝cke ich die Kirchent├╝r auf und wei├č, jetzt bin ich wirklich frei, und ich versp├╝re den gro├čen Wunsch jemandem daf├╝r zu danken.








Version vom 12. 08. 2008 16:11
Version vom 12. 08. 2008 16:49
Version vom 12. 08. 2008 21:40
Version vom 13. 08. 2008 15:18
Version vom 13. 08. 2008 17:51

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MarenS
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Feb 2005

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Kleiner Fehler:
mehr Fenster(n) das Licht an geht und male mir Vaters Reaktionen aus, wenn er

Warum gehen in der Jahreszeit um diese Uhrzeit die Lichter in den Fenstern an?

Warum einmal "dir und mir" und dann wieder "er" also Wechsel zwischen zweiter und dritter Person?

Ansonsten eine f├╝r meine Begriffe gut geschriebene Geschichte, die nicht auf den ersten Blick durchschauen l├Ąsst...sehr gut!

Gr├╝├če von Maren

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Franka
Foren-Redakteur
Routinierter Autor

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Hallo MarenS,

da ist mir doch wieder so ein Fehler durchgehuscht, aber mit deiner Hilfe konnte ich ihn fangen. Danke, auch f├╝r das positive Feedback.

Wenn ich im sp├Ąten Herbst oder im Winter fr├╝h ( Dienstbeginn z.B. um 6;00 Uhr) raus muss, dann sehe ich auch viele helle Fenster.

Lieben Gru├č
Franka

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R. Herder
???
Registriert: Jan 2008

Werke: 41
Kommentare: 526
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Ziemlich viele Fl├╝chtigkeitsfehler und erneut ein schwachbr├╝stiger bis teilweise unbeholfener Stil. Wichtig ist zun├Ąchst, vor allem, dass du das altbekannte Thema nicht nach Schema F durchl├Ąufst, sondern die vorhandenen Variablen flexibler und vielleicht weniger geordnet = langweilig einsetzt. Deine Protagonistin hat zudem kein Fleisch auf den Rippen. Mehr Papierfalter als Steak.

Wenn du erlaubst, werde ich den Text mal so bearbeiten, wie ich ihn eventuell geschrieben h├Ątte. Wie immer nur, um Anregungen zu geben. Bin ja nicht Gott. Noch nicht.



quote:
Wiedergeburt


Im Hausflur hinter mir geht das Licht an. Ein junger Mann, den Schal locker ├╝ber Mund und Nase gebunden, tritt hinaus, an mir vorbei ... nimm mich mit. Er steigt auf sein Motorrad, blickt noch kurz an mir herunter und f├Ąhrt los.

Ich muss wieder warm werden, ich muss laufen. Etwas singt in mir und es ist laut genug, den Schmerz in meiner Brust bei jedem Atemzug, bei jedem Keuchen zu ertragen. Es ├╝bert├Ânt bereits die vergangenen Minuten, als ich, vorsichtig, nur mit den Fu├čspitzen den Boden ber├╝hrend, zur Wohnungst├╝r ging, sie ├Âffnete, sie schloss und mich in ihrem R├╝cken f├╝r ein paar Sekunden auf die Treppe setzte. Wie viel Zeit?

Ich schl├╝pfte in die wei├čen Sandalen, lief die Stufen hinunter, ├Âffnete die Haust├╝r, schloss die Haust├╝r, und lief davon in seinem wei├čen Kleid, in seinem Lieblingskleid, das mit dem gro├čen Ausschnitt und dem d├╝nnen Stoff. Meine anderen Klamotten waren in der Garage verschlossen.
Irgendwann begann das Lied, das mich durch den Schneefall laufen lie├č.

Ich war noch nicht weit genug von ihm entfernt, ich durfte keine Pause machen, ich musste zur Kirche, da stand ich bereits im Hauseingang, wo die K├Ąlte mich ├╝berfiel und der Motorradfahrer mich frieren sah. Wie viel Zeit, bis Vater mein leeres Bett sieht und begreift, dass alle Vorkehrungen nichts genutzt haben? Wie viel Zeit, bis ...

Vor mir die Kirchent├╝r. Ich singe noch, w├Ąhrend ich sie ├Âffne, w├Ąhrend ich sie schlie├če und mich an ihren R├╝cken lehne.



Das ist immer noch nicht gut, weist einige L├╝cken auf, scheint insgesamt nicht rund und konsistent, bem├╝ht sich aber um einen anderen Aufbau. Vielleicht kannst du ja irgendwas damit anfangen.


Gr├╝├če,
Ren├ę.

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Franka
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Hallo Rene,

danke f├╝r deine Einsch├Ątzung, aber deine Umsetzung entspricht nun mal leider nicht meinem Schreibstil, auch ver├Ąndert es den Inhalt, deine Protagonistin nimmt mir das alles zu leicht, auch, wenn sie v├Âllig durcheinander erscheint. Ich glaube meine Art und deine Art zu schreiben klaffen doch schon weit auseinander.
Ich werde den Text demn├Ąchst lesen, mir dabei weitere Meinungen einholen und dann ├╝ber eine Ver├Ąnderung entscheiden.

Danke und
LG Franka, der dein Text sehr gut gef├Ąllt.

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Franka
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Danke Odilo!

Lieber Rene,

ich habe den Text jetzt doch schon bearbeitet, er ist immer noch gradlinig, aber ein wenig verdichtet.

LG Franka

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