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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Wiederkehr
Eingestellt am 11. 11. 2010 19:42


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Ternessa
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Jul 2009

Werke: 23
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Es war so einfach.
Als ich ging, da musste ich alleine gehen, da konnte ich ihn nicht mitnehmen. Kind seiner Mutter- unzertrennlich.
Also überlegte ich nicht lange. „ Beiden bleibt ein Haus und ein Garten, nur ich bin nicht mehr da. Das ist nicht weiter schlimm.“
Mir blieben nicht diese Dinge.
Als ich ins Auto stieg, da saß er plötzlich neben mir und sah mich an. Braune Augen, die nicht bettelten, die nur einfach in meine sahen . Ein Blick , der sich senkte.
„Weinst du etwa?“
Nein, ich konnte ihn nicht mitnehmen. Mein Leben würde sich ändern und was konnte ich ihm dabei schon bieten.
Also schickte ich ihn raus. Und im Fahren hörte ich es dann doch- sein langes, tiefes, trauriges Weinen.
Woher wusste er nur, dass ich für immer fuhr, dass ich nie mehr zurückkomme?
Ich hatte es ihm nicht gesagt, auch nicht in dem Moment, als er mich ansah im Auto.
Und schließlich blieb ihm doch alles- seine Mutter, sein Haus und sein Garten.
Ich hatte nichts.
Sein Leben wurde sehr unstet, es trieb ihn um, Er zerwühlte den Garten und zerstörte die Hecken, die Nachbarn hörten ihn immer lange und einmal stand er, ganz verwirrt, vor dem Supermarkt und wartete.

Er starb- kurz nach seiner Mutter, in seinem Haus und seinem Garten, wartend brach er zusammen.

Neben mir sitzt heute wieder ein Hund. Er hat braune Augen und senkt den Blick.
Und es weinen meine Augen- trotz Haus und Garten.







__________________
Was Du in meinen Texten liest, ist nicht, was andere darin lesen! Und es ist rein gar nicht, was ich damit sage!

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Retep
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Jun 2008

Werke: 41
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Morgen Ternessa,

dein Text hat mich berührt, hat mich nachdenklich gemacht, obwohl ich deine Schreibabsicht wahrscheinlich nicht verstanden habe.

Dass es ein Hündchen war, das die Frau verließ, habe ich trotz mancher Hinweise erst im letzten Satz der Geschichte gemerkt.

Ich nehme an, dass sie viel mehr zurück gelassen hat als ihren Hund, dass sie ihr Leben ändern wollte und zuletzt doch wieder da ist, wovor sie weglaufen wollte.

quote:
Und es weinen meine Augen- trotz Haus und Garten.
- Der Schluss gefällt mir sehr.

Gruß

Pedro
__________________
>Die Kritiker nehmen eine Kartoffel, schneiden sie zurecht, bis sie die Form einer Birne haben, dann beißen sie hinein und sagen: „Schmeckt gar nicht wie Birne.“< (Max Frisch)

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KaGeb
Guest
Registriert: Not Yet

Sorry, Ternessa, aber mir ist der Text zu gefühlslastig. Sentimental wäre womöglich das bessere Wort für deine Intention, der ich nicht folgen kann (mag).
Manche Formulierungen empfinde ich schlichtweg als "falsch", das mag allerdings auch an meiner Auffassung liegen.
Z.B.:

quote:
Kind seiner Mutter- unzertrennlich.

Was willst du damit sagen?


quote:
nur ich bin nicht mehr da. Das ist nicht weiter schlimm.“
Mir blieben nicht diese Dinge.


Bedeutung?


DAS sind (für mich) nicht die einzigen Schwachpunkte im Plot, der m.M.n. eine Generalüberholung braucht..

LG

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DocSchneider
Foren-Redakteur
Häufig gelesener Autor

Registriert: Jan 2011

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Ab den bettelenden Augen - also schon sehr früh - wird klar, dass es sich um einen Hund handelt. Bisschen schade, weil die Spannung dann weg war. Also für mich.
Dass der Hund ein Gefährte des Menschen sein kann, ist gut. Ihm allzu menschliche Züge zu geben, zeigt einen Trend der allgemeinen zwischenmenschlichen Entfremdung. Diese lese ich hier perfekt heraus. Von daher gelungen!

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