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Leselupe.de > Gereimtes
Wien zerbricht die Nacht
Eingestellt am 20. 07. 2006 11:10


Autor
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Aminmelalle
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Mar 2006

Werke: 19
Kommentare: 7
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Verkl├Ąrten Blickes ging er durch die Stra├čen der Nacht.
Nicht das ferne pl├Ątschern der Donau h├Ârte er,
das man hier h├Âren kann so sacht.

Immer weiter ohne Ziel,
trugen ihn seine Beine,
bis zu eines Schiffes Kiel.

Den Kopf nicht erhoben,
den Sinn vom Dunkel umwoben,
will er sich mit des Lebens Spender verloben.

Das Schiff das ging zu nahem Ort,
und doch zu fernem Leben,
sollt h├Âren sein letztes Wort.

In ihm hallte es wieder:
Auf, auf zur Tat, du verlassener Mensch,
und schlie├č im k├╝hlen Nass deine Lider

Beschwingt von seinem d├╝steren Entschluss,
betritt er des Schiffes Deck,
und wei├č wo er des Todes Sprung machen muss.

Das Gel├Ąnder ist der rechte Ort f├╝r ihn geworden.
Da schon ein wenig alt an mancher Stell,
der beste Platz um sich selbst zu morden.

Noch einmal will er den Kopf erheben,
den Horizont sehen,
und des Mondes Licht ersp├Ąhen.

Doch des himmlischen Trabanten anstatt,
sieht er des Schiffes letzten Hafen,
und mit ihm, die Lichter einer gro├čen Stadt.

Das nahe Lichtermeer erf├╝llt des Mannes Herz
mit heller Freud und stiller Ruh,
sodass nichts bleibt von n├Ąchtlichem Schmerz.

Durch die Br├╝cken und Bauten, die er einst hat geliebt,
wei├č er schon weitem,
es sind die Lichter Wiens, die er sieht.

AufÔÇÖs neue hallen Worte in ihm wieder,
doch sind sie nicht mit den Alten zu vergleichen,
denn sie sind nicht traurig und kaum noch bieder.

Neue Hoffnung und heilvolle Poesie
strahlt sein Herz nun in die erhellte Nacht,
und will jedem sagen: Wien verlass ich nie.

__________________
Das Gl├╝ck besteht nicht darin, dass du tun kannst, was du willst, sondern darin, dass du immer willst, was du tust

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