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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Wille
Eingestellt am 30. 04. 2002 09:49


Autor
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anemone
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Sep 2001

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Schon als Kind hatte Wille die Vorstellung, wie alles seiner Meinung nach sein sollte und davon war er auch nicht abzubringen. Dieses brachte ihn den Namen Wille ein. Wenn Mutter mit ihm durchs Kaufhaus lief, kam sie nicht eher heraus bis Wille das hatte, vor dem er stehen blieb, mal war es ein Spielzeugauto, mal ein Malbuch. Sein richtiger Name war Guido, aber den kannte man nur in der Schule und bei Beh├Ârden.

Eines Tages lernte Wille ein M├Ądchen kennen und er wusste: „Die will ich haben!“ Zu dumm nur, dass dieses M├Ądchen schon einen festen Freund hatte, der sie t├Ąglich von der Schule abholte und immer wie eine Klette an ihr hing. Wille versuchte zun├Ąchst die Kaufhausmethode: Sich vor sie hinstellen, bis er sie bekam, was sich allerdings als nutzlos erwies, denn Mutter stand nicht neben ihm, um sich um die finanzielle Angelegenheit zu k├╝mmern.

Nun musste ihm etwas einfallen und zwar etwas Gutes, damit auch sie nur noch ihn wollte.
Gerade, als er sehr intensiv ├╝ber dieses Thema gr├╝belte, verga├č er es, diesem M├Ądchen, sie hie├č ├╝brigens Tanja, was aber bei dieser Geschichte nur eine nebens├Ąchliche Rolle spielt, hinterherzugehen und sich vor sie zu stellen. Was soll ich sagen? Tanja vermisste ihn! An diesem Tag fiel n├Ąmlich ihr Freund aus, weil er sich ein Auto kaufen wollte, denn er war gerade 18 geworden und sie fand es nicht sch├Ân, dass er sie nicht fragte, ob sie den Wagen nicht mit ihm gemeinsam aussuchen wollte. Nein, er kaufte ihn lieber mit seinem Bruder und das gefiel ihr absolut nicht. und da ihr Wille schon oft aufgefallen war, weil er immer in ihrer N├Ąhe war, vermisste sie ihn jetzt eigenartigerweise.

Sie suchte ihn nach der Schule und fand ihn am Schulbrunnen, wo er auf dem Rand sa├č und seinen Gedanken nachging. So kannte sie ihn nicht, das war nicht der Wille, der er sonst war und sie begann sich f├╝r ihn zu interessieren. Sie setzte sich neben ihn und er bemerkte es noch nicht einmal. „Was ist los!?“ fragte sie ihn. Er sah auch nicht auf, sondern antwortete wie automatisch: „Ich muss nachdenken, wie ich an sie rankomme! H├Ątte sie nur nicht ihren Freund!“ „Aber der ist doch heute gar nicht gekommen!“ raunte sie in sein Ohr und dann sah er sie erst und spontan umarmte er sie. Ob Wille es noch mal versucht hat? Dann hie├če er wohl nicht Wille!

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