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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Willi und der Schachtelhalm
Eingestellt am 31. 05. 2001 23:58


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Mignon
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Registriert: May 2001

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Willi und der Schachtelhalm

Willi Ruffel hatte einen kleinen Garten hinter dem Haus. Dort gab es einen Apfelbaum, drei Salatköpfe, einen Primelbusch und etwas Petersilie.
Eines Morgens schaute Willi aus dem Fenster und f√ľhlte sich sehr gest√∂rt. Denn mitten zwischen seinen Salatk√∂pfen war √ľber Nacht ein kniehoher Schachtelhalm aufgetaucht.
Willi nahm sich vor, ihn gleich am Nachmittag rauszuziehen, damit er sch√∂nen Salat hatte. Er begann aber erst mal mit dem Fr√ľhst√ľck. Er schnitt sich ein Brot, schmierte etwas Butter drauf und legte ein St√ľck K√§se auf das Brot. Anschlie√üend machte er sich eine Tasse Kaffee und fing nun an zu essen und zu trinken. Kurze Zeit sp√§ter klingelte es an der T√ľr. Willi √∂ffnete sie und drau√üen stand seine Mutter!
‚ÄěIch dachte ich k√∂nnte mal so vorbei kommen, damit du nicht so alleine bist. Ich meine, das letzte Mal warst du bei mir‚Äú , sagte sie ohne davor nachzudenken. Willi blickte sie darauf verwundert an und fragte:‚Äú Warum hast du nicht vorher angerufen?‚Äú
Aber seine Mutter antwortete nichts, sondern dr√§ngte sich einfach in das Haus herein. ‚ÄěWie geht es dir denn so?‚Äú, fragte sie fr√∂hlich und zog ihre Jacke aus. Meist war es bei ihr so, dass sie an warmen Tagen dicke Sachen an hatte, und an windigen und kalten Tagen kurze Sachen.
Zunächst setzte sie sich an den Tisch und blickte Willi erwartungsvoll an.
Der zuckte nur die Schultern und sagte:‚Äú Ehrlich gesagt, ich habe heute nicht viel Zeit, ich m√∂chte gleich im Garten Unkraut j√§ -‚Äú ‚Äě Na gut, ich bleib trotzdem ein bisschen hier, und trinke Kaffee‚Äú , unterbrach ihn seine Mutter. Willi kochte also noch mehr Kaffee. Dann ging er aber gleich raus.
Im Flur b√ľckte er sich um seine M√ľtze aufzuheben, die er fast immer aufhatte. Er hatte sich schon angew√∂hnt, immer gleich wenn er ins Haus kam die M√ľtze abzuziehen und auf den Boden zu pfeffern, egal wo sie landete. Die M√ľtze fiel n√§mlich immer vom Garderobenhaken, und deshalb h√§ngte er sie gar nicht mehr dran.
Drau√üen war es sonnig. ‚ÄěEin guter Tag zum Arbeiten!‚Äú, dachte Willi und ging in Richtung Salatk√∂pfe. Nun stellte er sich neben den Salatkopf und zog am Schachtelhalm, was sein meistgehasstes Unkraut war. Es l√§sst sich immer so schwer herausziehen, und dazu muss man es ja mit den Wurzeln rausziehen, damit es nicht wieder nachw√§chst. Willi zog und zog und immer weiter!
Es war ziemlich schwer. Ziehen----und ziehen----und ziehen----und ziehen! Willi hatte das Gef√ľhl, er w√ľrde den Schachtelhalm √ľberhaupt nicht herausbekommen. Trotzdem machte er weiter: Ziehen----und ziehen----und ziehen----und ziehen---und ziehen und...Willi ging kurz rein und a√ü ein K√§sebrot und trank noch eine Tasse Kaffee. Dann ging er wieder nach drau√üen und zog. Auf einmal - schwupp - flutschte der Schachtelhalm aus der Erde. Seine Wurzel war ungef√§hr zweieinhalb Meter lang.
Willi war erleichtert und stellte sich wieder aufrecht hin. Er wischte sich den Schwei√ü von der Stirn und schaute seine ziemlich dreckigen H√§nde an. Dann wollte er gerade den Schachtelhalm in den Eimer werfen, da merkte er pl√∂tzlich, dass er die F√ľ√üe nicht mehr hochbekam! Er hatte selbst Wurzeln geschlagen!!!! Willi rieb sich die Augen und schaute noch mal genau hin. Tats√§chlich, er war in der Erde festgewachsen.
Ziemlich erschrocken rief er:‚Äú Mutter!!!‚Äú Seine Mutter schaute √ľber die Terrasse und nickte.
Kurz danach kam sie mit der Gießkanne an und goss ihn.


©Yannika Schad

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Zefira
???
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Willi und der Schachtelhalm

So, das ist jetzt die erste echte Horrorgeschichte meiner 11jährigen Tochter, die ich mit ihrer Billigung und unter ihrem Usernamen zu später Stunde hier noch einstelle.

Ich als Gartenbesitzerin fand das so horrormäßig, daß ich dachte, das verdient ein größeres Publikum.

Tod den Schachtelhalmen!
Zefira

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Der kleine Grauhai
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Hallo Mignon.

Sehr schön das mit dem Schachtelhalm. Auch deine Delphingeschichte hat mir gut gefallen. Und da kenn ich mich ja aus, bei Delphingeschichten... Einen lieben Gruß und denk auch mal an Haie. Dein (kleiner) Grauhai.
__________________
Kommt doch mal in mein Korallenriff

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Templar
Hobbydichter
Registriert: May 2001

Werke: 1
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S√ľ√ü....


Nein, nein der böse Onkel Templar macht Witze, zu Tode gegruselt habe ich mich! Ehrlich! Wenn Du so weitermachst, wird aus dir noch ne große Schriftstellerin! *ermutigt*

Gr√ľsse

Templar
__________________
Manche Leute dr√ľcken nur deshalb mal ein Auge zu, damit sie besser zielen k√∂nnen.

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Zefira
???
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Danke...

Also, hier ist wieder nicht Mignon, sondern ihre Mutter Zefira, Mignon liegt schon im Bett, wie sich das gehört.

Wir freuen uns sehr √ľber das Lob. Mignons n√§cnste Horrorgeschichte, "Willi und die Di√§t", ist schon in Arbeit.

Gruselgeschichten um Willi Ruffel sind unter http. phantasiekarussell.de. nachzulesen. Daneben auch nicht mindere horrormäßige Geschichten von Mignons älterer Schwester Antonia. Weiß hier vielleicht jemand, was ein "Freßtierchen" ist?

Herzliche Gr√ľ√üe,
Zefira

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Templar
Hobbydichter
Registriert: May 2001

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Na da bin ich ja mal gespannt, wie Willi es schafft, sich aus seiner festgefah..äh, festverwurzelten Lage zu befreien...

Gr√ľsse

Templar
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Manche Leute dr√ľcken nur deshalb mal ein Auge zu, damit sie besser zielen k√∂nnen.

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