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Leselupe.de > Gereimtes
Willkommen, willkommen
Eingestellt am 06. 05. 2003 20:03


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Rhea_Gift
HĂ€ufig gelesener Autor
Registriert: Apr 2003

Werke: 325
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Willkommen, willkommen,
beim jĂŒngsten Gericht,
hier scheiden eure Wege sich -
hier lang, Du Reine,
zum ewigen Licht,
ab ins Feuer mit dem Bösewicht -
nix da,
verstecken beim Verrecken
zÀhlt nun wirklich nicht,
keiner entkommt mir,
ich kennÂŽ jedes Gesicht,
bin zugleich fern und nah,
entschwunden und da,
ich brauchÂŽ kein Trara -
keine Trompeten vom Jericho,
ich erscheine,
einfach so,
einfach so,
ohne Sinn und Verstand
bin ich die wÀgende Macht im Land,
hab viele Namen und doch keinen,
bin unter einem und allen bekannt -

Wie ihr mich auch nennt
im tiefen Gebet,
daß ihr mich hört,
ist das, was zÀhlt,
ihr hört eine Antwort,
ging die Frage an mich?
Daß ihr auf sie hört,
heißt alleine glĂ€ubig -
diese Stimme,
spricht sie wirklich wahr?
Ist sie eingebildet
oder wirklich da?

Daß ihr mich hört,
bedeutet, ich bin,
tief in eurem Herzen,
eurer Seele drin,
nennt mich Gott,
nennt mich Gewissen,
wer mich als Person sieht,
hat sich selbst beschissen,
ich bin nicht wesentlich
getrennt von euch,
bin ein Teil
in eurem Seelenteich -

Ich bin das Ergebnis
tiefer Konzentration,
moralischem WĂ€gen,
vertrauter Intuition,
ihr könnt mich nicht erweichen,
mich nicht wohlgesinnt stimmen,
weiß nichts von Launen,
Reizen und Sinnen,
trage keine Verantwortung
fĂŒr euer Tun,
erteile auch keine
Absolution -

Denn all dieses ist
menschliches Treiben,
GrĂŒnde des Handelns
werden immer eure bleiben,
ich bin nur
die Suche nach der Wahrheit,
der Mut, die Hoffnung,
der Gedanken Klarheit,
das Bestreben
nach Gerechtigkeit,
nach richtigem Tun,
die offene Möglichkeit -

Ich bin die Wahl
zum höchsten Guten,
doch nicht ich
muß dafĂŒr bluten,
ihr habt die Wahl,
tragt ihr die Last?
Tugendhafte
sind immer verhaßt -

Drum seid gut
ohne Hoffnung
auf Belohnung,
seid auch gut
ohne Hoffnung
auf Verschonung,
seid einfach gut,
weil ihr gut sein wollt,
nicht, weil ihr
gedankenlos Gebote befolgt-

Habt keine Angst
vor VerÀnderung,
dem Aufmerksamen
weist die Welt selbst
die Richtung,
begeht nicht den Fehler
der Verallgemeinerung,
Wandel verlangt
immer neue ÜberprĂŒfung,
denn Ausnahmen werden Regeln
und andersherum-

Bewahrt euch ein „kann“,
kein „soll“ heißt „muß“,
ertragt den Preis der Freiheit,
die Unsicherheit,
denn einzig wahr ist der Zweifel,
das ist der Weisheit letzter Schluß!


__________________
...Seele, bist du nun erwacht?...Und sie zittert, und sie lacht allen Himmelssternen zu... (Hesse)

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