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Leselupe.de > Horror und Psycho
Wink aus dem Jenseits
Eingestellt am 26. 07. 2006 12:50


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Black
Festzeitungsschreiber
Registriert: Oct 2004

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Es war eine dĂĽstere Novembernacht und ich war allein zu
Hause. Der Hund hatte schon ein Paar mal angeschlagen,
als er gegen Mitternacht endlich Ruhe gab. Ich wälzte mich noch eine Weile hin und her, hörte das alte Haus ächzen und knarren und war gerade eingeschlafen, als ich spürte, dass es ganz hell im Zimmer geworden war. Ich öffnete die Augen und sah: die Quelle des Lichts befand sich hier im Raum, dort in der Ecke beim Kleiderschrank. Ich blinzelte. War das eine Gestalt?
Seit nun mehr einer Woche lebte ich allein im Haus, ich hatte Adele bis zum Schluß gepflegt, hatte mir Urlaub genommen, und sie war sanft mit ihrer Hand in meiner eingeschlafen. An Erscheinungen glaubte ich nicht, auch wenn Adele mir immer gesagt hatte: „Es gibt nicht nur das, was du siehst, Maren, die Liebe sieht auch niemand und trotzdem glauben die Menschen an sie.“ Diesen Satz im Sinn, richtete ich mich im Bett auf. Das helle Licht schien zu flimmern und wechselte die Weißtöne, erst hell wie frische Laken, dann elfenbeinfarbig. Es bewegte sich nicht von der Stelle und ja! es sah tatsächlich aus wie eine menschliche Silhouette. Ich konnte den Blick nicht abwenden, mein Herz schlug schneller. Was war das dort drüben?
Dann hörte ich das Summen, ein Summen wie eine atmosphä-rische Störung, ein Radioempfänger zwischen den Sendern. War da eine Stimme? Ich konnte es nicht mit Sicherheit sagen, Rauschen, Summen und dazwischen etwas das sich anhörte wie Worte, Vokale: ...iii...ööö. Ich verstand nicht und starrte in das Licht.
„Iiiiich....ööönten“
Was sollte das? Jetzt klang das Summen ab und ich hörte die Worte deutlicher :
„Niiiiiiiicht.....Ööööntken.“
Dann war der Spuk vorbei. Das Licht dimmte sich, wurde schwächer, schwächer und war fort. Ich stierte auf die Stelle, wo die Gestalt...das Wesen? gestanden hatte und sah nur die dunkle Textiltapete, weiße Blätter auf bordeauxfarbenem Grund. Mit zitternden Knien stieg ich aus dem Bett und ging vorsichtig tastend zu der Stelle hinüber. Alles war wie vorher.
Ich berührte eines der Blütenblätter und meine Hand fuhr zurück. Die Wand war kalt, kalt wie Eis !

Der Morgen dämmerte herauf und die vergangene Nacht erschien mir wie ein Alptraum. Hatte ich das wirklich gesehen oder nur einen äusserst lebhaften Traum gehabt? Ich wusste es nicht.
„Vielleicht wollte mir Adele ein kurzes Lebewohl zuhauchen“,
scherzte ich mit mir selbst. Aber mein Lächeln misslang zu einer Grimasse.
„Mach dich nicht verrückt“, wischte ich den Gedanken beiseite, „konzentrier’ dich auf das, was du am besten kannst:
arbeiten!“ Tatsächlich stand gegen 13.00 Uhr ein wichtiges Meeting in Hamburg an, ich sollte Kunden in einer Präsentation unser neues Software-Paket vorstellen. Eine Aufgabe, die wirklich gute Vorbereitung erfordert hatte.
Die Broschüren waren gedruckt, jeder Teilnehmer würde ein kleines Business-Map mit meiner PowerPoint-Präsentation erhalten und ich war guter Dinge, das Geschäft an Land zu ziehen.
Auf dem Weg zum Bahnhof überprüfte ich routinemäßig meine Garderobe: die dunkelbraunen Pumps zum sand-farbenen Kostüm, die dezenten Perlenohrstecker zur einreihigen Kette. Alles in Ordnung.
Die Schlange am Schalter war wie üblich lang. Ich spielte kurz mit dem Gedanken, an einen Kartenautomaten zu gehen, reihte mich aber schließlich doch hinter einer asiatisch aussehenden Mutter mit Kleinkind in die Wartenden ein. So konnte ich noch schnell meine Mailbox abhören, umso besser.
„Hier ist ihre Telly D1 Mobilbox. Sie haben 3 neue Sprach-nachrichten. Erste neue Nachricht :...“
Die Schlange rĂĽckte vor und in meinem Ohr wĂĽnschte mir mein Chef viel Erfolg fĂĽr den morgigen Tag.
„Zweite neue Nachricht...“
Die Asiatin war an der Reihe und orderte Tickets nach ‚Hambulg, heute, zehn Uhl dleissig, zwei Personen’.
Genau mein Zug, vielleicht sah man sich wieder...
„Dritte neue Nachricht...“
„So, hier sind ihre Tickets,“, lächelte der Mann hinter dem Schalter der Asiatin zu, „ eine Erwachsene, ein Kind, heute um 10.31 Uhr nach Hamburg. Dies ist ihre Reservierung für den Großraumwaggon und dies ihre Tickets für den ICE-
er lautet auf den schönen Namen Wilhelm Conrad Röntgen.“
Das Handy rutschte von meinem Ohr, ich griff in Zeitlupe mit tauben Fingern danach, verfehlte es um Milimeter. Es fiel und zerschellte auf den hellen Granitfliesen. Einige Wartende sahen in meine Richtung.
Das...DAS!... hatte ich heute Nacht gehört, es war kein Alpdruck, keine Einbildung!
„Niiiicht Röööntgen.“
Die Welt verschwamm vor meinen Augen.

Das Nächste, an das ich mich erinnere, war die harte Pritsche der Bahnhofsmission, deren Sprungfedern mir in den Rücken bohrten. Ich schlug die Augen auf und blickte an die gelbliche Styropordecke.
„Hallo, wie fühlen Sie sich? Ein Glück, dass Sie in der Schlange standen, der Mann hinter Ihnen konnte gerade noch zufassen, als Sie umfielen. Sie waren etwa eine Stunde bewußtlos. Ich fürchte, Sie müssen einen Zug später nehmen.“

Nach dem Zugunglück in Eschede im Jahr 1998, bei dem über einhundert Menschen den Tod fanden, stellte die Bahn die Benennung der ICE-Züge nach berühmten Persönlichkeiten ein.
__________________
tomorrow never knows

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flammarion
Foren-Redakteur
Routinierter Autor

Registriert: Jan 2001

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und,

was hat der name des zuges samt eschede mit der netten warnung zu tun?
lasch, oberflächlich, sehr bemüht, deine story. gib ihr einen anderen schluss, das könnte sie retten.
lg
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Old Icke

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Felix
Manchmal gelesener Autor
Registriert: May 2006

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Hallo Black

ich stimme flammarion zu. Mir fehlt die Spannung in deiner Geschichte, der Horror.
Der kurze Schreckmoment am Ende der Geschichte ist ein bisschen zu wenig.
Du hast einen guten Schreibstil, der sich flüssig lesen lässt, da kann man doch mehr draus machen.
__________________
Show me a hero and I will write you a tragedy. F. S. Fitzgerald

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Black
Festzeitungsschreiber
Registriert: Oct 2004

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@ flammarion : tja, was soll der name des zuges? das ist der, den die prot. in der nacht zuvor genannt bekommt, den sie eben nicht nehmen soll.
vielleicht ist die story bemĂĽht, danke trotzdem fĂĽr deine kritik.
@Felix : danke,im nachhinein denke ich auch, es passt nicht in die rubrik horror.FlĂĽssig lesbar ist auch schon was.
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tomorrow never knows

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