Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, m├╝ssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5530
Themen:   94495
Momentan online:
201 Gäste und 11 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Feste Formen
Winter (Sonett)
Eingestellt am 13. 02. 2018 22:08


Autor
Ein neues Thema ver├Âffentlichen.     Antwort ver├Âffentlichen.
anbas
H├Ąufig gelesener Autor
Registriert: Mar 2006

Werke: 748
Kommentare: 4714
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um anbas eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Winter

Der Winter zaubert seine wei├čen Spuren
Und Frost haucht Nebelspiele durch die Stadt
In Wolkenschleiern ruht die Sonne matt
Und Kinder bauen kleine Schneefiguren

Doch du stehst zitternd in der warmen Wohnung
Der Blick nach drau├čen l├Ąsst dich g├Ąnzlich kalt
Ich ├Âffne uns're T├╝r nur einen Spalt
Und augenblicklich wimmerst du um Schonung

Uns eint so vieles ÔÇô hier sind wir verschieden
Du sperrst die K├Ąlte unerbittlich aus
Mit Tee und Decken willst du dich verschanzen

Mich aber zieht es einfach nur noch raus
Im Zimmer hocken macht mich unzufrieden
Will jetzt im Schnee mit wei├čen Flocken tanzen




__________________
Wenn der Weg das Ziel ist, kann man nicht falsch abbiegen. (anbas)

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


Trainee
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Oct 2017

Werke: 9
Kommentare: 855
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Trainee eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Hallo Anbas,
auf den ersten Blick ein ├╝berschaubares Sonett ├╝ber ein Naturph├Ąnomen.
Auf den zweiten lassen sich f├╝r mich menschliche Eigenschaften herauskristallisieren: Die des Kriegers und die des Verharrenden, Bodenst├Ąndigen.
Oder, in der Denkweise eines Antropologen, die des Ackerbauern und des Nomaden.
Was mir ein wenig fehlt, ist etwas Pep, etwas ├ťberraschenden, das den Leser in seinen Bann zieht ...
Aus eigener Erfahrung wei├č ich jedoch, dass es vieler, vieler Sonette bedarf, um dem Klassiker Neuzeitliches einzuimpfen.

Liebe Gr├╝├če
Trainee
__________________
Mein Maul ist ein L├Âwe / mein Herz ein Kaninchen / Von fern bin ich Zora, von Nahem: Sabinchen (Simone Borowiak)

Bearbeiten/Löschen    


anbas
H├Ąufig gelesener Autor
Registriert: Mar 2006

Werke: 748
Kommentare: 4714
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um anbas eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Moin Trainee,

danke f├╝r die R├╝ckmeldung und Deine Wertung!

quote:
Auf den zweiten lassen sich f├╝r mich menschliche Eigenschaften herauskristallisieren: Die des Kriegers und die des Verharrenden, Bodenst├Ąndigen.
... oder zwischen Frostbeule und Frischluftfanatiker

Was den Pep betrift, so frage ich mich schon seit etwas l├Ąngerer Zeit, ob dies immer n├Âtig ist - vor allem, wenn es sich um Texte handelt, in denen vor allem auch eine momentane Stimmung eingefangen werden soll. Ich bin mir da selber noch nicht ganz sicher, "forsche" noch und bin daher dankbar f├╝r die - z.T. sehr kontr├Ąren - R├╝ckmeldungen zu solchen Texten.

Liebe Gr├╝├če

Andreas
__________________
Wenn der Weg das Ziel ist, kann man nicht falsch abbiegen. (anbas)

Bearbeiten/Löschen    


Trainee
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Oct 2017

Werke: 9
Kommentare: 855
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Trainee eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Hallo anbas,

das ist ein berechtigte Fragestellung.
M├Âchte der Dichter ein reines Stimmungsgedicht herstellen, bedarf es dieser Finesse nicht unbedingt. Die Romantiker kamen weitgehend ohne aus und haben wunderbare Gedichte hinterlassen.
Und da deutet sich das Problem schon an: Ein Sonett kann formal und inhaltlich tadellos sein und dennoch leicht ├╝berholt oder bieder wirken. [D e i n Gedicht m├Âchte ich mit dier Bemerkung ausdr├╝cklich n i c h t gei├čeln.]
Ich hoffe trotzdem, dass du mir einen Vergleich mit Arons letztem Mensa-Sonett erlaubst: Das wirkt trotz Einhaltung der tradierten Form frisch und frech, bringt die Stimmung mit seiner eher "modernen" Sprache und Begifflichkeit (auch) super r├╝ber.
Mir geht es nicht um richtig oder falsch. Oder besser und schlechter.
Mehr um den zeitgem├Ą├čen Touch. Und um die ├ťberraschung des Lesers.

Manchmal ist es vielleicht einfach Geschmackssache ... einem phlegmatischen Temperament gef├Ąllt das durchgehend Ruhige evtl. von Haus aus besser ...

Liebe Gr├╝├če
Trainee
__________________
Mein Maul ist ein L├Âwe / mein Herz ein Kaninchen / Von fern bin ich Zora, von Nahem: Sabinchen (Simone Borowiak)

Bearbeiten/Löschen    


Tula
Routinierter Autor
Registriert: Apr 2016

Werke: 129
Kommentare: 1488
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Tula eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Hallo anbas

In S2 widersprechen sich inhaltlich V1 und V2.
Und ich stimme Trainee gern zu, auf mich wirkt das Gedicht recht unglaubw├╝rdig, emotional ├╝bertrieben. Hier fehlt mir eine passende humoristische Perspektive.

LG
Tula

Bearbeiten/Löschen    


anbas
H├Ąufig gelesener Autor
Registriert: Mar 2006

Werke: 748
Kommentare: 4714
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um anbas eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Hallo Trainee,

da ich Arons letztem Mensa-Sonett nicht kenne, kann ich dazu auch nichts weiter sagen (werde wohl mal danach googeln m├╝ssen ).

Ja, es wird auch eine Frage des Geschmacks sein. Einen wirklichen "Pep" m├Âchte ich in diesem Sonett weiterhin nicht haben. Schaun wir mal - manchmal sehe ich die Sache mit einem l├Ąngeren Abstand auch wieder anders.




Hallo Tula,

schade, dass dieses Gedicht so unglaubw├╝rdig auf Dich wirkt. Es ist das Ergebnis von Erlebnissen aus dem (meinem) realen Leben. Mein B├╝ro wurde jetzt schon mehrfach als "Frostkammer" bezeichnet, es gibt Kollegen und auch Freunde, mit denen ich immer wieder scherzhafte Streitgespr├Ąche f├╝hre, wenn es drau├čen schneit - ich m├Âchte am liebsten sofort raus, die andere Fraktion lieber bis zum Fr├╝hjahr das Haus nicht mehr verlassen .

quote:
In S2 widersprechen sich inhaltlich V1 und V2.
Ich sehe da keinen Widerspruch. Auch aus dem warmen Zimmer kann man nach drau├čen sehen (durchs Fenster).

Ich danke Dir trotzdem f├╝r Deine R├╝ckmeldung und die Wertung.



Liebe Gr├╝├če an Euch beide

Andreas
__________________
Wenn der Weg das Ziel ist, kann man nicht falsch abbiegen. (anbas)

Bearbeiten/Löschen    


2 ausgeblendete Kommentare sind nur f├╝r Mitglieder und nur mit eingeschaltetem Javascript erreichbar.
Zur├╝ck zu:  Feste Formen Ein neues Thema ver├Âffentlichen.     Antwort ver├Âffentlichen.



Werbung