Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, mĂŒssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5437
Themen:   92201
Momentan online:
385 Gäste und 17 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Gereimtes
Winter, geh!
Eingestellt am 10. 02. 2009 18:52


Autor
Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.
Walther
Routinierter Autor
Registriert: Sep 2004

Werke: 1535
Kommentare: 9779
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Walther eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Winter, geh!


Sinnend hÀng ich in den TrÀumen
Einer Jugend lÀchelnd nach.
Vieles gab es zu versÀumen!
Regen hör ich auf dem Dach.

Erste FrĂŒhjahrsstĂŒrme rauschen.
Spuren zieren Fenster: Tropf,
Wer, ja wer möcht mit dir tauschen? -
Als ichs in die Tasten klopf,

Ists, als wÀre kaum vergangen,
Dass ein Anfang Aufbruch schien.
Das nach Neuerung Verlangen
Kann sich in die LĂ€nge ziehn,

Wenn zur Umsetzung man schreitet.
Draußen, spĂŒr ich, kommt bald Schnee.
Und, da mich mein Traum begleitet,
WĂŒnsch ich: Winter, Alter, geh!

__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

Version vom 10. 02. 2009 18:52

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


Gerd Geiser
Routinierter Autor
Registriert: Apr 2006

Werke: 243
Kommentare: 1553
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Gerd Geiser eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Hallo Walther,
ich weiß auch nicht, ich habe dein Gedicht wohl ein Dutzend Mal gelesen, doch bleibt es fĂŒr mich sperrig. Es ist ja sauber gereimt, aber der Fluss bleibt aus.

Vorschlag:

Sinnend hÀng ich in den TrÀumen
Einer Jugend lÀchelnd nach.
Vieles gab es zu versÀumen!
Regen hör ich auf dem Dach.

Erste FrĂŒhjahrsstĂŒrme rauschen.
Spuren zieren Fenster: Tropf,
Wer, ja wer möcht mit dir tauschen? -
Als ichs in die Tasten klopf,

Ists, als wÀre kaum vergangen,
Dass ein Anfang Aufbruch schien.
Das nach Neuerung Verlangen
Kann sich in die LĂ€nge ziehn,

Wenn zur Umsetzung man schreitet.
Draußen, spĂŒr ich, kommt bald Schnee.
Und, da mich mein Traum begleitet,
WĂŒnsch ich: Winter, Alter, geh!

So kann ich mich damit anfreunden.

Lieben Gruß,
Gerd





__________________
Es ist schon alles gesagt. Nur noch nicht von allen.
Karl Valentin

Bearbeiten/Löschen    


Heidrun D.
Guest
Registriert: Not Yet

Leider muss ich auch noch auf`s Schlimme dreschen, lieber Walther:

quote:
Wenn man zur Umsetzung dann schreitet.
Draußen, spĂŒr ich, kommt bald Schnee.
Und, wÀhrend mich mein Traum begleitet,
WĂŒnsch ich: Winter, Alter, geh!

Diese Strophe beinhaltet einiges an unfreiwilliger Komik fĂŒr mich ...

Gerd hat den Text elegant geglĂ€ttet und ihm zudem mehr LeichtfĂŒĂŸigkeit verliehen, das tut ihm gut! Vielleicht noch "Umsetzung schreiten" rausnehemen ...

Herzliche GrĂŒĂŸe
Heidrun

Bearbeiten/Löschen    


Walther
Routinierter Autor
Registriert: Sep 2004

Werke: 1535
Kommentare: 9779
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Walther eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Tja, Ihr Lieben,

wie man/frau sieht, ist das Silbenbild perfekt:

quote:
Ich sitz und hÀnge in den TrÀumen
xXxXxXxXx
Einer Jugend lÀchelnd nach.
XxXxXxX
Es gab schon vieles zu versÀumen!
xXxXxXxXx
Regen hör ich auf dem Dach,
XxXxXxX

Die ersten FrĂŒhjahrsstĂŒrme rauschen.
xXxXxXxXx
Fenster zieren Spuren: Tropf,
XxXxXxX
Wer möchte wirklich mit dir tauschen!
xXxXxXxXx
Als ichs in die Tasten klopf,
XxXxXxX

Erscheints, als wÀre kaum vergangen,
xXxXxXxXx
Dass ein Anfang Aufbruch schien.
XxXxXxX
Das nach VerÀnderung Verlangen
xXxXxXxXx
Kann sich in die LĂ€nge ziehn,
XxXxXxX

Wenn man zur Umsetzung dann schreitet.
xXxXxXxXx
Draußen, spĂŒr ich, kommt bald Schnee.
XxXxXxX
Und, wÀhrend mich mein Traum begleitet,
xXxXxXxXx
WĂŒnsch ich: Winter, Alter, geh!
XxXxXxX
Es lĂ€ĂŸt sich auch flĂŒssig lesen, wenn man erst einmal den Rhythmus erkannt hat. Auch hier wieder spannend, wie sich die Rezeption von Publikum zu Publikum unterscheidet. Ehrlich gesagt sind mir manchmal die vierhebigen Jamben oder TrochĂ€en einfach zu ratternd, ab und zu muß mal ein Rhythmenwechsel her wie dieser, der ja dann doch wieder keiner ist, weil immer, beim Lesen, eine Hebung auf eine Senkung trifft und sich der Rhythmus bis ans Ende durchschunkelt.

Einzig der Vers
quote:
Wenn man zur Umsetzung dann schreitet.
wird bekrittelt, geradeso, wie Du, liebe Heidrun, das hier machst. Es hĂŒlfe ein wenig Zutrauen in den Autor, daß ihm das durchaus bewußt ist und er das mit einer gewissen Absicht so schreibt.

Hier gilt nĂ€mlich: Er muß nur mit der nötigen SĂŒffisanz vorgetragen werden, und er wirkt wahre Wunder. Die falsche betonte Silbe macht ĂŒbrigens die triefende Selbstironie, die dieses Gedicht sowieso durchzieht, bitte folgendes
quote:
Tropf,
Wer möchte wirklich mit dir tauschen
in der Worte doppelter Bedeutung zu lesen, noch deutlicher. Ich schreibe Gedichte immer mit dem Vortrag im Kopf. Das mag den einen oder anderen verwundern, ist aber so. Ein Gedicht ist zum Vorsprechen/Aufsagen da und nicht zum leise Vorsichhinlesen. Noch im 19. Jahrhundert war das Deklamieren die gesetzte Art des Lyrikkonsums. Leider ist das verloren gegangen. Ich gehe hier mal Wetten ein, daß sogesehen ungefĂ€hr 99% des Ungereimten, da auch noch ohne Rhythmus, niemals geschrieben worden wĂ€re, wĂŒrde der Gedichtlesevorgang ein aufsagender sein.

Also, an die Humorapostel: Wo ist er nur beim Lesen dieses Gedichts geblieben, Euer Sinn fĂŒr hintergrĂŒndige Komik?

Aber danke fĂŒr Eure EintrĂ€ge. NatĂŒrlich hat die Gerd'sche Version einiges fĂŒr sich, ohne Frage. Kein Wunder: Der Gerd ist ja auch eigentlich der bessere Dichter von uns beiden. Meine ich jedenfalls (und bin damit wohl eher nicht alleine ).

Lieber Gruß W.
__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

Bearbeiten/Löschen    


Gerd Geiser
Routinierter Autor
Registriert: Apr 2006

Werke: 243
Kommentare: 1553
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Gerd Geiser eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Papperlapap.
Walther, du Tropf, du bist ein Großer!
Ich traue dir alles zu, wenn zur Umsetzung du schreitest, dessen sei dir bewußt.
Also, Hosen runter. Deine Sprache schreit nach der Sonettform. ZeilenumbrĂŒche und SatzgefĂŒge, die erst in der folgenden Strofe sinnlich einen Abschluss finden, gute Gedanken gepaart mit einer satten Sprache, das ist deine StĂ€rke. Da kann dir keiner das Wasser reichen. Nun will man ja nicht immer Sonette schreiben. Hier wirkt die Sprache aber mitunter konstruiert und sie erfordert ein mehrmaliges Lesen, um ihrem Inhalt auf die Schliche zu kommen. Die Stellen ließen sich benennen. Ich kann mich nicht wirklich reinsetzen in dieses Gedicht, es sperrt sich. Es liest sich schwierig.
Du hast mich gefragt, und es macht dich sympathisch, dass du deine Kinder schĂŒtzt.
Lieben Gruß dir,
Gerd

__________________
Es ist schon alles gesagt. Nur noch nicht von allen.
Karl Valentin

Bearbeiten/Löschen    


Walther
Routinierter Autor
Registriert: Sep 2004

Werke: 1535
Kommentare: 9779
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Walther eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Lieber Gerd,

ich wollte wissen, was Du von diesem Gedicht hĂ€ltst. Deine Meinung ist mir wichtig (die von Heidrun auch, nur die von einem gewissen Blubberer nicht, weil der hat ein LDQ von einem TB im Durchschnitt, wie ich bereits nettikettengesichert ausfĂŒhrte).

Meine Gedichte sind immer mal wieder Experimente - so auch dieses. Das kann schiefgehen, so wie Du es hier betrachtest, oder gut. Hier ist es wohl eher schiefgegangen. Aber sei's drum. Das ist ja der Spaß an Freude, den wenigstens ich hier habe. Wer nichts versucht, wird alt und abgestanden. DafĂŒr muß man auch mal danebenliegen (dĂŒrfen).

Lieber Gruß W.
__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

Bearbeiten/Löschen    


Walther
Routinierter Autor
Registriert: Sep 2004

Werke: 1535
Kommentare: 9779
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Walther eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Halloho!

Habe es - wie Gerd vorschlug - umgebaut!

Gruß W.
__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

Bearbeiten/Löschen    


1 ausgeblendete Kommentare sind nur fĂŒr Mitglieder und nur mit eingeschaltetem Javascript erreichbar.
ZurĂŒck zu:  Gereimtes Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.


Leselupe-Bücher



Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!