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Leselupe.de > Ungereimtes
Winternacht
Eingestellt am 24. 04. 2002 14:32


Autor
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Pseudorinym
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Winternacht

Es war im tiefsten Winterschnee
Und kleine Fl├Âckchen flogen
Da sa├č sie stumm an einem See
Von aller Welt betrogen

Ein Alptraum h├Ąlt sie sanft gefasst
Doch sie kann nur noch lachen
Der Irrsinn hat sie fr├╝h erfasst
Wird stillen Wahn entfachen

So sitzt und starrt sie stundenlang
Die Angst will nicht entweichen
Mit wirrem Blick gewahrt sie bang
Die unheilvollen Zeichen

Der Himmel hat sich starr verkrampft
Und d├╝stre Schwaden kreisen
Der Sinn des Lebens ist verdampft
Wird keinen Weg ihr weisen

Ihr Haar wurd bald zur wei├čen Pracht
Voll glitzernder Kristalle
Und in der kalten Winternacht
Sah sie des Todes Kralle

Danach hat sie sich zugedeckt
Mit bl├╝tenwei├čer Decke
Niemals hat man sie je entdeckt
In ihrem Schneeverstecke

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Haget
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MoinMoin,
Dein schlimm-sch├Ânes Gedicht gef├Ąllt mir!!
Nur das Ende ist irgendwie unwahrscheinlich - der Winter geht ja mal vorbei! Vielleicht:
statt: Niemals hat man sie je entdeckt
evtl.: und niemand hat sie dort entdeckt
... oder etwas Sinngem├Ą├čes?
__________________

Haget w├╝nscht Dir Gutes!
Selbst d├╝mmste Spr├╝che machen oft Sinn
- auch krumme Pfeile fallen irgendwo hin!

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La Luna
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Hallo Pseudo...,

ein wundersch├Ânes Gedicht, finde ich.
Doch um Haget mal sanft zu widersprechen - nicht jeder Winter muss dem Fr├╝hling weichen. Wie ist es mit dem "Winter" in der Seele? Und die letzten beiden Zeilen k├Ânnte man so interpretieren, dass niemand ihr wahres Ich entdeckte, hinter dieser "Schneemauer". :o)


Liebe Gr├╝├če an euch beide...
Julia

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Haget
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MoinMoin La Luna,
nat├╝rlich ist es Pseudorinyms Schnee und ein Autor bestimmt, wie lange er liegen bleibt.
Aber auch und gerade dann, wenn ein Gedicht doppelsinnig gemeint ist, sollten die Aussagen f├╝r beide "Sinne" passen, oder?
Aber schlimm, wenn wir alle einer Meinung w├Ąren!
__________________

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La Luna
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Ach Haget,

sprichst du etwa von logischen Schlussfolgerungen?
Dann hast du nat├╝rlich recht.
Ich h├Âre nur das leise Lied dieses Gedichts und dabei ist es irrelevant, ob der Schnee violett ist, oder ob er sich gem├Ą├č der Naturgesetze verh├Ąlt.
Was ich nur andeuten wollte ist, dass jeder Leser etwas anderes darin liest. Und das ist doch das Sch├Âne daran, oder nicht? :o)

Gr├╝├čle
J.



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Pseudorinym
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Hallo haget und Julia,
dankesch├Ân f├╝r eure Antwort und freut mich,da├č es euch gef├Ąllt,es ist ja immer so eine Art Gl├╝cksspiel ob ein Gedicht nun jemandem gef├Ąllt oder nicht.
Und irgendwie ist es recht am├╝sant zu lesen wie ihr euch ├╝ber die eine Stelle so freundschaftlich "streitet",
beinahe wie ein Gewissen.Der eine Teil sagt tu das,und der andere meint das Gegenteil.
Aber genau bei der vorletzten Zeile hatte ich vorher schon einige Versionen und eine davon ging in die Richtung wie sie haget vorgeschlagen hat,aber ich habe mich dann doch f├╝r obige entschieden.
Aber es stimmt schon,da├č es eigentlich nicht logisch ist,
denn irgendwann taut jeder Schnee,nur symbolisch gesehen ist es ja wirklich die ganze jahreszeit ├╝ber kalt (im Herzen)

Deshalb lasse ich es so stehen und hoffe,da├č man mir diese
kleine Unlogik verzeiht :-)

*viele gr├╝├če*
xxx

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