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Leselupe.de > Gereimtes
Winterrose
Eingestellt am 25. 08. 2004 18:09


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Wolf-Wolle
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Aug 2004

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Winterrose


An kahlem Strauch, fast wie verloren,
die letzte Rosenbl├╝te steht.
Sie ist zu einer Zeit geboren,
da alles schon zu Ende geht.
Kam wie ein Wunder mit dem Wehen
der harten Wintermelodie.
Ich hab' sie gestern erst gesehen
und ehrfurchtsvoll bestaunt' ich sie.

Die Blume zitterte im Winde,
da w├Ąrmt' ich sie mit meinem Mund
und leise fl├╝sternd, wie ein Kinde,
gab sie mir ihr Geheimnis kund.

Sie sei die Rose zweier Herzen,
w├╝rd' nur von beiden auch geseh'n,
m├╝sst' sterben unter gro├čen Schmerzen,
wenn sich die zwei nicht mehr versteh'n.

Da ward ich froh und konnt' ihr sagen,
dass sie noch lange leben m├╝sst',
dass wir uns alle Zeit vertragen
und hab' zum Abschied sie gek├╝sst.

Nun denk' ich dein, und leichtes Hoffen
lenkt meine Tr├Ąume durch die Nacht,
wenn uns're Rose wieder offen,
dann hast auch du an mich gedacht.

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Montgelas
???
Registriert: May 2004

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hallo Wolf-Wolle,


hier erz├Ąhlst du in versen eine sch├Âne geschichte.
die sie lasen hatten das gef├╝hl, sie schon zu kennen.
allerdings fiel ihnen das erst dann ein, nach dem sie diesen
wundersch├Ânen kleinen text gelesen hatten.

merkw├╝rdig
meint

montgelas

formal will ich jetzt nicht kritteln, sicher g├Ąbe es einiges..., aber vielleicht verirrt sich ein(e) fachfrau/mann hierher..., man kann ja nie wissen...

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Wolf-Wolle
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Hi Montgelas,

ja ich glaub, dass es irgendwie bekannt vorkommt, weil es doch so allt├Ąglich und gleichzeitig wunderbar ist - ich meine die Liebe und die Sehnsucht.
Mal sehen, ob noch jemand was dazu schreibt.

Liebe Gr├╝├če, Wolf

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Lotte Werther
Guest
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An Wolf-Wolle

Oh ja, ich schreibe gern etwas dazu. Wie Montgelas, hat mich dein Gedicht anger├╝hrt. Formal st├Ârt mich das h├Ąufig auftretende Auslassungszeichen. Ich m├Âchte nicht jede Zeile zitieren, die sich damit schm├╝ckt. Sparsam angewandt, fallen sie nicht so auf wie hier, wo du einige vermeiden k├Ânntest.

Ich hab' sie gestern erst gesehen
Ich habe gestern sie gesehen

da w├Ąrmt' ich sie mit meinem Mund
Ich w├Ąrmte sie mit meinem Mund

Gerade diese beiden Verse gingen mir nahe:

Die Blume zitterte im Winde,
da w├Ąrmt' ich sie mit meinem Mund


Lotte Werther

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Wolf-Wolle
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an Lotte

Danke f├╝r deine Meinmung, Lotte.

Aber gerade die Auslassungszeichen m├╝ssen sein.


Ich hab' sie gestern erst gesehen
Ich habe gestern sie gesehen


Hier will ich doch sagen, dass die Rose schon eine gewisse Zeit bl├╝hte, und ich sie eben gestern ERST gesehen habe.

da w├Ąrmt' ich sie mit meinem Mund
Ich w├Ąrmte sie mit meinem Mund


Und hier ist es mir wichtig zu sagen, dass ich die Rose gew├Ąrmt habe, weil sie im kalten Wind gezittert hat.
Wegen des Versma├čes musste ich die Apostrophen einsetzen,
und, ehrlich gesagt, arbeite ich gern damit.

Liebe Gr├╝├če, Wolf

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Silberw├Âlfin
Autorenanw├Ąrter
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Werke: 8
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Hallo lieber Wolf,

ich finde dies Gedicht wundersch├Ân, du beschreibst ganz zart die M├Âglichkeiten bzw. die Hoffnung auf Erneuerung einer vielleicht schwierigen Liebe.


An kahlem Strauch, fast wie verloren,
die letzte Rosenbl├╝te steht.
Sie ist zu einer Zeit geboren,
da alles schon zu Ende geht.


Kam wie ein Wunder mit dem Wehen
der harten Wintermelodie.
Ich hab' sie gestern erst gesehen
und ehrfurchtsvoll bestaunt' ich sie.

Die ersten Abs├Ątze finde ich sehr sch├Ân und gelungen, denn so ist es oft, wenn wir schon glauben alles ist vorbei und kein Gef├╝hl und kein Wort mehr kann etwas bewirken, dann kommt vielleicht von au├čen noch ein Wunder hinzu, dessen wir so oft auch bed├╝rfen.

Die Blume zitterte im Winde,
da w├Ąrmt' ich sie mit meinem Mund
und leise fl├╝sternd, wie ein Kinde,
gab sie mir ihr Geheimnis kund.

Sie sei die Rose zweier Herzen,
w├╝rd' nur von beiden auch geseh'n,
m├╝sst' sterben unter gro├čen Schmerzen,
wenn sich die zwei nicht mehr versteh'n.

Da ward ich froh und konnt' ihr sagen,
dass sie noch lange leben m├╝sst',
dass wir uns alle Zeit vertragen
und hab' zum Abschied sie gek├╝sst.

Nun denk' ich dein, und leichtes Hoffen
lenkt meine Tr├Ąume durch die Nacht,
wenn uns're Rose wieder offen,
dann hast auch du an mich gedacht.



Und auch das Ende, der letzte Absatz ist wundersch├Ân zart und hoffnunsvoll, ruft ein ganz sch├Ânes Gef├╝hl in mir hervor.

Mir gef├Ąllt dies Gedicht sehr gut und ich k├Ânnte nichts hinzusetzen.

Liebe Gr├╝├če
Carola

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Brigitte
Autorenanw├Ąrter
Registriert: Dec 2000

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Hallo Wolf,

wieder ein sehr sch├Ânes Gedicht, das ich gerne gelesen habe. Und so romantisch, das gef├Ąllt mir gut.
Auch dein Stil gef├Ąllt mir, ├Ąhnelt irgendwie dem Meinen, und somit st├Âren mich die Auslassungszeichen keineswegs, ich w├╝rde es auch so schreiben.

Liebe Gr├╝sse
Brigitte
__________________
Brigitte

Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist f├╝r das Auge unsichtbar.

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