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Leselupe.de > Gereimtes
Winterträume
Eingestellt am 07. 02. 2003 13:49


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Brigitte
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Winterträume

Noch schläft manch Bächlein unter dem Eis,
noch bläst kalter Wind, die Erde, sie friert.
Noch fällt der Schnee, macht alles weiß,
noch herrscht Winterstimmung, ungeniert.

Noch biegen sich Sträucher unter Massen,
noch träumt der Wald einen tiefen Traum.
Noch ist es oft glatt auf vielen Strassen,
noch baut kein Vogel ein Nest dort im Baum.

Noch hält sich manche Blume verborgen,
noch ruht sie sicher in ihrem Versteck.
Noch hat die Sonne auch so ihre Sorgen,
schaut ab und zu durch die Wolken ganz keck.

Noch wärmt sie kaum der Erde Rücken,
noch geht sie abends sehr zeitig zur Ruh.
Noch schaut man Kindern voll Entzücken,
beim rodeln und Schneemannbauen zu.

Doch irgendwann – noch in weiter Ferne,
verliert der Winter all seine Gewalt.
Über grünen Wiesen da leuchten die Sterne,
und es wird kommen des Frühlings Gestalt.



__________________
Brigitte

Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für das Auge unsichtbar.

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Klopfstock
Guest
Registriert: Not Yet

Liebe Brigitte,
als einsamer Wanderer...*zwinker*...komme ich Dich besuchen.
Deine Winterträume gefallen mir. Du hälst den Rhythmus
durch das ganze Gedicht sehr gut durch. Durch dieses "Noch"
am Zeilenanfang hat man das Gefühl hinter einer verschlossenen Tür zu sitzen, der Tür des Winters - in einer zwar durchaus reizvollen Welt, aus der man aber
irgendwie den Ausweg sucht, weil sie einem langsam über
wird. Diesem bereitest Du ein Ende, in dem Du in der
letzten Strophe ein "Doch" an ihren Anfang setzt. Dieses
"Doch" ist wie eine Tür, die sich einen Spalt öffnet und durch die man zwar in Ferne, aber schon irgendwie ahnend
und mehr in der eigenen Fantasie in die Welt des Frühlings
blicken kann....Ein Ende mit Hoffnung auf eine wieder erwachende Natur mit all ihrer Schönheit.

Wünsche Dir noch einen schönen Sonntag
und sende liebe Vorfrühlingsgrüße

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Brigitte
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Registriert: Dec 2000

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Liebe Klopfstock,
es freut mich, dass sich doch noch ein einsamer "Wanderer" hier her verirrt hat. Danke fürs Lesen und du hast das, was ich hier ausdrücken wollte, ganz genau erkannt und richtig interpretiert. So sollte es auch dem Leser entgegen gebracht werden.
Es war zwar kein sehr strenger Winter - hier in unserer Region jedenfalls nicht - habe auch nichts gegen Schnee und Kälte, aber den Frühling sehne ich in jedem Jahr wieder aufs Neue herbei...

Dir auch einen schönen Restsonntag
Liebe Grüsse Brigitte
__________________
Brigitte

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