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Leselupe.de > Ungereimtes
Wir haben noch Zeit
Eingestellt am 10. 06. 2008 20:48


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Reggy
Wird mal Schriftsteller
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Unser Lachen,
├╝ber dem Fluss schwebend,
wird der Morgenwind
nicht ersticken k├Ânnen.

Noch regen sich nicht
die Zweige, an denen wir
unsere Seelen zum Trocknen
aufgeh├Ąngt haben.

Wir haben noch Zeit,
eher unsere Venen
zu Kristall gefrieren.
__________________
"...dann existiere ich auch nicht!"
Filmzitat

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Hakan Tezkan
Guest
Registriert: Not Yet

hallo reggy,

ich k├╝mmer mich dann mal um ein paar texte von dir, haupts├Ąchlich um neueres.

dieses gedicht hier spricht auch mich an. das ist f├╝r dein alter erstaunlich gut. ich w├╝rde ledliglich ein wenig mehr verdichten.
so ist der fluss in strophe eins ziemlioch unn├Âtig, es w├╝rde auch ohne ihn funktionieren, und das wiederum ist ein klares zeichen daf├╝r, dass man hier streichen sollte.
die zweite strophe ist sehr gut umgesetzt. ich w├╝rde nur das "noch" streichen, klingt nicht in verbindung mit dem "noch" in strophe eins, aber du brauchst den sinn des wortes, also w├╝rde ich "bis jetzt" vorschlagen. au├čerdem m├Âchte ich das "nicht" gerne vor das komma setzen, passt f├╝r mcih besser.
in strophe drei f├Ąnde ich auch "blut" anstatt "venen" besser, weil ich mir "gefrierende" venen schwer vorstellen kann.

das gedicht w├╝rde also folgenderma├čen aussehen:

Unser Lachen
wird der Morgenwind
nicht ersticken k├Ânnen.

Bis jetzt regen sich
die Zweige nicht, an denen wir
unsere Seelen zum Trocknen
aufgeh├Ąngt haben.

Wir haben noch Zeit,
ehe unser Blut
zu Kristall gefriert.


was denkst du?
auch mir hat ├╝brigens die aufgehangene seele sehr gut gefallen. die dritte strophe ist zwar ganz oke, aber irgendwie will sie nicht in die oder vielmehr: meine stimmung im gedicht passen, bis dato habe ich eine fr├Âhliche, k├Ąmpferische aufbruch-stimmung wahrgenommen, die letzte strophe passt aber nicht dazu. das mag nat├╝rlich an mir liegen, aber ich h├Ątte mir eher etwas abrundendes gew├╝nscht, als die ank├╝ndigung, das man ja noch zeit habe, und vor allem: warum gefrieren die venen zu kristall, wenn alles vorbei ist? oder habe ich mcih verlesen. denn im originaltext steht "eher", falls das so gemeint war, steht die dritte strophe irgendwie komisch da, man hat noch zeit, aber eher w├╝rden die venen gefrieren. verstehst du, was ich meine? da passt es dann ganz und gar nicht f├╝r mich. daher meine lesart mit "ehe", die aber auch noch fragen aufwirft.
bin gespannt auf deine antwort.

lg,
hakan

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lapismont
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na ja hakan,

ohne den Fluss bringt das Trocknen nicht viel.
Oder was verbindest Du mit nassen Seelen?

Die ├änderung von eher in ehe finde ich aber berechtigt, wobei ich Venen lie├če, allein weil Blut zu gew├Âhnlich klingt.

Wenn Du Dir h├Ąngende Seelen vorstellen kannst, ist das mit gefrorenen Venen doch ein Klacks.



cu
lap
__________________
Kunst passiert.

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Reggy
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Ich danke euch f├╝r eure Kommentare, von euren tiefgr├╝ndigen Rezensionen bin ich sehr angetan und freue mich nat├╝rlich ├╝ber das Lob.
Eure Interpretation war zutrefend, aber vielleicht hilft es noch, wenn ich erkl├Ąre, was ich mir bei diesem Gedicht dachte/vorstellte:
Das lyrische "Wir" bricht aus und ├╝bernachtet am Fluss - der genau das symbolisiert, was ihr angesprochen habt. Aber diese Personen haben nur wenig Zeit, bevor das Morgen - und damit die neue, kalte Welt, vor der sie flohen und die ihre Venen gefrieren l├Ąsst - sie einholt. Doch verlieren sie die Hoffnung nicht und glauben trotz allem noch an eine Zukunft, dass der Fluss sie vielleicht retten kann.
Vielleicht wird es so klarer?
GLG
Reggy
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