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Leselupe.de > Kurzprosa
Wo ist Struppi?
Eingestellt am 03. 02. 2006 16:48


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Ingeburg
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Jan 2006

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Wo ist Struppi?

Von Ingeburg Rahmsdorf
In diesem Sommerurlaub habe ich mir nun endlich den langersehnten Wunsch, den nun grenzenlosen Harz von allen Seiten zu befahren und zu bewandern, erf├╝llt. Schon als Kind war ich vom Harz fasziniert.
Auf der Welle der Nostalgie schwimmend habe ich eine Sehensw├╝rdigkeit nach der anderen \"abgeklappert\" und genossen.
Herrliches Wetter, strahlender Sonnenschein, klare Luft und eine einzigartige Fernsicht lockten mich in die Harzer Bergbahn. Von Wernigerode aus ging es in Richtung Brocken. Langsam tuckerte der Zug dahin und ich genoss die herrliche Landschaft in vollen Z├╝gen. Es fehlte nur noch das Schild \"Blumenpfl├╝cken w├Ąhrend der Fahrt verboten!\"
W├Ąhrend ich so meinen Gedanken nachging, sah ich pl├Âtzlich an einem Zaun einen kleinen Jungen stehen. Er war gekleidet, als ob er auf Entdeckungsreise gehen wollte.
Der Wanderstock war f├╝r ihn viel zu gro├č und irgendwie machte der kleine Kerl einen recht traurigen Eindruck.
Das machte mich neugierig und da die Bimmelbahn sehr langsam fuhr, sprang ich einfach ab.
Auf meine Frage, warum er bei solch herrlichem Wetter so traurig sei, kam nur ein Schluchzen. Ich versuchte ihn etwas zu tr├Âsten, aber nichts half. Mit M├╝h und Not brachte er heraus: \"Mein Struppi ist weg!\"
Mein Gott, wer ist den nur Struppi??
\"Also, mein Junge, das musst du mir schon etwas n├Ąher erkl├Ąren. Vielleicht kann ich dir ja helfen.\"
\"Na wei├čt du denn nicht, Struppi ist mein bester, einziger und liebster Freund auf der ganzen Welt.\"
Und... ? \"Er ist weggelaufen, vielleicht hat ihn ja auch jemand gestohlen, oh mein armer Struppi!!!\"
Mir fiel ein, dass \"Struppi\" in den meisten F├Ąllen der Name eines Dackels ist.
Also machte ich ihm den Vorschlag, da ich ja Zeit h├Ątte, wir beide gemeinsam Struppi suchen k├Ânnten. \"Struppi hat sich bestimmt nur verlaufen\", versuchte ich den Jungen zu tr├Âsten und gemeinsam zogen wir los.
Unterwegs bekam ich heraus, dass der Kleine Peter hie├č und der Sohn vom F├Ârster war.
Bei unserer Suche im Wald fanden wir viele schmackhafte Pilze und Beeren. Peter kannte sich da gut aus.
Wir haben immer wieder \"Struppi!!\" gerufen, gepfiffen und wieder gerufen, nichts hatte Erfolg. Dem kleinen Peter kamen immer wieder die Tr├Ąnen.
\"Ach Peter, sei nicht so traurig. Wir machen jetzt eine kleine Rast, dann suchen wir weiter. Du wirst sehen, deinen Struppi finden wir bestimmt\", versuchte ich den Jungen zu tr├Âsten. Aber daran geglaubt habe ich nicht so recht.
Wir lie├čen uns also beide auf einem Moosteppich nieder, Peter hatte in seinem B├╝ndel ein paar Kekse, die wollten wir uns schmecken lassen.
Pl├Âtzlich h├Ârte ich so ein eigenartiges Piepsen, dann kam ein d├╝nnes Jaulen. Irgendwie ging es mir durch und durch. \"Das ist Struppi!\" Peter sprang auf und lief zum Geb├╝sch aus dem die eigenartigen T├Âne kamen. Tats├Ąchlich lag dort ein kleiner, s├╝├čer Dackel. Bei Peters Anblick wedelte er fr├Âhlich mit dem Schwanz.
Eine seiner Pfoten war blutig, wahrscheinlich hatte er in irgendetwas getreten. Schnell habe ich die Wunde ges├Ąubert und mit einem sauberen Taschentuch verbunden. Der kleine Kerl war wirklich drollig und ich konnte verstehen, warum Peter so traurig war. Aber nun schien auch f├╝r ihn wieder die Sonne.
Auf dem k├╝rzesten weg sind wir dann zum Forsthaus gegangen. Peter war gl├╝cklich und lief so schnell er konnte. Ich trug sein B├╝ndel, und er hatte Struppi im Arm.
Bis zum Brocken habe ich es an diesem Tag zwar nicht mehr geschafft, aber daf├╝r habe ich von Peter einen riesigen Wiesenblumenstrau├č bekommen.


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