Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, m├╝ssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5439
Themen:   92266
Momentan online:
101 Gäste und 2 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Tagebuch - Diary
Wochenbericht (Michael K.)
Eingestellt am 08. 08. 2001 19:21


Autor
Ein neues Thema ver├Âffentlichen.     Antwort ver├Âffentlichen.
TheRealCure
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Aug 2000

Werke: 82
Kommentare: 321
Die besten Werke
 
Email senden
Profil
Wochenbericht (Michael K.)

Wochenbericht (Michael K.)

montag

es ist montag morgen 7:30 uhr und ich wache auf. es riecht nach alkohol, wie immer. ich gehe auf's klo und muss kotzen, wie immer. heute wollte ich eigentlich zum arbeitsamt, aber ich bin wohl krank. lasse es also besser. anke ist nicht da, wohl schon zur arbeit. na ja, das geld, was sie da verdient kann ich ganz gut brauchen. ich rauche eine zigarette auf dem balkon. die bierkiste steht auch da und ich trinke erstmal eines. der mensch lebt ja nicht nur vom brot allein. scheisse, dass anke nicht da ist, denn ich habe eine tierische morgenlatte. ich ├╝berlege, ob ich sonja anrufe. ihr mann ist tags├╝ber arbeiten und ihre kinder sind vormittags in der schule. ich trinke erstmal noch ein bier und habe dann den mut anzurufen. sonja ist da, wie immer. sie putzt immer vormittags, weiss der geier, was es da immer zu putzen gibt. es ist 8:30 uhr. ich frage sonja, ob sie lust auf eine nummer hat. sie hat sonst immer lust auf eine nummer. diesmal macht sie mich bl├Âde an. ich sollte mal nicht meinen, dass ich sie immer benutzen k├Ânne, wenn ich es gerade n├Âtig h├Ątte. wann zum teufel soll ich sie denn dann benutzen, wenn nicht dann, wenn ich es n├Âtig habe? marion kann ich nicht erreichen, also hole ich mir selbst einen runter. trinke noch ein bier. jetzt geht es schon viel besser. k├Ânnte fast sogar arbeiten gehen, aber ich bin ja krank. stattdessen ├╝berlege ich mir, ich k├Ânnte jetzt ja in den aldi gehen. es ist 9:00 uhr und die haben gerade aufgemacht. ich f├╝hle mich heute zu krank, eine bierkiste aus dem getr├Ąnkemarkt zu holen. ich muss ja alles zu fuss erledigen, denn mein fahrrad wurde am samstag geklaut. na ja, also ich weiss nicht mehr so genau, wo ich es im detail abgestellt habe. ich latsche also los in den aldi und kaufe 20 dosen bier. die kann man gerade noch schleppen, ohne einen bandscheibenvorfall zu provozieren und ich kann ja heute nachmittag nochmal was nachholen. leider gibt es bei aldi keine kondome. deshalb gehe ich noch bei schlecker vorbei und kaufe billy boys. die mag anke am liebsten. heute abend werde ich sie mal so richtig nageln, denke ich mir. wieder zuhause, trinke ich ein bier und rauche eine zigarette. es ist mittagszeit, aber ich habe keinen hunger und trinke stattdessen ein bier. das bisschen, was ich esse, kann ich auch trinken. ich schalte den fernseher ein und schaue mir quizsendungen an! geil, echt geil! was f├╝r eine scheisse! das kann man n├╝chern nciht ertragen. ich trinke nalso noch ein bier, es iste 14:00 uhr und wird nicht mehr lange dauern, bis anke kommt, mcir ict etwas schwindelig und ich habe schwierigkeiten ebim schreiben im mein tagebnuch. anke kommt und mir fallen die augen ztu! anke, ich muss kozten, schreibe ich und anke schl├Ągt mir die diew bronzefigusr p├╝bert d3en kopfff.

dienstag

es ist dienstag. anke f├Ąhrt heute sp├Ąter zur arbeit, weil sie mir erst eine standpauke halten will. sie meint, ich w├╝rde zuviel trinken. das ist nat├╝rlich quatsch, aber frauen sind nunmal so. dummerweise ruft sonja an und die beiden unterhalten sich ein paar minuten. die standpauke geht also auch noch in eine andere richtung. anke ist stinkesauer und ich verspreche ihr, heute nichts zu trinken. sie f├Ąhrt dann zur arbeit und ich mache mir ein bier auf. eines wird ja wohl erlaubt sein. ich kann marion erreichen und sch├╝tte ihr ein wenig mein herz aus. sie ist immer sehr verst├Ąndnisvoll. ich muss nur ordentlich jammern, um sie rumzubekommen. sie wohnt nicht weit weg und ich bin f├╝nf minuten sp├Ąter in ihrer wohnung. sie wohnt in einer wg und studiert ab und zu sowas wie sozialwissenschaften. oder sozialp├Ądagogik? na ja, jedenfalls irgend so ein unn├╝tzes zeug, was frauen so studieren, wenn die eltern kohle genug haben. sie hat immer geile dessous an und das macht mich immer ganz heiss. sie hat eine flasche ouzo da, mit der wir unser wiedersehen feiern. wir schlafen zusammen und trinken. ich rauche, sie nicht. ich trinke einen nach dem anderen, denn ich freue mich wirklich, dass wir uns wiedergesehen haben. wir haben uns am samstag auf der party ja nur ganz kurz gesehen und da kam sie mir so verschwommen vor. so langsam kommt sie mir jetzt auch verschwommen vor. ich versuche nochmal mit ihr zu schlafen, aber so richtig klappt das nicht mehr. sie schmeisst mich raus, weil sie meint, ich w├╝rde zuviel trinken. bl├Âde kuh! egal, ich gehe bei aldi vorbei, kaufe 20 dosen bier und gehe damit nach hause, setze mich auf meinen balkon, trinke, rauche, warte auf anke. mit anke ist es eh am sch├Ânsten. na ja, wenn sie nicht gerade mies drauf ist und mir eine standpauke halten will. heute hat sie ja keinen grund dazu, denn ich bin fast n├╝chtern. n├╝chtern wie eine stockente! ich mache mir noch ein bier auf, rauche noch eine zigarette. im fernsehen l├Ąuft scheisse, sonja ruft an, aber ich verstehe nicht, was sie von mir will. wer versteht schon die frauen! sie meint, dass es ihr leid tut und sie h├Ątte nicht gewusst, dass ich noch mit anke zusammen bin. bin ich eigentlich noch mit anke zusammen? ich sollte anke mal fragen, denke ich und mache mir ein bier auf! ich habe einen ekligen ouzogeschmack im mund und das bier scheint dagegen nicht zu helfen. ausserdem habe ich eklige bl├Ąhungen. gut, dass ich auf dem balkon sitze. ich mache mir ein bier auf! hoffentlich macht anke glkeich nicht wieder do einenm tanz, nmurt werril ixch etzwasd getzrunklen habe. mir isrt schl├Âecht! anke kommmt und iast sachkon wierter schheerisse drauff, egla, mier isdt ehj schjlecjht!

mittwoch

habe heute trotz dem ganzen stress mal etwas l├Ąnger geschlafen, bis 12 uhr! anke ist nat├╝rlich schon weg - gott sei dank, denn diese ewigen standpauken gehen mir echt auf den sack. ich sollte sie bald rausschmeissen. das heisst, na ja, momentan bezahlt sie ja alleine die miete. ich werde also noch warten. kann heute nicht zum arbeitsamt, weil ich krank bin. bin letzte nacht ein paarmal aufgewacht, musste kotzen und habe einen tierischen d├╝nnschiss. mein altes magenproblem, der stress. der postbote war schon da. ein brief vom arbeitsamt, soll mich melden. kann ich doch jetzt nicht, denn ich bin krank. es klingelt an der t├╝r (wo auch sonst). frank steht vor der t├╝r. cool, frank, mein alter kumpel! ich freue mich, denn ein alter kumpel ist tausendmal mehr wert als jede frau (ausser sonja vielleicht, wenn sie nicht gerade schlecht drauf ist und hier anruft, wenn anke da ist.). frank kommt rein und meint, dass ich scheisse aussehe. na ja, er sieht auch scheisse aus. er hat ganz kurze haare und das sieht bei ihm echt scheisse aus! er will mich wegen geld anpumpen, habe aber nichts und deswegen trinken wir erstmal ein paar bier. er hat was zu rauchen dabei und das ziehen wir uns rein. er ist pleite, ich bin pleite! anke verdient auch nicht gerade f├╝r drei. frank meint er h├Ątte die megageile idee mit klaus ausgebr├╝tet, wie wir an viel geld kommen k├Ânnten. ich meine dazu, dass ich kein bock habe f├╝r ups zu fahren, aber er sagt, dass das damit nichts zu tun hat. er hat die idee, einen kiosk zu ├╝berfallen. ich sage ihm, dass sowas verboten ist und er schaut mich bl├Âd an. na ja, er hat recht, wir sind in einer notfallsituation. klaus meinte zu ihm, dass man mehrere zehntausend ocken aus so einem kiosk holen kann, wenn man den sonntag abend ausr├Ąumt. ich ├╝berlege und gebe zu bedenken, dass diese kioske alle t├╝rken geh├Âren und das dann rechtsradikal aussehen k├Ânnte, doch frank meint, dass das gerade eben nicht rechtsradikal w├Ąre, wenn man einen kiosk eben nicht nicht ├╝berf├Ąllt, weil er einem t├╝rken geh├Ârt. w├╝rde man diesen kiosk nicht ├╝berfallen, dann w├Ąre das rassistisch. wir beschliessen nach langem hin und her uns morgen zu treffen mit klaus und alles zu besprechen. klaus hat sogar eine echte pistole, die wir dem t├╝rken an die schl├Ąfe halten k├Ânnten, damit das ganze wirklich ernst wirkt. das macht mir etwas magenschmerzen, aber ich denke an das geld und dass ich anke noch ein geburtstagsgeschenk schulde. also bin ich am ende doch einverstanden und wir trinken die letzen dosen bier aus. frank verzieht sich rechtzeitig bevor anke kommt. anke kommt und ist sauer. wir reden und ich verspreche ihr, nichts mehr oder aber wenigstens weniger zu trinken. wir begiessen das mit den allerletzten dosen bier. ich schicke dann anke los, beim kiosk nachschub zu holen, denn aldi hat schon zu.

donnerstag

der gestrige abend war garnicht so schlecht. anke war nicht ganz so scheisse drauf, wie ich gedacht hatte. sie hatte nat├╝rlich gemerkt, dass frank da war, weil die ganze bude nach dope roch, aber es hielt sich alles im rahmen. ich glaube, sie mag es, wenn ich gekifft habe, weil ich dann im bett l├Ąnger durchhalte. stimmt wohl doch der alte spruch! die sache, die frank mir erz├Ąhlt hat mit dem kiosk geht mir nicht mehr aus dem kopf. einerseits nat├╝rlich scheisse sowas, aber das geld kann ich gut gebrauchen. ich habe anke schon erz├Ąhlt, dass ich sonntag abend sowas wie einen job habe. sie fand das komisch, dass sowas am sonntag abend ist, aber ich konnte sie beruhigen. bei sowas f├Ąllt mir immer was ein. geil, wenn ich nicht mehr auf dieses bl├Âde arbeitslosengeld angewiesen bin. geil auch, wenn ich nicht mehr auf anke angewiesen bin. anke hat mir sogar geld dagelassen und ich gehe zu aldi um bier zu kaufen, denn gleich kommen frank und klaus vorbei. als ich zur├╝ckkomme, stehen beide schon vor der t├╝r. klaus sieht auch scheisse aus. das ist etwas, dass uns alle verbindet. wir sehen alle drei scheisse aus! wir trinken ein paar bier und besprechen alles. der plan ist einfach und genial und ├╝berzeugt sogar mich. klaus wird schmiere stehen und frank h├Ąlt die drei fluchtfahrr├Ąder bereit. ich gehe durch den seiteneingang in den kiosk, halte dem t├╝rken die knarre an den kopf und lasse ihn das geld in die alditragetaschen f├╝llen. wir haben vier t├╝ten, aber die sollten reichen. ich verlasse dann den kiosk, gebe die taschen klaus und frank und wir verduften per fahrrad auf unterschiedlichen fluchtwegen. sollten bullen da sein, werden sie mit dem auto unterwegs sein und uns nicht verfolgen k├Ânnen. ausserdem k├Ânnen sie ja nur immer einem einzigen folgen. frank und klaus werden auf dem fussweg durch den park fl├╝chten und ich die hauptstrasse entlang. der plan ist genial. am montag treffen wir uns dann bei mir zum teilen! klaus meint, dass ich besser nichts von dem geld mit nach hause nehmen sollte, weil anke sonst was merken k├Ânnte. klaus ist ein schlauer fuchs! so werden wir es machen. frank und klaus sind echt gute kumpels, schliesslich h├Ątten sie das ding ja auch alleine drehen k├Ânnen, ohne mich. dann w├╝rde ich ganz sch├Ân in die r├Âhre gucken. wir trinken uns darauf einen. frank schmeisst eine runde shit und wir rauchen uns ordentlich dicht. gegen 16:00 uhr verschwinden beide, denn bald kommt anke und der wollen sie nicht begegnen. ich bin in feierlaune. anke kommt und macht einen gestressten eindruck. ich erz├Ąhle ihr von meinem job und dass es was mit einzelhandel in der lebensmittelbranche zu tun hat. sie freut sich und wir trinken eine flasche wein und ein paar dosen bier. anke kann manchmal richtig lieb sein. ich glaube, ich brauche ihr nur jeden tag was von einem neuen job erz├Ąhlen und sie wird augenblicklich geil! mir f├Ąllt ein, dass ich marion anrufen wollte und ich beschliesse, das morgen zu machen. ich habe sie eine weile nicht gesehen und dann bekomme ich immer dieses jucken zwischen den zehen, den beiden grossen. anke ist auf dem sofa eingeschlafen und ich rauche eine letzte zigarette. dazu trinke ich den rest wein und drei dosen bier. ich freue mich darauf, wenn ich mir mal wieder richtiges markenbier und filterzigaretten werde leisten k├Ânnen. vielleicht kaufe ich mir auch einen porsche, dann muss ich nicht mehr zu fuss zu aldi. vielleicht auch einen ferarri, mal sehen, wieviel kohle in so einem kiosk steckt. klaus und frank werden es schon wissen, denn die sind echt auf draht!

freitag

hurra, es ist freitag! wochenende!! wenn ich arbeiten w├╝rde, k├Ânnte ich mich nat├╝rlich noch mehr freuen! eigentlich ist es so gar kein grund zur freude. wochenende heisst, dass morgen und ├╝bermorgen anke die ganze zeit frei hat und mir auf den wecker f├Ąllt. ich rufe als erstes bei marion an. sie hat sich beruhigt und meint, dass sie gleich mal reinschauen w├╝rde, weil sie eh noch besorgungen zu machen hat. da k├Ânnte sie die erste besorgung ja auch gleich bei mir machen. ich laber sie solange voll, bis sie einverstanden ist, mir von aldi b├╝chsenbier mitzubringen. wieso haben frauen immer was gegen b├╝chsenbier? was gibt es praktischeres als b├╝chsenbier? es dauert 30 minuten bis marion da ist. sie hat 20 dosen bier geschleppt und l├Ąsst den ganzen rummel im flur zu boden rauschen. ich bin etwas genervt, denn davon wird das bier nur unn├Âtig gesch├╝ttelt. ich will die dosen in den k├╝hlschrank packen, als ich schon ihre hand in meiner hose sp├╝re. dort ist schon seit heute morgen der teufel los und marion merkt das und das bringt sie so richtig auf fahrt. das bier bleibt also noch eine weile warm. an marion mag ich am meisten, dass sie so tierisch geil abgehen kann. sie ist nicht so langweilig wie anke, die am liebsten immer nur daliegen und gestreichelt werden will. meistens pennt sie dann auch noch dabei ein und ich komme nicht zum schuss. ganz anders marion! wir treiben es gleich im flur! na ja, wir treiben es nicht nur im flur, sondern v├Âgeln uns durch die ganze wohnung. sie ist toll! ich fl├╝ster ihr ab und zu die dinge ins ohr, die sie h├Âren will. dass ich sie ganz, ganz doll liebe. dass ich nur sie wirklich liebe. dass sie mich total scharf macht. das letzte stimmt sogar. sie hat echt geile titten. nicht diese kleinen dinger, die so hart sind und nicht diese riesenm├Âpse, die ├╝berhaupt keinen halt haben. nein, richtig geile titten. wir geraten in ekstase und ich kippe ihr ein bier ├╝ber ihren k├Ârper und fange an das aufzulecken! ich bekomme mehr lust, mehr lust auf bier und mache mir noch eine dose auf. marion ist eh fertig und meint, dass sie los muss. also rauche ich eine zigarette. marion verschwindet und sonja ruft an. sie meint, dass sie sich mit mir vers├Âhnen will. sie will gleich vorbei kommen. wieso gerade jetzt? wenn ich druck habe, hat sie keine zeit. 10 minuten sp├Ąter steht sie im flur und ihre hand ist weitere 30 sekunden sp├Ąter in meiner hose. ich trinke ein bier, w├Ąhrend sie sich mit mir vers├Âhnt. sie scheint das nicht zu st├Âren. frauen sind doch sehr unterschiedlich strukturiert. im prinzip kann man f├╝r jeden zweck eine finden. gott sei dank, hat sie nicht soviel zeit, weil sie noch ihre k├╝che wischen muss. sie verschwindet und ich setze mich erstmal hin und trinke ein bier! ich bin leicht ersch├Âpft und will kr├Ąfte sammeln f├╝r die party heute abend, auf die ich mit anke gehen will. paule feiert seinen geburtstag. das geht immer ganz besonders ab, denn es gibt jede menge edler getr├Ąnke und auch sonst so allerlei sachen zum bedr├Âhnen! anke kommt heute fr├╝her und wir trinken uns ein paar bier, um schonmal in stimmung zu kommen. es fehlt nur noch, dass sie noch vorher eine nummer schieben will. sie will vorher noch eine nummer schieben. ich gebe mein bestes. wirklich! danach brauche ich eine zigarette und ein bier. wir gehen dann auch los auf paules party! vielleicht sind frank und klaus ja auch da!

samstag

paule ist ein echtes tier! die party war mega spitze. ich habe mich lange nicht mehr so am├╝siert. leider waren frank und klaus nicht da. na ja, frank will heute nochmal anrufen und mitteilen, wo wir uns morgen treffen, damit alles klappt. geil, endlich kohle! frank ist ein echter freund! dummerweise f├Ąllt mir ein, dass ich mein fahrrad nicht wiederfinden kann und ich mag auch anke nicht bitten, dass sie mir ihres leiht, denn zwei ihrer fahrr├Ąder habe ich schon verloren und ich habe kein bock auf eine diskussion nur wegen so einem scheiss fahrrad. ein fahrrad findet man an jeder ecke. ich werde mir wohl irgendwo eines ausleihen! ich kann es ja dort dann einfach wieder abstellen. das merkt kein mensch. ich bin guter hoffnung. es ist 14:00 uhr und ich weiss nicht so recht, was ich machen soll. anke ist nicht da. wahrscheinlich ist sie einkaufen. ich mache mir ein bier auf und rauche eine zigarette. mir ist schlecht und ich muss kotzen. aber ansonsten ist heute kein schlechter tag, denn der d├╝nnschiss ist besser geworden. das telefon klingelt und frank ist dran. er hatte gestern keine zeit f├╝r die party. wir verabreden uns f├╝r morgen 21:00 uhr an der ecke vor dem kiosk. ich frage, ob wir uns maskieren wollen und frank meint, dass wir uns str├╝mpfe ├╝ber den kopf ziehen sollten. ich werde einen von anke nehmen. das wird sie nicht merken, denn sie hat tausende von str├╝mpfen. sie ist so eine art strumpffetischistin. na ja, eigentlich bin ich der strumpffetischist, aber es sind ihre. der plan ist gut. uns wird niemand erkennen. frank meint noch, dass er die pistole mitbringen wird. ich finde das irgendwie gef├Ąhrlich, aber er sagt, dass sie nicht geladen sein wird. er hat zwar mal diese pistole besorgt, aber an munition ist er nie herangekommen. das finde ich dann beruhigend, denn ich will ja niemanden wirklich umlegen. ich mache mir noch ein bier auf und so langsam geht es mir besser. anke kommt zur├╝ck. sie schaut mich mit grossen augen an und meint dann, dass ich ihr den abend ja wohl ganz sch├Ân versaut h├Ątte. ich h├Ątte zuviel getrunken und es w├Ąre ja wohl unm├Âglich gewesen, dass ich volle kanne auf diesen glastisch gefallen bin. ich kann mich nicht erinnern und zeige aber trotzdem reue. das schadet ja nie. ich verspreche anke, dass das nicht mehr passieren wird. wenn ich erst den job (erledigt) habe, dann wird alles gut! ja, alles wird gut, sage ich ihr und schaue sie mit meinem ber├╝hmten treuen blick in die augen. wir gehen ins bett. ich mache mir vorher noch schnell ein bier auf. danach rauche ich eine zigarette. im grunde ist anke garnicht so verkehrt. sie bohrt nur dauernd wegen dem job am sonntag nach. ich sage, dass es sich um ein vorgespr├Ąch handelt, praktisch so eine art vorstellungstermin, aber im grunde ist schon alles unter dach und fach. sie findet das gut und wir gehen nochmal ins bett. wir machen dann noch eine flasche wein auf und trinken die zusammen im bett. anke schl├Ąft ein und ich stehe nochmal auf, rauche eine zigarette und trinke ein paar bier. gegen 23:00 uhr bin ich endlich m├╝de genug, dass ich schlafen kann. morgen wird ein toller tag. ich sp├╝re sowas. ich werde endlich auch einmal zu den gewinnern geh├Âren. anke wird stolz auf mich sein, wenn ich ihr die tausender unter die nase halte!

sonntag

heute ist mein gl├╝ckstag, nicht nur weil anke die nachmittagsschicht von einer kranken kollegin ├╝bernommen hat, sondern weil ich heute das grosse geld machen werde, und das mit minimalem aufwand. ich ├╝berlege mir, dass ich sicher auf dem weg zum treffpunkt irgendwo eine fahrrad auftreiben werde. anke ist beim fr├╝hst├╝cken. ich verstehe nicht, dass man morgens um 12:00 uhr schon was festes essen kann. ich trinke lieber ein bier. in so einem bier sind alle n├Ąhrstoffe drin, die man braucht. anke meint, ich h├Ątte ihr doch versprochen, nicht mehr dauernd zu trinken. ich sage dazu nur, dass ein einzelnes bier ja nichts mit trinken zu tun hat. gegen 13:30 uhr haut anke ab zu ihrer schicht. jetzt ist ruhe in der bude und ich trinke ein paar bier zur beruhigung. meine h├Ąnde zittern. das liegt an der tatsache, dass ich mir immer noch gedanken mache wegen heute abend. aber warum eigentlich? es ist doch ein ausgekl├╝gelter plan. frank kennt sich mit sowas aus. der wurde noch nie erwischt. ich trinke also noch ein bier und rauche eine zigarette. schaue ein bisschen fernsehen. das bild verschwimmt etwas vor meinen augen, weil ich ziemlich m├╝de bin, obwohl ich gestern abend extra fr├╝h ins bett gegangen bin. marion ruft an und fragt, ob sie vorbei kommen kann, weil sie reden will. sie hat ├Ąrger in der wg. ich lehne ab, denn vor einem einsatz soll man nichts mit frauen haben. da ist so ein sch├Ânes kaltes bier schon besser! es ist 20:00 uhr und ich mache mich auf den weg. ich muss mich ja noch nach einem fahrrad umsehen.

Nachtrag von Anke

Ich h├Ątte es wissen m├╝ssen! Im Grunde habe ich Michel garnicht richtig gekannt. Wir haben zusammen gewohnt, doch ich habe ihn garnicht richtig gekannt. Ich habe mich immer zuviel mit mir selbst besch├Ąftigt. Ich h├Ątte mehr nachfragen sollen, was das f├╝r ein Job ist, von dem er so geschw├Ąrmt hat. Einer wie Michel bekommt keine richtige Arbeit. Frank und Klaus sind richtige Ganoven. Sie haben ihn dazu ├╝berredet, mit dieser Pistole in den Kiosk zu gehen. Michel ist ein echter Idiot, denn er hat da mitgemacht. Nat├╝rlich konnte keiner ahnen, dass der T├╝rke bewaffnet ist, aber wenn man sowas macht, dann kann wirklich alles passieren. Ich mache mir Vorw├╝rfe. Was soll ich jetzt nur tun? Frank und Klaus sind nat├╝rlich aus dem Schneider. Es gibt noch nicht einmal einen Hinweis, dass sie ├╝berhaupt was damit zu tun haben. Michel ist der Dumme. Morgen wird es in der Zeitung stehen. Was soll ich nur tun? Ich bin mitschuldig an dem, was heute geschehen ist!

Neue Presse vom Montag

Tragischer Ausgang eines ├ťberfalls in Hannover Linden

In Hannover Linden wurde in den gestrigen Abendstunden ein Kiosk ├╝berfallen. Wie das Polizeirevier 9 mitteilte, ├╝berfiel gegen 21:00 Uhr der 21. j├Ąhrige Hannoveraner Michael K. aus Linden einen Kiosk. Nachdem er ein Fahrrad gestohlen hatte, st├╝rmte er in den Kiosk und bedrohte den Besitzer mit einer Pistole. Er forderte von dem Besitzer die Herausgabe des Kasseninhaltes. Der Kioskbesitzer geriet in Panik und griff zu seiner Pistole. Er schoss auf Michael K. und traf in t├Âdlich in den Kopf. Wie sich sp├Ąter herausstellte, war die Waffe von Michael K. nicht geladen. In der Kasse befanden sich knapp 500 DM. Der Kioskbesitzer wurde vor├╝bergehend in Gewahrsam genommen, aber sp├Ąter wieder auf freien Fu├č gesetzt. Er konnte einen g├╝ltigen Waffenschein vorlegen.



__________________
(c) J├╝rgen Erbe

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


Zur├╝ck zu:  Tagebuch - Diary Ein neues Thema ver├Âffentlichen.     Antwort ver├Âffentlichen.


Leselupe-Bücher



Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!