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Leselupe.de > Experimentelle Lyrik
Wollenes Denken
Eingestellt am 01. 12. 2013 19:56


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Bernd
Foren-Redakteur
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Registriert: Aug 2000

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Gott baute eine Schleife
und wurde
göttler und göttler,
bis er Gödel war.

Nun sprach Gödel
zu Turing:
"ER baue mir eine Maschine,
die schlauer ist, als ich."

Und Turing begann.
Er sagte:
"Ich baue eine endliche unendliche Maschine."

Und er nahm
eine Strickmaschine,
löste hier ein Rad
und schraubte dort an einer Schraube.

Und Turing sprach:
"Das Schal sei der Speicher.
Linke Maschen sind Null
und rechte Maschen sind Eins.
Und die Maschine sei Speicher und AusfĂŒhrender."

Und die Maschine begann zu stricken
und sie strickte mehr und mehr.
Und der Schlitten sauste hin und her.
Das Schal ward zum Haufen.
Als der Haufen groß genug war,
implodierte alles
zu einem schwarzen Loch.

Gödel betrachtete
die rauchenden Überreste
und sprach:

"WAs fĂŒr ein Verlust."

Und Turing begann von Neuem.
Diesmal nahm er aber Angorawolle.
Und die Maschine ratterte
und strickte
und löste alle Aufgaben,
die ihr gestellt wurden,
und in ihrer Freizeit löste sie
gleich noch ein paar mehr.

Gödel betrachtete sie
und er sah,
dass sie gut war.

Und dann sah er genauer hin
und fand in der Ferne Filz.
Die Maschen verhakten sich.
Und die Maschine machte Fehler.
Die Bits waren unscharf,
und einige Maschen verzogen sich.

"JEtzt ist sie vollkommen", sprach Gödel und nickte sanft.

Searl glaubte es nicht.
Escher malte alles
und Bach schrieb eine Kantate.

Hofstadter lÀchelte sacht.

__________________
Copy-Left, samisdada, Dada Dresden

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