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Leselupe.de > Gereimtes
Wunder der Weihnacht
Eingestellt am 25. 12. 2006 19:11


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Sta.tor
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Wunder der Weihnacht

Wenn die Winterwinde durch die Strassen wehen
und der Mensch die warme Stube sucht
können einige der Kälte nicht entgehen
denn das Obdachlosenheim ist ausgebucht.

Abgerissene Gestalten ziehen suchend durch die Stadt,
hoffen noch auf eine warme Bleibe für die Nacht.
Doch wen das Unglück in den Dreck gespieen hat,
hat sich den Rest der Welt zum Feind gemacht.

Ja, nur der Weingeist bleibt als letzter Kamerad
spendet scheinbar Wärme, tröstet und vertreibt die Sorgen.
Und wer gefügig folgt des falschen Freundes Rat,
den findet man erfroren oft am nächsten Morgen.

Auch Josef hatte sich dem Trinken hingegeben
verbrachte manche Nacht im Vorraum einer Bank
verträumte dort sein jämmerliches Leben.
Es scherte ihn nicht mehr, dass er so stank.

Doch wurde er deshalb schon oft vertrieben,
verprügelt und auch mit dem Tod bedroht.
Typen wie er sind sozial abgeschrieben.
und grade so beliebt wie Hundekot.

Am Weihnachtsabend legte er sich wieder
zur Rauschausnüchterung neben das Terminal
im Vorraum auf die Heizung nieder.
Die Peiniger, sie reagierten diesmal schnell.

Sie weckten ihn mit schweren Stiefeltritten
trieben mit Schlägen ihn zu einem dunklen Ort.
Josef begann um Gnade laut zu bitten.
Mit rohem Kiefernbruch erstarb sein Wort.

Die Flasche Doppelkorn, die sie bei Josef fanden,
die schütteten sie ihm nun ins Gesicht..
Und wie im Kreis sie letztlich um ihn standen
entzündeten sie vereint ein Streichholzlicht.

Ein blauer Flammenpilz schloss Josef in sich ein
nahm ihm den Atem und den Lebensmut.
Sengender Schmerz ging ihm durch Mark und Bein
Die Winterwinde schürten noch die Glut.

Am nächsten Morgen wurde er hervorgekehrt
auf Anhieb hat man ihn nicht mehr erkannt.
Der lokalen Zeitung war es eine Meldung wert:
„Wunder der Weihnacht! Keiner erfroren, nur einer verbrannt!“

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Walther
Routinierter Autor
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Stator,

stimmt dann, wenn die Beteiligten sich nicht dazu herablassen, sich mit dem Text inhaltlich und formal auseinanderzusetzen.

Das Thema ist zwar hinreichend bekannt, aber gut bearbeitet, etwas langatmig für ein Gedicht und niemals nur eine zwei. Selbst wenn es genialere Versionen für die Aufarbeitung des Themas gibt (Charles Dickens etc.): Wir sind hier in der LeLu und sollten uns nicht überheben.

Also habe ich in die Tasten gegriffen und korrigiert. Wenn das andere tun, hat das Werk der Trolle, die hier wieder herumgeistern, und als solche haben sie zu gelten, solange sie sich nicht durch echte Textarbeit aus der Deckung begeben, keine wesentliche Auswirkung.

Gruß und Guter Rutsch an Dich und die LeLu Runde, auch an die Damen und Herren Anonym

W.
__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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Sta.tor
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Das kann man wohl als Weitsicht bezeichnen. 10 Jahre auf den Tag. Na stolz bin ich nicht.
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schlimmer geht immer

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Eike Leickart
???
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Hallo Sta.tor,
kein uninteressanter Text vor allem durch den Perspektivwechsel am Schluss, der durch seinen aktuellen Bezug für manche sicherlich ärgerlich ist.
Ich würde den Kiefernbruch umgehend in einen Kieferbruch umändern! :-)
Mit Gruß
E. L.
__________________
fama crescit eundo

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Sta.tor
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Hi Ciconia,

in der Tat, das Gedicht ist nicht formvollendet und auch recht laienhaft geschrieben. Es stammt aus der Frühzeit meiner Dichtungen und ich fand damals, die holpernde Metrik dramatisiert die Handlung noch nachhaltig. Heute würde ich es ganz anders schreiben, entscheidend, es noch mal zu erwähnen, war die Duplizität der Ereignisse auf den Tag genau.

Hi Eike Leickart,

ja, Du hast recht. Ich müsste es ändern. Mach ich aber nach so vielen Jahren nu auch nicht mehr.

Danke allen für`s (noch mal) lesen und kommentieren.

Viele Grüße und ein gesundes neues Jahr
Sta.tor
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kad sgard
???
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hallo,
ob holprig oder nicht, es gibt viel zu wenig gedichte die dieses thema auf den tisch bringen.

es ist eine schande, das letzte, einem menschen sowas anzutun.
und es sich scheinbar nach 10 jahren wiederholt!!


diese werk hat keine 2 ooder 3 verdient .. da wäre ich auch sauer >


gern gelesen und ein frohes neues jahr


lg
kad
__________________
der rest ist schweigen (hamlet)

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