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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Wurmalarm
Eingestellt am 27. 05. 2002 17:22


Autor
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Kalle
Wird mal Schriftsteller
Registriert: May 2002

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Es war eine lange, harte Woche mit jeder Menge Kram und Stress.

Horst war gut gelaunt, denn er hatte alles unter Kontrolle und sicher im Griff, seine Kollegen, seinen Job und die Frauen seiner Kollegen, ha.

Die Laune stand nach Weibern und Bier, in der richtigen Konstellation nat√ľrlich, gut austariert und von jedem jede Menge.

Horst stellt sein Raketenfahrzeug immer in der Tiefgarage ab, auf dem Parkplatz von einem Nachbarn, der das gar nicht gut findet.

"Hey, Horst! Schieb Deine scheiß Karre von meinem Parkplatz"

"Leck mich, wo soll ich meine Rakete sonst abstellen?"

"Ist mir schei√üegal, jedenfalls nicht hier". Der Nachbar bewegt ab und an im Grenzbereich des f√ľr Horst Ertr√§glichem..

"Du Arschloch laberst mich an? Wei√üt Du, was ich mit Deiner Frau mache, wenn Du um f√ľnf in dein verkacktes B√ľro verschwindest?"

"Nichts Du Großmaul!"

"Wenn es nichts ist, daß Du seit Wochen morgens Besuch von der Polizei wegen Lärmbelästigung bekommst, nachdem Du aus dem Haus bist"

"Du l√ľgst"

"Wenn Du meinst". Jetzt kriegt die gute Frau wahrscheinlich ordentlich auf die Fresse, wär sie halt ein bißchen leiser gewesen, selbst Schuld.

Der Nachbar zischt ab in Richtung Wohnung. Sein Auto läßt er in der Tiefgarage unverschlossen stehen.

Sicherheitshalber läßt Horst noch die Luft aus Nachbars Reifen und pisst in den Kofferraum. Das hat er jetzt davon, soll froh sein, daß er noch lebt, das Arschloch.

Auf einmal sp√ľrt Horst ein unheimliches wummern unter der Erde. Vergleichbar mit einer kreischenden Frau oder 20 Dba am Sonntag morgen nach einer
durchzechten Nacht. Beides kam nicht in Betracht, es war Freitag und Frauen waren auch nicht in Sicht.

"Scheisse" Horst schwant Böses.

"Ein Tiefgaragenwurm!". Mit verschiedenen Trittfrequenzen versucht er so schnell wie möglich das sichere Treppenhaus zu erreichen. Das Wummern wird so stark, daß Horst
sicherheitshalber Werner um Rat fragt, per Handy.

"Werner, wir haben ein Problem"

"Wie denn Problem? Du Großfresse bist doch Ingenieur"

Vor Horst durchbricht ein ekelhafter schleimiger Wurm den Tiefgaragenboden und bäumt sich vor ihm auf. Er sagt nichts, der Wurm. Der Kopf hatte eine
trichterf√∂rmige √Ėffnung, in der Mitte konnte man gut den roten Rachen erkennen, der war blutig und schleimig, offenbar war der Wurm erk√§ltet. Doch was war das?
Der Wurm hatte offensichtlich das Parkplatzproblem gelöst. Aus dem Rachen ragten noch ein paar halbe Beine mit den Hosen des Nachbarn. Ah, der Oberkörper
der Frau ist auch dabei.

"Ein Feinschmecker ist er nicht gerade, der Wurm" denkt sich Horst.

"Werner, vor mir steht ein Wurm, der hat gerade meinen Nachbarn gefressen"

"Den mit der geilen Frau mit Riesencharakter?"

"Ja, genau den, die Frau auch"

"Gut, dann hast Du ja jetzt keine Parkplatzsorgen mehr"

"Stimmt, allerdings kann ich die Frau auch nicht mehr poppen. Was mach ich jetzt mit dem Wurm? Der guckt so merkw√ľrdig"

"Hey, stell Dich vor ihn hin, zieh den Hut ins Gesicht und sing ihm ein paar Udo Lieder vor"

"Mach ich" Horst zieht den Hut ins Gesicht, greift sich in den Schritt, verschränkt dann die Hände vor der Brust.

"Desperado, Du reitest nun schon seit Jahren, allein und verloren durch die Pr√§rie. Du treibst Dein Pferd die H√ľgel hoch in den Canyons h√§ngt Dein Echo, was Du
suchst, da√ü wei√üt nur Du allein...Das n√§chste Tal kann noch gr√ľner sein, dahinter gl√§nzt Gold im Sonnenschein..."

"Hey, Horst" grunzt der Wurm. "Du weißt Bescheid, verdammt Bescheid. Du gehörst zur aufrechten Sorte Männer, Du hast es verdient am Leben zu bleiben. Du
hast Hast mich echt beeindruckt"

"Wurm, paß auf, daß Du keins auf die Fresse kriegst"

"Gut, ich mach mich mal wieder auf den Weg und gehe noch ein Deppen Fressen. Weist Du, wo ich ein paar finden kann"

"Mann, Wurm, wo lebst Du? Egal, wo Du hinbeißt, Du triffst immer den richtigen, laß mir nur Werner in Ruhe"

Die beiden lachten, der Wurm fraß noch ein paar Nachbarn, während Horst eine Flasche Jim Beam aus der Wohnung holte.

Die beiden becherten die ganze Nacht in der Tiefgarage, es war der Beginn einer wunderbaren Freundschaft.
__________________
Kalle, der, den sie "die Flamme" nennen

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STEFANIE
Festzeitungsschreiber
Registriert: May 2002

Werke: 4
Kommentare: 2
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ein bi√üchen zu viel Gosse f√ľr meinen Geschmack, aber nett und fl√ľ√üig geschrieben

Stefanie

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