Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, m├╝ssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5551
Themen:   95235
Momentan online:
566 Gäste und 14 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Kurzgeschichten
Wusstest du, dass man Steine essen kann?
Eingestellt am 02. 12. 2012 10:15


Autor
Ein neues Thema ver├Âffentlichen.     Antwort ver├Âffentlichen.
llillie
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Nov 2012

Werke: 2
Kommentare: 4
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um llillie eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil


Rocco und Sammy sa├čen in einer Ecke der kleinen Wellblechh├╝tte. Drau├čen war es dunkel und der kleine Raum wurde mit einer Kerze und dem Schein des Kerosinofens in ein schwaches Licht getaucht. Ihre kleinen Gestalten warfen riesenhafte Schatten an die W├Ąnde.
Sie sahen erwartungsvoll zur Mutter hin├╝ber, die in einem gro├čen Topf r├╝hrte. Von Zeit zu Zeit l├Ąchelte sie die Beiden an. Ihre Augen aber blickten traurig.
ÔÇ×Wollt ihr euch nicht hinlegen? Ich wecke euch, wenn das Essen fertig ist.ÔÇť
Rocco zog seinen winzigen Bruder zu sich auf die Decke.
ÔÇ×Heute m├╝ssen wir versuchen wach zu bleiben. Mutter weckt uns sonst wieder nicht und isst alles alleine auf.ÔÇť fl├╝sterte er dem Kleineren ins Ohr.
Sie hielten sich mit ihren kleinen Armen fest umschlungen und schauten weiter beim Kochen zu. Ihnen knurrte der Magen wie verr├╝ckt. So konnten sie ohnehin nicht einschlafen.
Die W├Ąrme, das flackernde Licht und das rhythmische Ger├Ąusch des Kochl├Âffels lie├č die beiden langsam m├╝de werden. Schlie├člich fielen ihnen die Augen zu und sie schliefen ein.
Die Mutter machte erleichtert die Flamme des Ofens aus. Sie nahm den Topf und verlie├č die H├╝tte. Drau├čen sch├╝ttete sie das Wasser mit den Steinen auf den Boden.
Sie ging wieder hinein, blies die Kerze aus und legte sich hinter ihre beiden Kinder zum Schlafen hin.



Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


Architheutis
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo,

einige Anmerkungen:

quote:
Rocco und Sammy sa├čen in einer Ecke der kleinen Wellblechh├╝tte. Drau├čen war es dunkel und der kleine Raum wurde mit einer Kerze und dem Schein des Kerosinofens in ein schwaches Licht getaucht.

Ich dachte immer, mit Kerosin treibt man nur Flugzeuge an. Habe es aber geggogelt und festgestellt, das gibt es wirklich! Insofern danke f├╝r die Wissenserweiterung. :-)

quote:
Ihre kleinen Gestalten warfen riesenhafte Schatten an die W├Ąnde Wand.

Draussen ist es dunkel, der Ofen ist also die einzige Lichtquelle im Raum. Es macht physikalisch wohl mehr Sinn, lediglich einen einzigen Schatten an eine Wand zu werfen.

quote:
Sie sahen erwartungsvoll zur Mutter hin├╝ber, die in einem gro├čen Topf r├╝hrte. Von Zeit zu Zeit l├Ąchelte sie die Beiden an. Ihre Augen aber blickten traurig.


quote:
ÔÇ×Wollt ihr euch nicht hinlegen? Ich wecke euch, wenn das Essen fertig ist.ÔÇť
Rocco zog seinen winzigen Bruder zu sich auf die Decke.
ÔÇ×Heute m├╝ssen wir versuchen(,) wach zu bleiben. Mutter weckt uns sonst wieder nicht und isst alles alleine auf.ÔÇť(,) fl├╝sterte er dem Kleineren ins Ohr.

Warum antwortet Rocco seinem Bruder, wenn seiner Mutter ihn fragt? Warum ist die Mutter erst traurig, weil sie ihren Kindern kaum was zu Essen geben kann, isst dann aber alles alleine? Das klingt nicht besonders plausibel, denn du deutest eine aufopfernde Mutter an, die lieber selbst hungert, als ihren Kindern etwas wegzuessen.

quote:
Sie hielten sich mit ihren kleinen Armen fest umschlungen und schauten weiter beim Kochen zu. Ihnen knurrte der Magen wie verr├╝ckt. So konnten sie ohnehin nicht einschlafen.
Die W├Ąrme, das flackernde Licht und das rhythmische Ger├Ąusch des Kochl├Âffels lie├čen die beiden Beiden langsam m├╝de werden. Schlie├člich fielen ihnen die Augen zu und sie schliefen ein.
Die Mutter machte erleichtert die Flamme des Ofens aus. Sie nahm den Topf und verlie├č die H├╝tte. Drau├čen sch├╝ttete sie das Wasser mit den Steinen auf den Boden.
Sie ging wieder hinein, blies die Kerze aus und legte sich hinter ihre beiden Kinder zum Schlafen hin.

Eine ergreifende Szene, und gut geschrieben! Das Ende nimmt nichts vorwerg oder erkl├Ąrte zuviel. Du ├Âffnest einen Raum, den der Leser selbst ausf├╝llen kann. So muss eine Kurzgeschichte sein.

Einzig st├Ârend finde ich, dass die Mutter den Kindern das Essen wegessen sollte. Das passt hier ├╝berhaupt nicht ins Bild. Entweder erkl├Ąrst du das besser, oder aber du streichst es. Ich streichte es. ;-)

Aber bis auf das eine gelungene Kurzgeschichte.

Lieben Gru├č,
Archi

PS an andere Leser: Die Autorin ist keine Muttersprachlerin. Das sollte bei der Wertung mit einbezogen werden. ;-)

Bearbeiten/Löschen    


llillie
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Nov 2012

Werke: 2
Kommentare: 4
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um llillie eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Danke f├╝r das Ausbessern der Beistriche. Das raff ich einfach nicht.
Die Schatten kommen von 2 Lichtquellen. Vom Ofen und von der Kerze. So hab ich mir vorgestellt, dass es mehrere Schatten auf mehreren W├Ąnden gibt.
Die Mutter hat schon ├Âfters Steine gekocht, um die Kinder zum Schlafen zu bewegen. Deswegen denken die Kinder, dass die Mutter alles alleine isst, weil sie schon schlafen wenn es Essen gibt und vom Essen am n├Ąchsten Morgen nie etwas ├╝brig ist. Deswegen besprechen die Kinder diese Tatsache unter sich.
Die Mutter will den Kindern nicht sagen, dass es gar nichts zum Essen gibt. Lieber will sie vor ihnen als Vielfra├č erscheinen.
Danke, Architheutis, f├╝r die vielen Gedanken, die du dir machst!
Lillie

Bearbeiten/Löschen    


USch
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo llillie,
eine sehr ber├╝hrende Geschichte.

ein paar Kleinigkeiten:

quote:
Sie sahen erwartungsvoll zur Mutter hin├╝ber, die in einem gro├čen Topf r├╝hrte. Von Zeit zu Zeit l├Ąchelte sie die Beiden an. Ihre Augen aber blickten traurig.Ich w├╝rde es umdrehen, damit es nicht so widerspr├╝chlich klingt: Ihre Augen blickten traurig, doch von Zeit zu Zeit l├Ąchelte sie die Beiden an.
ÔÇ×Wollt ihr euch nicht hinlegen? Ich wecke euch, wenn das Essen fertig ist.ÔÇť
Rocco zog seinen winzigen Bruder zu sich auf die Decke.
ÔÇ×Heute m├╝ssen wir versuchen wach zu bleiben. Mutter weckt uns sonst wieder nicht und isst alles alleine aufÔÇť, Komma! fl├╝sterte er dem Kleineren ins Ohr.
Sie hielten sich mit ihren kleinen Armen fest umschlungen und schauten weiter beim Kochen zu. Ihnen knurrte der Magen wie verr├╝ckt. So konnten sie ohnehin nicht einschlafen. W├╝rde ich streichen, weil sie dann ja doch einschlafen

Vielleicht solltest du noch mal ├╝ber den Titel nachdenken, denn der nimmt das Ende f├╝r meinen Geschmack zu sehr vorweg.
LG USch

Bearbeiten/Löschen    


KaGeb
Guest
Registriert: Not Yet

... an und f├╝r sich ein starker Text, dem meiner Meinung nach die Perspektive des Erz├Ąhlers fehlt. Lass alles wom├Âglich aus der Sicht der Mutter passieren, sie kennt ihre Racker und deren Reaktionen genau. Klar ist das R├╝hren in der Steinsuppe nur Theater, aber der Text w├╝rde dadurch mehr Entsetzen sch├╝ren - und mehr Trauer um ihr Dilemma entfachen. In all dem Tun fehlt (mir pers├Ânlich) die Beschreibung ihres Antriebs, ihrer Motivation. Hier w├Ąren Hinweise dienlich, Blicke auf ihre eigene Lebensgeschichte, warum sie in dieser Perspektivlosigkeit steckt. So wie aktuell finde ich den Text mager, obwohl er Potential zu Gro├čem h├Ątte ...

Liebe Gr├╝├če

Bearbeiten/Löschen    


6 ausgeblendete Kommentare sind nur f├╝r Mitglieder und nur mit eingeschaltetem Javascript erreichbar.
Zur├╝ck zu:  Kurzgeschichten Ein neues Thema ver├Âffentlichen.     Antwort ver├Âffentlichen.
Werbung