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Leselupe.de > Tagebuch - Diary
Wut pur!!!
Eingestellt am 07. 06. 2006 22:30


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Snowy
Wird mal Schriftsteller
Registriert: May 2006

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F├╝nf Menschen: Vater, Mutter, Tochter Cindy 23J schwanger verheiratet einen Sohn 2J, Tochter Alex 22J zur Adoption freigegeben nach Geburt lebt in Californien, Tochter Becky 17J Ausbildung, Sohn Gordon 15J feier Fall, Eltern getrennt seit zwei Jahren. Thomas neuer Gef├Ąhrte der Mutter total unbeliebt.

An meine liebe Mama...
Zu deiner SMS von Montag:
Guten Morgen Cindy, ich m├Âchte mich f├╝r den Muttertagsgru├č bedanken. Ich glaube wir brauchen uns garnicht mehr bei einander zu melden, dann k├Ânnen wir uns auch nicht immer entt├Ąuschen. Ich liebe dich und w├╝nsche dir alles Gl├╝ck und Liebe in einer neuen Familie.

Also, ich war ja schon stinkig, als ich mit dir wegen Alex telefoniert habe. Aber mit der SMS hast du echt den Vogel abgeschossen. Jetzt bin ich echt stinksauer. Du hast ja wohl voll den Verstand verloren was? Du solltest nicht mehr zum Psychologen gehen, sondern dir gleich eine ganze Gehirnw├Ąsche verpassen lassen.

Mal abgesehen davon, das ich Sonntag den ganzen Tag im Bett lag, weil mein Baby mir das Laufen erschwert und mir ├╝bel war, wollte ich pers├Ânlich vorbei kommen. Wir hatten eine Kleinigkeit f├╝r dich und ich wollte sie dir geben und nicht erst anrufen. Wir waren Montag bei Becky, und du kannst froh sein, das du nicht da warst. So schreibe ich dir meinen ├ärger nur.

Es geht mir immer schlechter mit meinem Bauch und es tut mir h├Âllisch leid, das ich nicht gesprungen bin, wie du erwartest hast. Aber du willst einen Muttertagsgru├č haben, bitte hier bekommst du ihn...

Muttertag ist f├╝r ganz besondere M├╝tter ein Dankesch├Ân, wenn ich das richtig verstanden habe...

- f├╝r eine Mutter, die in der Lage ist, mit ihren Kinder zu kuscheln,
- die in der Lage ist, ihrem Kind ohne weiteres zu sagen, das sie es liebt,
- die in der Lage ist, mit ihrem Kind zu spielen,
- die in der Lage ist, mit ihrem Kind Zeit zu verbringen,
- die in der Lage ist, mit ihrem Kind zu reden und zuzuh├Âren,
- die in der Lage ist, Geheimnisse mit dem Kind auszutauschen,
- die in der Lage ist, dem Kind der beste Freund zu sein,
- die in der Lage ist, mit dem Kind zusammen zu Mittag zu essen,
- die in der Lage ist, mit dem Kind zusammen auf die Stra├če zu gehen...

Es w├╝rden mir noch so viele Dinge einfallen glaub ich... vergleichen wir mal...
Meine Mutter hat...

- immer alle weggeschickt, wenn man mit ihr kuscheln wollte,
- immer gesagt, das sie einen liebt, wenn sie getrunken hatte,
- kein Interesse an Spielen gehabt, also auch an keinen mit den Kindern,
- kein Interesse an Zeit mit den Kindern gehabt, es gab ja den Fernseher und B├╝cher, und Kinder nerven doch mit der Zeit,
- nicht zugeh├Ârt, es liefen ja ihre Sendungen, und wichtig war es auch nicht wirklich,
- Geheimnisse nicht wissen d├╝rfen, sonst h├Ątte man ├ärger bekommen,
- nicht der beste Freund sein k├Ânnen, daf├╝r h├Ątte sie dich um sich haben wollen m├╝ssen,
- nicht mit dir Mittag gegessen. Da war doch wieder diese Sache mit den Sendungen...
- sich nicht mit dir auf der Stra├če rumgetrieben um mit dir die Gegend unsicher zu machen. Sie wollte ja selbst nicht raus... Das machst du schon allein...

Hierzu w├╝rden mir auch noch mehr einfallen, aber ich glaube, das lasse ich lieber... Das sollte nur ein Hinweis sein...

Also, wenn ich uns Kinder mal mit den Haustieren vergleiche, die wir so hatten, dann muss ich sagen, k├Ânnen wir von Gl├╝ck reden, dass man Kinder nicht einfach so wieder hergeben kann, wie einen Hund der einem nicht passt. Wir hatten zu fressen, wir hatten ein Klo, und ein Bett war auch da... Was brauchen gl├╝ckliche Kinder mehr?

Aber das ist ja alles Vergangenheit. Ist ja alles nicht mehr vorzuwerfen. So bist du nun mal. Aber du ├Ąnderst dich ja, nicht wahr?

Es ist allerdings noch eine Sache, die dich als Mutter ganz toll auszeichnet. Der einzige Grund, warum du Angst hattest, dass Becky und Gordon bei Papa bleiben, war, dass du Angst hattest allein zu wohnen. Sobald die Frau sich daran gew├Âhnt hatte ist es doch sch├Ân so ganz unabh├Ąngig zu sein, richtig? Jetzt brauchst du sie nicht mehr. Und dein Entsetzen in der Stimme, als ich dich fragte, ob Gordon zu dir zieht, wenn Papa die Wohnung aufgibt sagte mir ganz klar, das du das gar nicht mehr willst. Du w├╝rdest ja deine Unabh├Ąngigkeit wieder verlieren. Wie gut, das man sich f├╝r 18 Jahre f├╝r JEDES Kind verpflichtet das man auf die Welt bringt. Du scheinst da immer Ausnahmen zu machen. Es sind ja nur die Gef├╝hle anderer die leiden, wenn die Mutter geht. Ist schon komisch, wie Gordon sich ver├Ąndert hat, seit du doch noch mal ├╝ber so etwas wie Muttergef├╝hle gestolpert bist. Scheint ganz so, als h├Ąttet ihr uns doch nicht schnell genug erwachsen gemacht. Da scheint eines deiner Kinder dich tats├Ąchlich noch zu brauchen. Ist nur traurig, das es so lange gedauert hat, bis ihr das gemerkt habt, und Gordon so viel abgebaut hat in der Zeit. Aber ich wei├č, du bist noch in der Lernphase.

Wei├čt du, heute, wo ich sehe, das du auf dem Weg der Besserung bist, da k├Ânnte ich kotzen, das du nicht schon mal fr├╝her daran gedacht hast, an dir arbeiten zu lassen. Deine Charakterbesserung kommt f├╝r uns Kinder zu sp├Ąt. Was hab ich schon tolles von meinem Familienleben zu berichten, wenn mich mal einer fragt? Garnichts. Nur das meine Mutter jetzt, wo sie weg ist, ihr Leben bessert und ein guter Mensch werden will... F├╝r wen? Definitiv nicht f├╝r uns. Aber es ist schon gut auch mal an sich zu denken. Mir wirft man so etwas als Egoismus vor. Aber ist nicht wichtig. Jeder ist sich selbst der n├Ąchste und du machst das seit jeher ganz hervorragend.

Aber trotzdem hast du wohl einen Muttertagsgru├č verdient... Sonst w├╝rdest du ja nicht immer einen bekommen. Sich dr├╝ber so aufzuregen, das du ja sooo entt├Ąuscht bist weil ich mich einmal nicht sofort melde, wie es im Kalender steht, find ich eine Frechheit. Aber es w├Ąre ja wieder Aufmerksamkeit f├╝r dich gewesen stimmt┬┤s? Ich bereue, das ich ihn nicht echt vergessen habe...

Ich kann mich nicht erinnern, das Muttertag der einzige Tag ist, an dem man sich spricht. Ist nur traurig, das man DICH nie zu h├Âren bekommt. Meldest du dich bei mir? Hast du mich mal freiwillig besucht? Rufst du mich mal freiwillig an? Einfach so? Ohne das du ein Lob von mir h├Âren willst, wie toll das du deinen f├╝nften Job so toll findest... Ohne das du auf eine Einladung von MIR einfach nur absagen m├Âchtest, weil du WIEDER Bauchweh hast? Rufst du an, um zu fragen, wie es deinem Enkelkind geht? Rufst du an, um zu wissen, wie es deiner Tochter geht mit dem Bauch? Du hast nicht mal gefragt, als ich dich angerufen habe. Ich habe es dir erz├Ąhlt, und das im Eilverfahren, weil du keine Zeit hattest... Wie stolz du doch sein musst... Rufst du an um mir zu sagen, das du mich vermisst oder dass du mich lieb hast? Der einzige Moment, wo ich dich h├Âre ist, wenn ICH anrufe. Und wenn es bei dir zu Hause ist, dann ist auch kein langes Gespr├Ąch drin, weil Thomas da ist, und ihr ja jetzt was essen wollt... oder sonst was... Stimmt, du hast einen Muttertagsgru├č verdient... Wie gut, das es so etwas f├╝r Kinder nicht gibt, sonst w├Ąrst du die erste die diesen Tag vergisst... Es gibt ja noch soviel andere wichtige Dinge die du dann zu erledigen h├Ąttest.

Ich frage mich, wer hat hier mehr recht entt├Ąuscht zu sein????????

So, und nun zu Alex.
Du machst uns allen jahrelang vor, wie traurig du bist ein Kind abgegeben zu haben. Du hast mich mal gefragt, was ich tun w├╝rde, wenn sie vor der T├╝r steht. Ich sagte, ich w├╝rde sie reinbitten, sie ist meine SCHWESTER!!!!!!!!
Sie zahlt tausende von Dollars um ihre Mama kennen zu lernen. Sie ruft dich an, sie hat genauso Angst vor dir und mir und sie fragt JEDES GOTTVERDAMMTE MAL wenn ich sie treffe, was ist mit deiner Mutter????? Sie meldet sich nicht mehr bei mir. Ist sie ver├Ąrgert? Mag sie mich nicht mehr kennen lernen? Was ist los... Ohh... meine tolle Mama hat anderes zu tun. Es fallen ihr leider keine zwei Zeilen ein, die dir sagen, das sie noch Interesse an dir hat. Eigentlich ist sie immer so. Wenn sie was neues kennen lernt ist alles ganz super. Doch wenn es l├Ąnger dauert bis sie es haben kann, ist es uninteressant. Aber nein, so etwas kann ich Alex nicht schreiben, ich muss meine tolle Mama in Schutz nehmen und ihr erz├Ąhlen, das du sooo unter Stress stehst. Und das du keine M├Âglichkeit hast ihr zu schreiben. Und das du dich meldest, sobald du wieder Luft hast. Nun, das ich so sehr gelogen habe, wusste ich auch nicht. Es war ja so gottverdammt schwer sich bei Oma oder Thomas hinzusetzen und ein Hallo an deine soooo lange vermisste und so lang ersehnte Tochter zu schicken. Stimmt. Wie konnte ich auch anders denken.
Es ist ja schon fast eine Frechheit, das Alex so scharf drauf war, dich zu treffen. Seit Dezember KEINE Nachricht mehr. Also, das find ich echt ein starkes St├╝ck Schei├če was du da gebaut hast. Und vorher wolltest du noch so dringen nach Californien. Stimmt es h├Ątte ja Urlaub, Sonne und Meer bedeutet. Alles wonach sich meine Mutter so sehnt. Heute glaub ich nicht mehr, das es Alex war, die du treffen wolltest, es w├Ąre einfach ein Supertrip gewesen. Denn jetzt, wo ich dir seit ANFANG DES JAHRES sage, das sie diesen Sommer kommen will, hei├čt es auf einmal ÔÇô JA MIR HAT SIE DAS JA GAR NICHT GESAGT! Was soll diese Schei├če? Das ist der bescheuertste Satz, den du bis jetzt aufgebracht hast. Wie SOLL sie dir was sagen, wenn DU dich nicht meldest? Und ICH HABE ES DIR GESAGT!! Mehr als einmal. Immer wieder, wenn ich sagte, das ich sie gesprochen habe, hab ich dir gesagt, sie fragt nach dir. Ja, ja... Sie m├Âchte diesen Sommer kommen... Ja, ja... Jetzt kommt sie und du sagst, du hast so viel Angst, und hast ja gar nicht gewusst das sie jetzt kommt??? Tut mir leid, aber ich sch├Ąme mich f├╝r dich. Und hast du ihr deine letzte Mail noch mal zukommen lassen?? Ich glaube nicht. Lass mich raten, sie ist nicht mehr da. Aber egal, sie hat sie ja nur sehns├╝chtig erwartet. Wie alles von dir was nicht kommt.

Sie sagte, das sie mittlerweile zweifelt, ob sie dich treffen m├Âchte. Und wei├čt du was, ich kann sie verstehen. Du hast sie entt├Ąuscht. Ein M├Ądchen das seit 14 verdammten langen Jahren wei├č, das es dich gibt und dem du nicht mal den Kontakt per Email g├Ânnst. Ein gutes Licht hast du nicht geworfen und ich wei├č mehr als sie ├╝ber dein Verhalten ihr gegen├╝ber und ich muss sagen, ich sch├Ąme mich ganz gewaltig f├╝r dich. Aber es w├Ąre ein Wunder wenn du mal jemanden nicht verletzen w├╝rdest. Sie hat den ganzen Sonntag zu Hause gesessen und auf deinen Anruf gewartet. Sie wollte nie ├╝ber etwas anderes reden, bevor ich nicht ├╝ber dich gesprochen habe. Du bist ihr wichtig. Und du gibst so wenig von dir r├╝ber. Ja, du bist noch nicht soweit. Tut mir leid. Aber DU warst auch soweit sie auf die Welt zu bringen, oder?

Du hast uns alle auf die Welt gebracht und warst nicht f├Ąhig damit umzugehen. Aber deinen Muttertagsgru├č, den hast du dir verdient. Du hast immerhin eines von deinen Kindern bis 18 im Haus gehabt. Das ist genug Zeit. Verantwortung ist ein Wort, das du genau wie Mutter und Liebe mal im Duden nachschlagen solltest. Dann kannst du mir auch vorwerfen, das ICH dich entt├Ąuscht habe, und nicht DU uns anderen.

Du wirst mir verzeihen, das du diesen Brief erst so sp├Ąt bekommst, aber es geht mir nach wie vor nicht gut und ich liege die letzten Tage nur noch im Bett und mag mich nicht bewegen, da ich Schmerzen habe. Aber die Sache mit den Bauchweh und zu Hause bleiben kennst du ja zu gen├╝ge, ich glaube das wirst du schon verstehen.

Ich hatte ganz bestimmt nicht vor, mit dir Streit anzufangen, und ich habe mich echt zur├╝ckgehalten, mit dem was ich ├╝ber dein Verhalten gegen├╝ber Alex denke. Aber mit deiner SMS hast du echt den Vogel abgeschossen und du kannst froh sein, das du meine Mutter bist und du mir nicht egal bist, sonst w├╝rde ich dich abschie├čen. Das Schicksal, das ich als deine Tochter leider zu tragen habe. Ich muss die Hiebe ertragen, die du mir immer wieder verpasst. Ich hab dich n├Ąmlich trotz allem lieb. Aber am entt├Ąuschensten bin hier wohl ich, weil du mir so eine unversch├Ąmte SMS geschickt hast und in keinster Weise eine Mutter bist, die ich vorf├╝hren m├Âchte, solange dir andere Menschen und deren Gef├╝hle so unwichtig sind.

Denk mal dr├╝ber nach, bevor du anderen noch mal so Vorw├╝rfe machst. Und das mit dem nicht mehr beieinander melden... Es w├╝rde mir wohl eh nicht auffallen, da du eh nie anrufst... Aber wenn du willst, kannst du das von meiner Seite aus auch so haben... DIR wird es vielleicht irgendwann auffallen...

Cindy


Ach ja, und den Gru├č, das du mir alles Gute und Liebe in meiner neuen Familie w├╝nscht... Das ist sehr nett von dir... Und ich glaube, das ich hier mehr Gutes und Liebes bekommen werde, als in den letzten 23 Jahren woanders... ICH werde eine Familie haben, und nicht nur eine WG in der f├╝nf Menschen nebeneinander her wohnen. Ich werde es besser machen... Ich habe gelernt wie es nicht geht...

__________________
Die Gewissheit, jemanden so zu lieben, hast du im Leben nur einmal.

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Quidam
Guest
Registriert: Not Yet

Liebe Cindy,

meine Ex-Freundin hatte eine ├Ąhnliche 'Art von Mutter'. Ich kann deine Gef├╝hle nachvollziehen. Man will diesen Raben verteufeln, geht aber nicht, weil das gleiche Blut durch die Adern sickert.

Jedenfalls w├╝nsche ich dir Kraft und Liebe f├╝r deine Kinder, und dass du das in deiner neuen Familie findest, was dir in deiner alten vorenthalten wurde - von ganzem Herzen!

Gr├╝├če
Quidam

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Melusine
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo Cindy,
also ich kann zwar deine Wut nachempfinden, aber mir ist dein Text bei weitem zu kunstlos und privat und pers├Ânlich. Sowas w├╝rde ich nie, nie, niemals in ein Literaturforum stellen. Auch wenn die Rubrik hier "Tagebuch" hei├čt.
Im ├╝brigen verursacht mir dein Text Magenschmerzen (eben gerade weil ich es total nachempfinden kann) - aber das ist nicht mein Kritikpunkt. Es ist einfach kein TEXT, verstehst du?
Nicht b├Âs sein.

LG Mel

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