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Leselupe.de > Humor und Satire
X22N3: Neuer Supervirus verbreitet sich in Deutschland (Glosse)
Eingestellt am 20. 08. 2019 09:52


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musikuss
Festzeitungsschreiber
Registriert: Feb 2019

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Vorab: Diese Glosse war mein ursprĂŒnglicher »Einstandstext«, den aber der entsprechende Moderator offensichtlich nicht mochte und eine niederschmetternde Kritik dazu abgab. Da ich aber mittlerweile ĂŒber eine Dekade als freier Journalist arbeite und dies nicht meine einzige Glosse ist, möchte ich gern die Meinungen anderer Foren-Mitglieder hören. Vielen Dank!

Nun aber los...

X22N3: Neuer Supervirus verbreitet sich in Deutschland

Nach Rinderwahn, Schweinepest, Vogelgrippe und EHEC steht nun der nĂ€chste Supervirus vor den deutschen HaustĂŒren. Wie Forscher der UniversitĂ€t Sindelfingen nun herausfanden, kommt der unter dem Namen X22N3 bekannte Virus aus Island und wurde im letzten Winter durch die Möwenart Larus Ridibundus nach Mitteleuropa eingeflogen. Der Krankheitserreger ist auf den Menschen ĂŒbertragbar und hochansteckend. Erste FĂ€lle werden bereits in verschiedenen deutschen Kliniken behandelt.

***

Ratlosigkeit macht sich an der UniversitÀt Sindelfingen breit, denn der in anderen LÀndern schon lÀnger bekannte Virus sei viel zu spÀt in Deutschland entdeckt worden. Bereits im Dezember 2011 soll der islÀndische Krankheitserreger nach Europa gebracht worden sein.

»Die Replizierung des X22N3 ist so komplex, dass es fĂŒr das ordinĂ€re Individuum als evident anmutet«, bestĂ€tigt dazu Dr. Justus Walther von der Sindelfinger UniversitĂ€t. »Der Prozess der Transformation der Subjekte verhĂ€lt sich so schleichend, dass die Identifikation des Befalls oftmals bereits sĂ€umig ist.«

Rasante Verbreitung des X22N3-Virus

Weiter heißt es, dass bereits 39 akute FĂ€lle an der UniversitĂ€tsklinik sowie bei ambulanten Psychotherapeuten behandelt werden. Auch andere Kliniken nehmen immer wieder neue X22N3-Patienten auf. Dr. Walther schĂ€tzt aber, dass der Befall des Supervirus schon weit höher liegt: »Wir prognostizieren, dass es bereits etwa 230.000 primanerhafte Infizierte gibt — die Dunkelziffer dĂŒrfte aber um ein Vielfaches höher sein.«

Die Ansteckungsgefahr sei immens — selbst Ärzte und Professoren der Uniklinik seien davor nicht gewappnet. Die Studenten wurden grĂ¶ĂŸtenteils zu ihrer eigenen Sicherheit nach Hause geschickt.

Das Deutsche Institut fĂŒr epidemische FĂ€lle und außergewöhnlich suizidale Tendenzen (DIEFAST) rĂ€t, den X22N3-Virus ernst zu nehmen. Man solle genau ĂŒberprĂŒfen, ob erste Symptome bereits erkennbar sind. Ist dies der Fall, sollten Betroffene sofort handeln und den nĂ€chsten Arzt aufsuchen.

In besonders akuten FÀllen sollten Erkrankte laut DIEFAST den Notarzt zu Rate ziehen. Es werde bereits an einem Antiserum gearbeitet. Zudem veröffentlichte das Institut eine Liste der wichtigsten Anzeichen der neuen Krankheit.

Jeder sollte auf erste Symptome achten

Die ersten Anzeichen seien ein leichtes Zucken der Mundwinkel, das schnell zu einem LĂ€cheln ĂŒbergehen kann. Sobald sich ein Grinsen einstellt, sollten Betroffene sofort den Arzt aufsuchen. Entweicht dem Mund ein stoßhafter Luftstrom in Zusammenhang mit einer Muskelkontraktion des Zwerchfells sowie ein oder mehrere Laute wie etwa »Ha« oder »Hi«, ist es meistens schon zu spĂ€t.

Der weitere Krankheitsverlauf besteht vorwiegend aus KrĂ€mpfen in der Bauchmuskulatur sowie Atemnot, Fieber und stark errötete Haut im gesamten Antlitz des Kranken. Bei besonders anfĂ€lligen Patienten könne die neue Krankheit auch zum Tode fĂŒhren.

»Eigentlich haben wir den Virus nur durch Zufall entdeckt«, plaudert Erstsemester Johannes Heiter bei einer Kaffeepause zwischen den Interviews mit den Professoren. »WĂ€hrend wir uns auf einer Party ĂŒber das bevorstehende Sommerloch unterhielten, verhielten sich einige meiner Kommilitonen Ă€ußerst merkwĂŒrdig. Deshalb baten wir unsere Professoren darum, uns eingehend zu untersuchen.«

Wegen der himmlischen ÜbertrĂ€ger wird die Krankheit, die durch den X22N3 ausgelöst wird, unter den Studenten der Sindelfinger UniversitĂ€t bisweilen als »Lachgrippe« bezeichnet.

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Rumpelsstilzchen
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quote:
Dem Text ist es nicht gelungen das Interesse des Lesers bis zum Schluss zu behalten.
Der Text wirkt stilistisch noch wie der allererste Entwurf.

So lautete die BegrĂŒndung fĂŒr meine Ablehnung des Textes, die ich hiermit auch gerne öffentlich mache.

Das hier
quote:
Da ich aber mittlerweile ĂŒber eine Dekade als freier Journalist arbeite und dies nicht meine einzige Glosse ist, ...
finde ich persönlich degoutant.
Weil: ein Text ist ein Text ist ein Text. OHNE ANSEHEN DES AUTORS!

Übrigens:
Wenn Glosse draufsteht, sollte auch Glosse drin sein. Hier klebt das falsche Etikett, wie Frank schon richtig festgestellt hat.


Hat sich richtig wichtig aufgeblasen
(mit dem RĂŒckstoss lĂ€sst sich herrlich rasen)
__________________
Ich glaube
an das Gesetz
der kritischen Masse

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