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Leselupe.de > Experimentelle Lyrik
Yak & Schneemann
Eingestellt am 13. 01. 2010 21:46


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Walther
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Yak & Schneemann


In Tibet trifft ein Yak
Den Schneemann. "Kuten Tak!"
Sakt dieser, "aine Frak
Hätt ich, weil ich mich plak

Mit dem Gezottel um Dich rum.
Nimm's, bitte, mir nicht, Dir nicht, krumm!"
Dass alte Yak, kanz auf die Schnölle,
Ess schüttelt sich und sein Gewölle.

Der Schneemann staunt, und klak!,
Wird klar der Krund, weil, zak!,
Zeikt sich der Anorak
Vom schlauen alten Yak.

"Man träkt heut wieder echten Pelz,
Und ehrlich, Schneemann, mir kefelz."
Der Schneemann kreift an seine Möhre,
Als ob er sie im Sturm verlöhre.

„Dass in die Büsch’ mich schlak,
Ess wird jetzt Zeit,“sakt’s Yak.
„Ich fühl mich wie ein Wrak.
Ich bin nicht mehr auf Zak.“

Der Schneemann, festkefroren, nikt.
Dass Yak ihm in die Bak-e zwikt.
Der Schneemann winkt mit seinem Besen.
Ess schien ein Yak nie da kewesen.

__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

Version vom 13. 01. 2010 21:46

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Bernd
Foren-Redakteur
Routinierter Autor

Registriert: Aug 2000

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In diesem Gedicht fallen mir zwei unterschiedliche Formen der Verhärtung auf.

1. Dia Auslautverhärtung der deutschen Sprache wird beim "g" in die Schrift übernommen. (Der "ch"-Laut wird dabei nicht gebildet.)

2. Aber auch die G-Konsonanten an anderer Stelle werden verhärtet.

Es ergeben sich nun zwei verschiedene Lesarten:

1. Die RĂĽckĂĽbertragung (Kompensation) der Schreibweisen beim Lesen, man liest es, als sei es korrekt.

2. Man gibt allen nicht existierenden Wörtern einen neuen Sinn.

Die erste Methode des Lesens ist die offensichtliche.
Die zweite ist dagegen offen.
__________________
Copy-Left, samisdada, Dada Dresden

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